Gaschurn

Politischer Bezirk Bludenz, Vorarlberg, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Gaschurn
Bevölkerung:
1 635

Über Gaschurn

Gaschurn ist eine Gemeinde im Bezirk Bludenz im österreichischen Bundesland Vorarlberg.

Geographie

Das Zentrum von Gaschurn liegt 979 m über dem Meeresspiegel. Es liegt im Montafon zwischen Gortipohl und Partenen (letzteres gehört zur Gemeinde Gaschurn). 12,7 Prozent der Gemeindefläche sind bewaldet und 51,7 Prozent sind Alpenland.

Die Gemeinde wird vom Fluss Ill durchquert, auf dessen rechter Seite das Verwallgebirge und auf der linken Seite das Silvretta-Gebirge liegt.

Population

Geschichte

Die romanischen Ortsnamen sind bereits in Urkunden des 15. Jahrhunderts (1423 "Gaschurra", 1499 "Parthenna"), einige Alpen sogar schon früher (zB 1089 "alpem in Signes" = Zeinisalpe) erwähnt. Vom wärmeren Klima im Mittelalter, aber auch bis ins 18. Jahrhundert profitierend, wurde die Hochalm Vermunt von Bauern aus Ardez und Guarda im Unterengadin (Viehtrieb über den Vermuntpass) genutzt.

Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg abwechselnd aus Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau). Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Gaschurn gehört seit der Staatsgründung 1861 zum österreichischen Bundesland Vorarlberg.

Mitte des 19. Jahrhunderts wird der Sommertourismus immer beliebter. 1885 wurde eine Gesellschaft zur Verschönerung der Stadt gegründet. Mehrere Alpenvereinshütten wurden eröffnet: 1885 Madlenerhaus, 1896 Wiesbadener Hütte, 1908 Tübinger Hütte, 1910 Saarbrücker Hütte, 1927 Heilbronner Hütte. Um 1910 begann der Straßenbau von Schruns nach Partenen.

Wappen

Das Wappen wurde 1966 nach einem Entwurf des Schrunser Künstlers und Heraldikers Konrad Honold geschaffen. Es zeigt neben den gekreuzten päpstlichen Schlüsseln ein Wasserrad und eine Hellebarde. Dies bezieht sich auf den Lokalmatador Lukas Tschofen, der mit allen möglichen Vorteilen verbunden war.

Kultur

Das Tourismusmuseum Gaschurn wurde 1992 in Gaschurn als erstes Tourismusmuseum in Österreich eröffnet.

Das 1986 fertiggestellte neue Gemeindezentrum des Ortes zeigt eine 300 Jahre alte traditionelle "Montafoner Stube" - die sogenannte Lukas Tschofen-Stube.

Die Pfarrkirche Gaschurn, eine neoromanische Kirche, wurde 1869 von dem in Partenen geborenen Bischof Franz Josef Rudigier eingeweiht. Die Altar- und Deckengemälde wurden von den Schrunser-Brüdern Franz und Jakob Bertle im spätnazarischen Stil angefertigt.

Kapelle Maria Schnee. Laut der Inschrift stammt der Bau der Kapelle aus dem Jahr 1637. Der Gründer und Erbauer ist Lukas Tschofen, eine legendäre und legendäre Figur des Montafoner Tals. Die Kapelle beherbergt ein Bild von Maria Hilf (Kopie eines Gnadenbildes von Lucas Cranach dem Älteren) und ist zu einem beliebten Marienwallfahrtsort geworden. Die Kapelle befindet sich auf einem kleinen Hügel im Zentrum des Dorfes.

Sport

Als größte Gemeinde Vorarlbergs verfügt Gaschurn-Partenen über ein großes Wanderwegenetz (insgesamt 266,8 km) und zahlreiche Mountainbike-Strecken (insgesamt 71,9 km). Von Partenen über Gaschurn nach St. Gallenkirch führt ein 12 km langer Rad-, Wander- und Winterwanderweg.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Gaschurn

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