Altaussee

Politischer Bezirk Liezen, Steiermark, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Altaussee
Bevölkerung:
1 894

Über Altaussee

Altaussee ist eine Gemeinde und Kurstadt im Bezirk Liezen in der Steiermark, Österreich. Das kleine Dorf liegt am Ufer des Altaussees, unterhalb des Loser Plateaus. Auf einer Fläche von 92 km² leben in Altaussee 1.777 Menschen. Die Gemeinde umfasst zwei Katastergemeinden: Altaussee und Lupitsch. Der ausgewiesene Luftkurort liegt im Salzkammergut. Altaussee hat die größten Salzvorkommen Österreichs, die noch heute abgebaut werden.

Geographie

Die Gemeinde liegt in der kleinen Region Ausseerland im steirischen Salzkammergut im Bezirk Liezen in der Steiermark. Altaussee umfasst eine Fläche von 92,11 km² und liegt auf 712 m Seehöhe am Westufer des Altausseer Sees am südwestlichen Rand des Toten Gebirges. Das Gemeindezentrum liegt in einem Tal, das von Bergen umgeben ist. Die auffälligsten dieser Gipfel sind der Loser (1838 m) im Norden, die Trisselwand (1755 m) im Osten und der Sandling (1717 m) im Westen. Der höchste Berg im Gemeindegebiet ist der Schönberg (2093 m) nahe der Grenze zu Oberösterreich. Aufgrund der alpinen Lage und des hohen Anteils des Toten Gebirges besteht etwa die Hälfte der Gemeindefläche aus alpiner Brache, der Rest sind Wälder, Wiesen und andere Landformen.

Nahe gelegene Städte sind Bad Aussee, Hallstatt, Bad Goisern, Bad Ischl und Gmunden.

Lokale Geologie

Die charakteristischen hellgrauen Berge, die Altaussee umgeben, bestehen aus Kalkstein, einem Karbonatgestein. Das Alter dieser Felsen ist Trias und Jura. Die Berge selbst bildeten sich erst im Känozoikum, als immense Kräfte zwischen den kollidierenden afrikanischen und eurasischen Platten dazu führten, dass die Berge emporgehoben wurden. Die Kalksteine, aus denen sich die Berge zusammensetzen, sind weiß bis hellgrau und bilden sich relativ tief im antiken Tethys-Ozean. Aufgrund der tiefen Felsformation sind Fossilien selten. Korallen werden jedoch von den unteren Hängen des Loser Berges gemeldet.

Tektonik: Unmittelbar unterhalb des Altaussees verläuft eine große tektonische Bruchlinie, die etwa von Ost nach West verläuft und im Tal westlich der Seewiese endet. Der Fehler ist seismisch aktiv und es treten häufig kleine Erdbeben auf. An einem heißen, klaren Tag im August 1998 überraschte ein kleines Erdbeben (M = 3) die Sommerbadegäste mit einem leisen, rumpelnden Geräusch und ein paar Minuten später ungewöhnlich hohen Wellen.

Evaporite: Im Sandling-Gebirge sind große Evaporit-Reserven vorhanden, die sich aus einer großen Zeit des marinen Tiefstands ergeben, als der Meeresspiegel niedrig war und das Meer ausgetrocknet war. Das Panning und das Drift-Mining der Lagerstätten auf oberirdischer Ebene gehen auf die Römerzeit zurück, da in den 1990er Jahren archäologische Ausgrabungen nachgewiesen wurden, denen ähnliche lokale Arbeiten von 200 bis 400 n. Chr. Folgten. 1147 wurden die Minen zu einem Handelsunternehmen, das von der Abtei Rein bei Graz kontrolliert wurde. 1211 wurden die Minen von Leopold VI., Herzog von Österreich, verstaatlicht, der die Kontrolle an Unterlupitsch übertrug. Nach der Verlagerung des Betriebs nach Bad Aussee ermöglichte die Investition 1319 die Eröffnung des Steinbergtunnels. Nach weiteren Investitionsperioden wurden die Minen 1334 von der privaten Hallinger Union in Lizenz betrieben, die 120 Mitarbeiter beschäftigte und etwa 10.000 Tonnen Produkt pro Jahr produzierte. Von Friedrich III. Im Jahr 1445 renationalisiert, produzierten 120 Menschen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts ca. 10,00 Tonnen Produkt pro Jahr. 1906 eine neue Soleleitung durch das Rettenbachtal nach Bad Ischl zur Versorgung der Solvay-Werke in der Marktgemeinde Ebensee. Aus diesem Grund gehören Altaussee und andere Ortschaften wie Hallstatt zum Salzkammergut. Das Produktionsvolumen in den Folgejahren vervierfacht sich und die Mitarbeiterzahl verdoppelt sich auf 238.

Bis 1938 wurde Adolf Hitler auf das Salzbergwerk aufmerksam. In der Nähe seines geplanten Linzer Museumskomplexes herrschten konstante Bedingungen: zwischen 40 und 47 Grad; etwa 65 Prozent Luftfeuchtigkeit; mit den tiefsten Tunneln mehr als eine Meile im Inneren des Berges, sicher vor feindlichen Bomben. Die Nazis bauten Fußböden, Wände und Regale sowie eine Werkstatt tief in den Kammern.

Nach dem Wiederaufbau der Kunst nach dem Krieg wurde die Soleherstellung wieder aufgenommen. Die Minen sind noch heute in Betrieb und die Sole wird in die Marktgemeinde Ebensee gepumpt. Im Jahr 2008 produzierten 61 Mitarbeiter 1.506.000 m³ Sole mit einem Salzgehalt von 450.000 Tonnen. Aus diesem Grund gehören Altaussee und andere Ortschaften wie Hallstatt zum Salzkammergut.

Geschichte

Die älteste Siedlung auf dem Grund des modernen Dorfes Altaussee stammt aus der Zeit der Römer (200-400 n. Chr.). Es gibt jedoch keine historische Kontinuität einer Siedlung vor dem Mittelalter. Das Salzbergwerk auf dem Boden des modernen Dorfes wurde 1147 erstmals urkundlich erwähnt, das Dorf selbst 1265.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Altaussee

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