Burgau

Politischer Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, Steiermark, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Burgau
Bevölkerung:
1 000

Über Burgau

Burgau ist eine Gemeinde im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark. Es liegt im Südosten des Landes, nahe der Grenze zu Ungarn.

Geschichte

Das Schloss war ursprünglich von einem Wassergraben umgeben, der dem Dorf den Namen "Burg in der Au" gab.

Die Befestigung war von großer strategischer Bedeutung gegen die anhaltenden türkischen und ungarischen Invasionen aus dem Osten über die nahe gelegene Lafnitz. Das Schloss wurde erstmals 1367 als Eigentum der Herren von Puchheim erwähnt. Dann wurden die Gemeinde und das Schloss dem Haus Neitberg übergeben, bevor sie an Weikhard von Polheim übergeben wurden. Dank der von Erhard von Polheim gebauten Befestigungsanlagen konnten die einfallenden Türken in den Jahren 1529 und 1532 herausgefordert werden. Am Ende ging das verschuldete Eigentum von Burgau an Mathias von Trauttmannsdorff, der die lokale Bevölkerung mit hohen Sozialgebühren unterdrückte. 1704 wurde die Oststeiermark durch den Angriff auf Kuruz schwer verwüstet. Die Ungarn rebellierten gegen die Habsburger. Der Bürgermeister rettete das Dorf, indem er den Invasoren Waffen und Geld anbot.

1753 erwarb der ungarische Aristokrat Adam Graf Batthyány das Anwesen von der Familie Trauttmannsdorff. Die Familie Batthyány trug zu einem wirtschaftlichen Aufschwung in Burgau bei. Die erste Baumwollspinnerei der Habsburger Monarchie wurde 1789 gebaut. Zwei moderne Spinnereimaschinen waren aus England ins Land geschmuggelt worden. Nach dem Krieg gegen Frankreich mussten die Fabriken geschlossen werden, wurden aber 1831 vom Wiener Kaufmann Georg Borckenstein wiedereröffnet. Damit betrieb Burgau die älteste Textilfabrik der Donaumonarchie. 1884 wurde Burgau an die Lokalbahnstrecke Bierbaum-Neudau angeschlossen. Der letzte Besitzer der Burg war Graf Lajos Batthyány, der nach den Revolutionen von 1848 zum Tode verurteilt und getötet wurde. Zum Gedenken an seinen 150. Todestag wurden 1999 im Hof des Schlosses eine Büste und eine Inschrift des Grafen Batthyány angebracht.

Heute beherbergt das renovierte Schloss das Büro des Bürgermeisters, Wohnungen und ein Café. Der Festsaal und der Arkadenhof werden für kulturelle Veranstaltungen im Innen- und Außenbereich sowie für jährliche Ausstellungen zu Weihnachten und Ostern genutzt.

Sehenswürdigkeiten

Neben dem Schloss und dem Wassergraben ist auch die Wallfahrtskirche Maria Gnadenbrunn auf einem Hügel einen Besuch wert. Die erste Kapelle wurde 1418 erbaut und von den Ungarn zerstört. Die Kirche wurde nach einem Brand im Jahr 1624 und einem Gewitter im Jahr 1775 wieder aufgebaut und schwer beschädigt. Das Gebäude wurde 1952 renoviert. Die Skulptur auf dem Altar der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die Glocke wurde 1586 hergestellt. In der Kirche befindet sich auch ein Epitaph des Burgbesitzers Weikhart von Polheim.

Auf dem Burgauer Hauptplatz steht auf einer Säule eine goldene Figur der Jungfrau Maria. Es stammt aus dem Jahr 1750, obwohl ein Kupferstich des Dorfes des österreichischen Topographen Georg Matthäus Vischer besagt, dass sich bereits um 1670 eine Säule dort befunden haben muss. Eine Inschrift auf der Säule erwähnt, dass ein Gewitter das Dorf verwüstete und die Marienskulptur zerstörte Seitdem ist der heilige Donatus der Schutzpatron von Burgau. Jeden zweiten Sonntag im Juli findet ein Umzug von der Kirche zur Säule statt.

Der Hauptplatz hat auch einen Steinbrunnen und eine Linde, die ein geschütztes Naturerbe ist.

An der Lafnitz wurde 1995 im Rahmen des Kuruzzenwanderweges ein typischer Wachturm, eine Seekarte, rekonstruiert. Solche Befestigungen dienten als Warnsysteme entlang von Grenzflüssen wie der Lafnitz, um die Einheimischen vor häufigen Invasionen zu schützen aus dem Osten.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Burgau%2C_Styria

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