Ampass

Politischer Bezirk Innsbruck Land, Tirol, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Ampass
Bevölkerung:
1 508

Über Ampass

Ampass ist eine Gemeinde im Bezirk Innsbruck-Land, Tirol (Österreich) auf einer Höhe von 651 m, hat eine Fläche von 7,9 km2 und 1793 Einwohner ab Januar 2015.

Geographie

Ampass liegt auf einer Terrasse an der Südseite des Inntals, an einer alten Salzstraße, von Hall in Tirol nach Matrei am Brenner, derzeit Landesstraße L 38 (Ellbögener Straße). Ampass ist über die L 283 (Ampasser Straße) direkt mit dem 8 km entfernten Innsbruck verbunden. Am Rande des Dorfes liegt der Taxerhof, umgeben von Schilf und Feuchtgebieten, die sich für Reiher und Bachstelzen eignen.

Geschichte

Ursprung

Ampass wird wahrscheinlich im 15. Jahrhundert v. Chr. Als Ergebnis einer Graburne bewohnt sein, die auf einem Hügel aus dieser Zeit gefunden wurde. Eine größere Anzahl von Funden, wie Pfeilspitzen, Bronzestifte und Perlen, stammen aus der Hallstatt-Kultur oder der La Tène-Kultur. Die Römer bauten eine Militärstraße, die Hall in Tirol über Igls, Sistrans, Lans und Ampass mit Matrei am Brenner verband. Von der Römerzeit zeugt nur noch ein 1,9 m hoher Granitmeilenstein, der sich noch an seiner ursprünglichen Stelle befindet. Er wurde 1254 als Bezugspunkt für die Abgrenzung der Grenzen zwischen den Pfarreien Wilten und Ampass genommen. Ampass litt im siebten Jahrhundert wie ganz Tirol unter der Invasion der Bayern, deren Skelettspuren erhalten sind. 1056 errichtete Kaiser Heinrich IV., Der Heilige Römische Kaiser, der im Alter von sechs Jahren zum Tod seines Vaters Heinrich III. Gelang, eine Kapelle, die vom Bischof von Brixen Altwin eröffnet und später zur "Königlichen Kapelle" erhoben wurde.

1145 wird Ampass erstmals in den Urkunden als "Ambanes" erwähnt, ein Name, der sich von der keltischen Bedeutung "zwischen zwei Flüssen" ableitet und zu dieser Zeit der Gerichtsbarkeit des Gerichts von Sonnenburg unterstand. 1313 wurde es zur Gemeinde mit eigener Steuerautonomie erhoben und in diesem Jahr standen 22 Familien als Steuerzahler auf der Gehaltsliste. Mit der Intensivierung des Handels direkt nach Süden im Jahr 1552 wurde die antike Römerstraße renoviert und erweitert. 1634 wurde das Dorf von der Pest heimgesucht, die die Bevölkerung dezimierte. In Erinnerung an die Pest wurde entlang der Straße auf dem Hügel "Sonnenbühel" eine als "Viertelsäule" bekannte Votivstele errichtet. Es ist zum Ampass-Wahrzeichen geworden und die berühmteste gotische Stele Tirols.

Während des Tiroler Aufstands kam es in der Gemeinde zu mehreren Kämpfen, die Aufständischen wurden von Josef Speckbacher, dem aus Ampass stammenden Grafen Victor Dankl und Kaspar Sautner angeführt. Nach dem Sieg über die Bayern und den französischen Ampass unterlag das Landgericht Hall in Tirol. Zwischen 1840 und Anfang 1900 ging die Bevölkerung aufgrund der industriellen Expansion von Innsbruck zurück, weil die Menschen es vorzogen, in die Stadt zu ziehen, die bessere Beschäftigungsmöglichkeiten bot. Die "Viertelsäule" wurde 1876 von unbekannten Angreifern beschädigt, restauriert und an ihren Platz zurückversetzt; dann wurde es 1906 und 1997 von Johannes Stephan Schlögl restauriert.

In den letzten Jahren ist Ampass in der Landwirtschaft und in den Wohngemeinschaften gewachsen.

Wappen

Das Emblem ist grün und blasses Silber, auf dem die "Viertelsäule", das Symbol von Ampass, in Erinnerung an die Pest errichtet ist. Die beiden Trennwände stellen die grünen Wiesen dar, die das Dorf umgeben, und das silberne Blass symbolisiert die "Salzstraße". Der Mantel wurde am 22. Januar 1974 verliehen.

Population

Sehenswürdigkeiten

Religiöse Architektur

Im Jahre 1056 errichtete der Kaiser Heinrich IV., Der Heilige römische Kaiser, eine Kapelle, die vom Bischof von Brixen Altwin eingeweiht wurde. Im Jahr 1426 wurde eine neue Kirche im gotischen Stil errichtet, die dem Heiligen Johannes des Täufers gewidmet war. 1546 war die Kirche wegen der Zerstörung des Krieges in den Ruin gegangen und 1567 durch einen Brand zerstört worden. Im Jahr 1574 wurde das Gebäude restauriert und wieder für den Gottesdienst geöffnet, aber ein Erdbeben im Jahr 1698 zerstörte es. Die Kirche wurde 1744 wieder aufgebaut und im Barockstil restauriert.

Eine Kirche, die dem heiligen Veits gewidmet ist, wurde 1429 von Fuhrleuten erbaut, die Salz transportierten. Im Jahre 1521 wurde die Kirche auf den alten Fundamenten wieder aufgebaut, und hinter dem Altar sind noch die Spuren der Fürbitten der Fuhrleute sichtbar. Nach der Restaurierung der Kirche wurden Fresken mit den Insignien von Karl V., dem Heiligen Römischen Reich, Aragon, Sizilien, Ungarn und Böhmen gefunden.

Siehe auch

Taxerhof See

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Ampass

X