Gemeindebezirk Hietzing

Wien Stadt, Wien, Österreich

Land:
Bundesland:
Kreis:
Gemeinde:
Gemeindebezirk Hietzing
Bevölkerung:
51 014

Über Gemeindebezirk Hietzing

Hietzing ist der 13. Wiener Gemeindebezirk (deutsch: 13. Bezirk, Hietzing). Es liegt westlich der zentralen Bezirke, westlich von Meidling. Hietzing ist ein dicht besiedeltes Stadtgebiet mit vielen Wohngebäuden, enthält aber neben Schloss Schönbrunn auch große Teile des Wienerwalds.

Geographie

Der dreizehnte Bezirk liegt am westlichen Ende der Stadt und grenzt an den Wienerwald. Liesing liegt im Süden, Meidling im Osten und Penzing, das bis 1954 zu Hietzing gehörte, und Rudolfsheim-Fünfhaus im Norden. Der größte Teil der nördlichen Grenze wird vom Fluss Wien gebildet.

Traditionell ist es in sechs Teile gegliedert: Hietzing (Nordosten), Unter Sankt Veit (Nordwesten), Ober Sankt Veit (Westen von Unter Sankt Veit), Hacking (Nordwesten von Ober Sankt Veit), Lainz (Geografisches Zentrum) und Speising (Süden) ).

Zu Hietzing gehören außerdem der Lainzer Tiergarten, ein großer Wildschweinpark im Wienerwald, das Schloss Schönbrunn und die umliegenden Parks.

Bezirkssektionen

Hietzing wurde aus den sechs ehemaligen Gemeinden Hietzing, Unter-St.-Veit, Ober-St.-Veit, Hacking, Lainz und Speising gebildet und gliedert sich nun in neun Katastralgemeinden. Sechs der Katastralgemeinden richten sich weitgehend nach den ehemaligen Gemeindegebieten. Rosenberg sowie sein eigenes Schönbrunn bilden Katastralgemeinden. Zur Katastralgemeinde kommt Auhof hinzu, der weite Teile des Landkreises und im Wesentlichen den Lainzer Tiergarten umfasst. Auch ein kleiner Teil der Katastralgemeinden Hütteldorf und Unterbaumgarten (14. Bezirk) liegen am Hietzinger Areal.

Eine Aufschlüsselung des Bezirksgebietes erfolgt auch in den Zensusbezirken der amtlichen Statistik, in denen die Zensuszahlen der Bezirksgemeinden zusammengefasst sind. Die elf Zensusbezirke von Hietzing sind: Schönbrunn, Hietzing, Auhofstraße, Ober-St.-Veit, Gemeindeberg-Jagdschloßgasse, Lainz, Maxing, Speising, Altersheim Lainz (heute: Geriatriezentrum Am Wienerwald), Lainzer Tiergarten und Friedensstadt. Trotz teilweiser Namensübereinstimmung stimmen die Grenzen der Zensusbezirke nicht mit denen von Katastralgemeinden überein.

Bodennutzung

Die erschlossene Fläche von Hietzing umfasst nur 21,5% (33,3% wienweit) der Fläche des Bezirks, wobei dies der zweitniedrigste Wert einer Gemeinde in Wien ist. Die Fläche selbst verteilt sich auf 78,7% bis 16,5% für Wohngebiete im Vergleich zur Gesamtfläche der Kultur-, Religions- oder Sportstätten (für öffentliche Zwecke). Diese relativ hohe Zahl wird mit einer für ein Wiener Township als sehr gering eingestuften Ackerfläche (4,3% der zu entwickelnden Fläche) verglichen.

Greenspace in Hietzing hat einen Anteil von 71,7%. Dies ist der höchste Wert in Wien, wo die größte Fläche des Lainzer Tiergartens enthalten ist. Nahezu 73,4% der Grünflächen entfallen auf Wälder, 15,5% mehr auf Wiesen, 6,3% auf Parks und 2,5% auf kleine Gärten. Landwirtschaftliche Flächen (1,5%) und Freizeitflächen (10,8%) machen nur einen geringen Anteil der Grünflächen aus.

Hietzinger Gewässer nehmen eine Fläche von 0,8% ein (Wienerwaldbäche im Lainzer Tiergarten). Der Anteil der Verkehrsflächen in der Bezirksregion ist mit 6,0% der niedrigste Wert in Wien.

Geschichte

Vom Dorf in den Wiener Vorort

Der Name "Hietzing" leitet sich von "Hiezo" oder "Hezzo" (Kurzform von "Heinrich") ab. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1130. Seit 1253 ist das Stift Klosterneuburg erschienen. Die ältesten Liegenschaften befanden sich im Bereich der Altgasse, nördlich davon (Richtung Wienflusskanal) waren Viehwiesen, einige Südfelder und ausgedehnte Weinberge. In der Nähe des Küniglbergs und rund um die Zone des heutigen Hietzinger Friedhofs befanden sich auch ein Steinbruch sowie Sand- und Kiesgruben, deren Material für den Bau des Schlosses Schönbrunn verwendet wurde.

Vor der ersten türkischen Belagerung (1529) war Hietzing ein aufstrebender Weinort. Nach der schweren Zerstörung erholte sich der Ort schnell. Mitte des 17. Jahrhunderts begann die Umwandlung der Weinberge in Ackerland. Die wachsende Beliebtheit des Wallfahrtsortes "Maria Hietzing" erforderte die Erweiterung der Seelsorge. Es wurden ein Chorhaus und ein Gemeindegasthof errichtet, in denen die Pilger übernachten konnten.

Die zweite türkische Belagerung (1683) verwüstete den Ort und die verbliebenen Weinberge. Der Ort war fast entvölkert, und die neue Besiedlung ging nur schleppend voran. Der Bau des Schlosses Schönbrunn, das an der Stelle der 1683 zerstörten Katterburg errichtet wurde, führte schließlich zum großen Aufschwung des ehemaligen Dorfes Hietzing. Die Nähe des kaiserlichen Hofes brachte eine starke Bautätigkeit mit sich, aber es mussten noch Quartiere für Aristokraten und Beamte geschaffen werden.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Hietzing

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