Bad Radkersburg

Politischer Bezirk Südoststeiermark, Steiermark, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Bad Radkersburg
Bevölkerung:
1 453

Über Bad Radkersburg

Bad Radkersburg (slowenisch: Radgona; archaisch: Ungarisch: Regede) ist eine Kurstadt im Südosten des österreichischen Bundeslandes Steiermark im Bezirk Südoststeiermark.

Geographie

Im Süden grenzt die Stadt an Slowenien an die Mur. Auf der anderen Seite des Flusses liegt die Partnerstadt Gornja Radgona (Oberradkersburg) in der slowenischen Steiermark. Bad Radkersburg ist eine Kurstadt mit einer Thermalquelle mit einer Temperatur von 80 ° C. Diese und die längste Sonnenscheindauer in Österreich machen es mit über 100.000 Aufenthalten pro Jahr zu einem attraktiven Tourismusstandort.

Im Zuge einer steirischen Verwaltungsreform fusionierte die Stadt mit Wirkung zum 1. Januar 2015 mit der Nachbargemeinde Radkersburg Umgebung mit einer Gesamtbevölkerung von 3158 Einwohnern.

Wetter

Geschichte

Es ist nicht bekannt, wann Radkersburg zum ersten Mal besiedelt wurde oder wo sich die in einer Urkunde von 1182 erwähnte erste Siedlung befand. Es ist auch nicht bekannt, wann es unter fürstliche Gebietsherrschaft fiel. Höchstwahrscheinlich gehörte Radkersburg ursprünglich nicht den Herzögen der Steiermark, sondern möglicherweise einem Aristokraten namens Radger, dem es vom deutschen König geschenkt worden war.

Ein Markt ist in einem Urbarium von 1265/67 dokumentiert, das unter König Ottokar II. Von Böhmen, der von 1261 bis 1278 die Steiermark regierte, ausgestellt wurde. Zeitgenössische Untersuchungen legen jedoch nahe, dass die heutige Stadt vom habsburgischen König Albert I. von Deutschland, Herzog von Böhmen, gegründet wurde Steiermark, Ende des 13. Jahrhunderts. Das heutige Erscheinungsbild der Stadt basiert offenbar auf einem genauen Plan, der von einer Mauer mit Türmen umgeben ist. Radkerburg wurde 1299 erstmals als Stadt erwähnt.

Nahe der Grenze zum Königreich Ungarn gelegen, war es im späten 15. Jahrhundert vom bewaffneten Konflikt zwischen König Matthias Corvinus und Kaiser Friedrich III. Betroffen. Während der Osmanisch-Habsburgischen Kriege wurden nach Plänen des italienischen Architekten Domenico dell'Allio erweiterte Befestigungen angelegt. Radkersburg wurde durch Beschluss des Augsburger Reichstags von 1582 zur kaiserlichen Festung erhoben.

Im Laufe des Sprachkonflikts des 19. Jahrhunderts kam es im ethnisch gemischten Gebiet zu nationalistischen Auseinandersetzungen zwischen den überwiegend deutschsprachigen Bürgern und der slowenischsprachigen Bauernbevölkerung an der Mur. Die Garnisonsstadt der österreichisch-ungarischen Armee wurde im Ersten Weltkrieg am 1. Dezember 1918 von Truppen des neu entstandenen Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (Jugoslawien) besetzt. Ein bewaffneter Aufstand gegen die Besatzungstruppen, angeführt von Johann Mickl , um die Stadt mit Deutsch-Österreich zu verbinden, scheiterte. Durch den Beschluss des Vertrags von Saint-Germain von 1919 ging das Gebiet nördlich der Mur an die Erste Österreichische Republik über, während Oberradkersburg (Gornja Radgona) und die Nachbargemeinde Apače (Abstall) am Südufer zu Apače (Abstall) gehörten Jugoslawien.

Die nationalistischen Konflikte hielten zu beiden Seiten der Grenze an. Im Zweiten Weltkrieg begrüßten viele Angehörige der deutschen Minderheit die Invasion der Wehrmacht in Jugoslawien im Jahr 1941 und schlossen sich den deutschen Kampfverbänden an, während große Teile Radkersburgs durch bewaffnete Konflikte zerstört wurden. Nach dem Krieg wurde der größte Teil der verbliebenen deutschsprachigen Bevölkerung südlich der Mur vertrieben.

Die Radkersburger Brücke über die Mur wurde am 12. Oktober 1969 wiedereröffnet, was zu einer ersten Annäherung zwischen Österreich und Jugoslawien führte. 1975 erlangte die Stadt den Kurstatus, 1978 wurde eine weitere Thermalquelle erschlossen und bald darauf die Badestelle erweitert. Seit dem Beitritt Sloweniens zum Schengen-Raum im Jahr 2007 wurden die Grenzkontrollen zwischen Radkersburg und Gornja Radgona abgeschafft.

Population

Politik

Mandate im Gemeinderat ab 2010 (Kommunalwahlen]]:

Österreichische Volkspartei (ÖVP): 8

Bürgerliste: 4

Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ): 2

Die Grünen - Die grüne Alternative: 1

Partnerstädte

Bad Radkersburg ist Partner von:

Varaždin, Kroatien

Lenti, Ungarn

Bemerkenswerte Leute

Andreas Walsperger (um 1415–?), Kartograf

Franz Leopold von Nádasdy (1708–1783), General

Marie Egner (1850–1940), Malerin

Leopold Vietoris (1891–2002), Mathematiker

Aribert Heim (1914–1992), SS-Arzt

Wolfgang Fasching (* 1967), Radfahrer

Peter Luttenberger (* 1972), Radfahrer

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Bad_Radkersburg

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