Aschach an der Donau

Politischer Bezirk Eferding, Oberösterreich, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Aschach an der Donau
Bevölkerung:
2 199

Über Aschach an der Donau

Aschach an der Donau ist eine Gemeinde im Bezirk Eferding im österreichischen Bundesland Oberösterreich.

Geographie

Aschach liegt im Donautal, am Rande des Eferdingbeckens im Hausruckviertel. Etwa 2 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Unterteilungen sind: Aschach an der Donau (Mitte), Ruprechting und Sommerberg.

Wappen

Silber und Rot, bedeckt von zwei naturfarbenen, verdrehten Weinreben mit einer blauen Traube links, einer grünen Traube rechts und einem grünen Blatt in jeder Hälfte.

Die Farben des Banners sind Rot, Weiß und Grün.

Das Motiv deutet auf klimatische Vorteile im frühmittelalterlich betriebenen Weingut hin, das im Stiftbrief für Kremsmünster im Jahr 777 erwähnt wurde und in der Gegend um Aschach in einigen Weinbergen bis nach 1870 erhalten blieb.

Weiß-Rot sind die Farben des Wappenbanners der Grafen von Schauberg, die bis 1559 die Regierung innehatten und in Aschach einen hohen Tribut forderten.

Geschichte

Aschach wurde erstmals 777 bei der Gründung des Klosters Kremsmünster erwähnt und war ursprünglich Teil des östlichen Teils des Herzogtums Bayern und gehörte bis ins 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich.

1490 wurde Aschach dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugeschrieben und erhielt 1512 von Kaiser Maximilian die Marktrechte und das Wappen. Während der Napoleonischen Kriege war die Stadt mehrmals besetzt. Seit 1918 gehört die Stadt zum Bundesland Oberösterreich. Nach der Annexion Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte die Stadt zu Gau Oberdonau. Nach 1945 folgte die Wiederherstellung von Oberösterreich.

Kelten und Römer in Aschach

Der keltische Name Joviacum tauchte erstmals im Itinerarium Antoninianum auf, als der römische Kaiser Marcus Aurelius Antoninus mit dem Spitznamen Caracalla von 211 bis 217 regierte.

1838 wurden bei Ausgrabungen in Schlögen umfangreiche Mauerreste einer römischen Festung gefunden. Daher wurde Mitte dieses Jahrhunderts angenommen, dass es sich bei Schlögen um Joviacum handelte, wie im Verzeichnis der römischen Legionen angegeben. Nach Ausgrabungen in den Jahren 1957-1959 von Dr. Lothar Eckhart bewies: Schlögen kann nicht Joviacum sein. Eckhart assoziiert das Militum Liburnariorum, eine Art Marines der italienischen Legion, mit Aschach, die berittenen Militäreinheiten Ad Mauros mit Eferding. Anders als aus strategischen Gründen spricht Aschach dafür, dass Joviacum das St. Laurentius-Patronat der Kapelle auf dem Friedhof, die Zeugnisse eines römischen Platzgrundrisses und das Auffinden von Straßenpflastersteinen und Karrenfurchen (Limesstraße?) In der Abelstraße ist.

Da Aschach Joviacum ist, bringt uns dies mit dem "Leben der hl. Serverin" des Abtes Eugippius in die engste Verbindung mit den erstaunlichsten Quellen der abgehenden Antike. Der heilige Severin erschien in Noricum, als die römische Herrschaft endete. Als Mönch und Wundertäter widersetzte er sich den germanischen Fürsten, die mit ihren Stämmen auf beiden Seiten der Donau saßen. In den verlassenen römischen Siedlungen überredete er die wehrlosen armen Römer zu einem christlichen Lebensstil. Als die Umstände unhaltbar geworden waren, sagte er ihnen die bevorstehende Niederlage ihres Ortes voraus und ordnete die Evakuierung des Gebiets an. So auch für Aschach (Joviacum). In der Vita Sancti Severini Eugippii lesen wir:

"... der Diener Gottes sandte den Kirchensänger Moderatus zu den Einwohnern einer Stadt namens Joviacum, die mehr als 32 Kilometer von Batavis entfernt war, und bat dort um eine sofortige Flucht aus der verwundbaren Stadt. Auch hier der wohlmeinende Rat wurde nicht gehört, so dass der Heilige wieder einen Kurier losschickte, der zumindest den Kirchenführer Maximianus von Joviacum auffordern sollte, das Dorf zu verlassen. Als auch dieser Bote nicht geglaubt wurde, verließ er schnell die Stadt. Noch in derselben Nacht die Heruli fiel in Joviacum ein, zerstörte die Siedlung und führte die meisten Einwohner in die Sklaverei. Der Priester hängte sie an den Galgen. "

Die Details der Vita gelten als zuverlässig, frühere Zweifel werden durch neuere Untersuchungen geklärt. Unter der Annahme der Genauigkeit, dass Aschach Joviacum ist, wird also bezeugt, dass der Märtyrer der Spätantike MAXIMIANUS von Aschach ist.

Population

Politik

Gemeinderat

Folgende Parteien sind im Rat vertreten:

SPÖ (5 Sitze)

ÖVP (11 Sitze)

FPÖ (6 Sitze)

Die Grünen (3 Sitze)

Bürgermeister

Amtierender Bürgermeister ist Friedrich Knierzinger (ÖVP).

Bürgermeister seit 1849

Schwesterstadt

Die offizielle Partnerstadt ist Obernzell in Bayern

Sehenswürdigkeiten

Aschach hat ein historisches Zentrum mit mittelalterlichen Stadthäusern mit schönen Fassaden und Innenhöfen aus Gotik, Barock und Renaissance.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Aschach_an_der_Donau

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