Gallspach

Politischer Bezirk Grieskirchen, Oberösterreich, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Gallspach
Bevölkerung:
2 605

Über Gallspach

Gallspach ist eine Gemeinde und Kurort im Bezirk Grieskirchen im österreichischen Bundesland Oberösterreich. Zentrum der Gemeinde ist die Marktgemeinde Gallspach. Es umfasst auch die folgenden Dörfer: Enzendorf, Gferedt, Niederndorf, Schützendorf, Thall, Thongraben, Vornwald und Wies.

Nachbargemeinden

Population

Geschichte

In der Römerzeit gehörte das bewaldete Gebiet von Gallspach zum Gebiet der Colonia Aurelia Antoniana Ovilabis / (Wels), die im 4. Jahrhundert zur Hauptstadt der Provinz Noricum Ripensis wurde. Die Besiedlung begann wahrscheinlich erst im 10. Jahrhundert. Gallspach gehörte bis 1180 zum Herzogtum Bayern, danach zum Herzogtum Steiermark und seit 1254 zum Herzogtum Österreich. Infolge des Friedensvertrages von Schönbrunn 1809/10 geriet Gallspach unter französische Verwaltung und ging von 1810 bis 1816 ein Großteil der Gemeinde Gallspach an das Königreich Bayern über.

1343/44 wurde von Eberhard aus Wallsee eine eigene Pfarrei gegründet. 1439 erhielt Gallspach von König Albert II. Von Deutschland das wöchentliche Marktrecht, das 1442 von Kaiser Friedrich III. Bestätigt wurde. Im 16. Jahrhundert wurde Gallspach zum Zentrum des Protestantismus, der von der Familie Geymann (Geumann) (die Gallspacher Grundherren von 1354-1633) gefördert wurde. Im 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts siedelte sich dort eine große Anzahl von Webern und Kurzwarenhändlern an. Ab 1920 entwickelte sich Gallspach zu einem bekannten Luftkurort. Im September 1940 und zwei Wochen vor seinem Alleinflug nach Schottland im Jahr 1941 traf Rudolf Hess, der stellvertretende Führer der Nazis und spätere Kriegsverbrecher, dort mit Albrecht Haushofer zusammen, der ihn bei seiner gescheiterten Mission, den Frieden mit dem Vereinigten Königreich zu verhandeln, wahrscheinlich ermutigte. 1992 wurde auf dem Gelände des Zeileis Health & Thermal Centers eine erfolgreiche Bohrung für eine Thermalquelle durchgeführt.

Mit Gallspach verwandte Persönlichkeiten

Johann (Hans) Geumann (um 1455–1533), zweiter Hochmeister des Georgsritterordens mit Sitz in Millstatt / Kärnten.

Johann Georg Adam Reichsfreiherr von Hoheneck (1669–1754), Historiker und Genealoge.

Josef Starzengruber (1806–1877), Arzt, Gründer des Kurortes Bad Hall in Oberösterreich.

Matthias Friedwagner (1861–1940), Universitätsprofessor (Romanistik), 1900–1911 Universität Czernowitz (1910–11 Rektor), 1912–1928 Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Valentin Zeileis (1873–1939), Physiker, Gründer des elektrophysikalischen Instituts (Gesundheits- und Therapiezentrum) in Gallspach. Verheiratet mit Friederike Zeileis (geb. Mautner von Markhof)

Erwin Burgstaller (* 1962), Bildhauer.

Sehenswürdigkeiten

Wasserburg, erstmals erwähnt 1343, Gebäude aus dem 16. bis 18. Jahrhundert mit einem markanten Rundturm.

Römisch-katholische Pfarrkirche St. Katharina (bis 1638 St. Bartholomäus), erstmals erwähnt 1343, Epitaphien vom 14. bis 18. Jahrhundert; Das Kirchenschiff wurde 2005 neu gebaut.

Barocke Mariensäule aus dem Ende des 17. Jahrhunderts.

Weitere Lektüre

Wolfgang Perr: Gemeindechronik von Gallspach in 3 Bänden. Bad Ischl 2014. OÖ. Landesarchiv Linz. Online Volume 1 (seignory) auf Deutsch, Online Volume 2 (parish) auf Deutsch, Online Volume 3 (market town & vicinity) auf Deutsch

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Gallspach

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