Arnoldstein

Politischer Bezirk Villach Land, Kärnten, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Arnoldstein
Bevölkerung:
6 809

Über Arnoldstein

Arnoldstein (slowenisch: Podklošter, italienisch: Oristagno) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Villach-Land im österreichischen Bundesland Kärnten.

Geographie

Ort

Arnoldstein liegt an der österreichischen Südgrenze zwischen den Karnischen Alpen und den Karawanken, nahe dem Zusammenfluss von Gailitz (slowenisch: Ziljica, italienisch: Slizza) und Gail (slowenisch: Zilja, italienisch: Zeglia). Der Tripoint mit Tarvisio in Italien und Kranjska Gora in Slowenien befindet sich südlich der Stadt auf der Spitze des Berges Ofen (slowenisch: Peč, italienisch: Monte Forno) auf 1.509 m. Heute befindet sich an dieser Stelle eine Markierung.

Arnoldstein ist über die Autobahn A2 Süd von Wien und die parallel verlaufende Österreichische Südbahn (Rudolfsbahn) von Klagenfurt bis zur italienischen Grenze zu erreichen, wo die italienische Pontebbana-Linie nach Udine weiterführt.

Unterteilung

Arnoldstein ist in sechs Katastralgemeinden unterteilt: Arnoldstein (Podklošter), Hart (Ločilo), Maglern (Megvarje), Pöckau (Peče), Riegersdorf (Rikarja vas) und Seltschach (Sovče). Es kann weiter unterteilt werden in 21 Ortschaften (mit einer Bevölkerung von 2001):

Geschichte

Das Gebiet um Arnoldstein war bereits in der Antike besiedelt, als eine Römerstraße am Gailitzbach Aquileia mit Virunum in der Nähe des heutigen Klagenfurt, der Hauptstadt der Provinz Noricum, verband.

Arnoldsteins Name leitet sich von dem mutmaßlichen Gründer seiner Burg ab, einem Ritter Arnold, der wahrscheinlich als Ministerialbeamter für die Bischöfe von Bamberg tätig war. Nach seiner Krönung im Jahr 1014 hatte Kaiser Heinrich II. Der Bamberger Diözese, die ursprünglich im Besitz der Patriarchen von Aquileia war, große Güter im Herzogtum Kärnten übertragen. Das Schloss selbst wurde erstmals um 1085 erwähnt, hier gründete Bischof Otto von Bamberg 1106 eine Benediktinerabtei, um seine Kärntner Lehen zu sichern. Dennoch mussten die Mönche 1176 die weltliche Vogt-Oberherrschaft der Kärntner Sponheimer Herzöge übernehmen. Mitte des 14. Jahrhunderts wurden ihre Ländereien sowohl durch das Erdbeben in Friaul im Jahr 1348 als auch durch die Pandemie des Schwarzen Todes zerstört.

Um die wirtschaftliche Situation zu verbessern, erlaubte der Abt von Arnoldstein mit Zustimmung des Bamberger Bischofs im Jahr 1495 den Augsburger Kaufleuten Ulrich, Georg und Jakob Fugger, die umliegenden Erzvorkommen auszubeuten und Schmelzwerke hauptsächlich für Kupfer und Silber aufzubauen. In der Fuggerau war die Familie Fugger auf dem Weg nach Venedig weitgehend im Handel tätig, bis die Räumlichkeiten 1570 vom Kloster Arnoldstein zurückgekauft wurden. Die Schulden sowie die Auswirkungen der protestantischen Reformation hätten die Finanzen der Abtei beinahe ruiniert. Heute markiert ein 1814 errichteter Schussturm den Standort der ehemaligen Gießerei.

Arnoldstein blühte im Zuge der Gegenreformation wieder auf. Trotz aller Versuche des österreichischen Hauses Habsburg, die Ländereien zu erobern, wurde das Kloster erst 1783 durch Erlass von Kaiser Joseph II. Aufgehoben. Das Gebäude brannte 1883 ab und es blieben nur Ruinen übrig. Seit 1980 wurden die Räumlichkeiten schrittweise restauriert

Politik

Der Stadtrat setzt sich aus 27 Mitgliedern der folgenden Parteien zusammen:

19 SPÖ

4 ÖVP

3 FPÖ

1 ALA (alternative Liste)

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Arnoldstein

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