Enns

Politischer Bezirk Linz-Land, Oberösterreich, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Enns
Bevölkerung:
11 090

Über Enns

Enns ist eine Stadt im österreichischen Bundesland Oberösterreich an der Enns, die die Grenze zum Bundesland Niederösterreich bildet.

Enns war einer der ersten Orte in Österreich, die Stadtrechte erhielten. Das Stadtrecht datiert vom 22. April 1212, das Dokument ist im örtlichen Museum ausgestellt. Das Datum ist auch auf dem Stadtturm abgebildet, dem Wahrzeichen von Enns.

Geographie

Enns erstreckt sich über 7,5 km von Nord nach Süd und 8,6 km von West nach Ost. Die Gesamtfläche beträgt 34,3 km², von denen 12,8% bewaldet und 64,1% landwirtschaftlich genutzt werden.

Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Einsiedl, Enghagen, Enghagen am Tabor, Enns, Ental, Erlengraben, Hiesendorf, Köttingrat, Kristein, Kronau, Lorch, Moos, Rabenberg und Volkersdorf.

Geschichte

Die ersten Siedlungen im Bereich der Ennsmündung bis zur Donau stammen aus der Zeit vor 4.000 Jahren. Kelten besiedelten das Land um 400 v. Ihr Königreich Noricum wurde 15 n. Chr. In das Römische Reich eingegliedert und unter Kaiser Claudius 45 n. Chr. Als römische Provinz ausgewiesen.

Im 2. und 3. Jahrhundert befand sich an der Stelle der heutigen Enns das römische Lager Lauriacum, in dem bis zu 6.000 Soldaten stationiert waren. Die angrenzende Siedlung (heute: Lorch) erhielt 212 von Kaiser Caracalla die Privilegien eines Municipiums. Zu dieser Zeit lebten hier etwa 30.000 Menschen. Während der diokletianischen Christenverfolgung starb der Kommandant der römischen Armee, der heilige Florian, am 4. Mai 304 als Märtyrer in Lauriacum, als er in der Enns ertrank. Nur neun Jahre später verkündete Kaiser Konstantin I. mit dem Mailänder Edikt religiöse Toleranz. Um 370 wurde auf den Überresten eines Jupitertempels eine frühchristliche Basilika errichtet, und Lauriacum war bis 488 Bischofssitz. Die heutige St.-Laurentius-Basilika in Lorch wurde 1344 auf den Fundamenten der alten Kirche erbaut.

Um 900 wurde auf dem Georgenberg die Enisiburg, später das Schloss Ennsegg, als Schutzfestung gegen magyarische Invasionen erbaut. Die umliegende Siedlung blühte ab dem 12. Jahrhundert auf, als Ottokar II., Markgraf der Steiermark, hier einen Markt errichtete. 1186 wurde der Georgenberg-Pakt unterzeichnet, ein Erbvertrag zwischen Ottokar IV., Herzog der Steiermark, dem es an einem männlichen Erben mangelte, und dem Babenberger Herzog von Österreich, Leopold V. Nach dem Tod von Ottokar IV. Im Jahr 1192, seinem Herzogtum Steiermark - damals deutlich größer als der heutige Staat, der vom heutigen Slowenien bis nach Oberösterreich reicht - fiel an das Haus Babenberg. So wurde Enns österreichisch.

Als Leopold VI., Herzog von Österreich, Enns 1212 mit Stadtprivilegien ausstattete, gilt er heute (neben dem römischen Gemeindestatus) als älteste Stadt Österreichs. Das Wahrzeichen von Enns, der Glockenturm (Stadtturm) am Hauptplatz, wurde zwischen 1564 und 1568 unter Kaiser Maximilian II. Als Glockenturm, Wachturm und Uhrturm errichtet.

Population

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 37 Mitgliedern. Seit den Wahlen von 2003 war die Parteivertretung im Rat wie folgt:

21 Sozialdemokratische Partei Österreichs

12 Österreichische Volkspartei

3 Österreichische Grüne Partei

1 Freiheitspartei von Österreich

Derzeitiger Bürgermeister ist der Sozialdemokrat Franz Stefan Karlinger.

Population

Im Jahr 1991 hatte Enns laut Volkszählung 10.192 Einwohner. Bei der Volkszählung von 2001 stieg die Zahl auf 10.639.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Enns_%28town%29

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