Gemeindebezirk Liesing

Wien Stadt, Wien, Österreich

Land:
Bundesland:
Kreis:
Gemeinde:
Gemeindebezirk Liesing
Bevölkerung:
94 801

Über Gemeindebezirk Liesing

Liesing ist der 23. Wiener Gemeindebezirk. Es ist am südwestlichen Rand von Wien, Österreich.

Es entstand nach dem österreichischen Anschluss an Deutschland, als Wien von 21 auf 26 Bezirke ausgeweitet wurde. Fünfzehn niederösterreichische Bezirke, insbesondere die alte Gerichtsbarkeit von Liesing, wurden in den 25. Bezirk eingegliedert.

Nach der alliierten Besetzung Wiens wurde dieses Gesetz nicht anerkannt und Liesing wurde ein Teil Niederösterreichs in der sowjetischen Besatzungszone. Ein Gesetz zur Änderung der Wiener Bezirke wurde 1946 von den Besatzungsbehörden abgelehnt. 1954 wurde der Einspruch zurückgenommen. Liesing war einer von nur zwei Bezirken, die in der neuen Organisation in Wien verblieben sind. Die Gebiete Breitenfurt bei Wien, Laab im Walde, Purkersdorf, Perchtoldsdorf, Vösendorf und Kaltenleutgeben kehrten nach Niederösterreich zurück. Seit 1954 besteht der 23. Bezirk aus folgenden ehemaligen Bezirken:

Atzgersdorf

Erlaa

Inzersdorf

Kalksburg

Geographie

Liesing liegt im Südwesten von Wien und grenzt an Niederösterreich sowie an die Bezirke Favoriten, Meidling und Hietzing. Der Bezirk liegt beiderseits des Liesingbaches und erstreckt sich vom Wienerwald bis in das Wiener Becken. Liesing ist mit 7,7% der Gesamtfläche der fünftgrößte Bezirk Wiens und ein Drittel der Naturflächen. Gebiete im Landkreis waren lange Zeit von Überschwemmungen bedroht.

Geologie

Liesing umfasst drei geologische Regionen, darunter Teile des Wienerwalds und des Wiener Beckens. Die steilen Hänge und kahlen Felsen des Kalksteinwienerwaldes erstrecken sich im Südwesten des Landkreises nach Norden bis zur Dorother Wald und im Osten bis zur Antonshöhe. Die Kreidezone in Liesing ist in zwei Abschnitte unterteilt. Die Anhöhe des Leopoldsdorfer Waldes besteht aus Hauptdolomit, einer Art Felsformation, die sich in Richtung Kalksburg bis zur Himmelwiese erstreckt. Nördlich der Dolomitzone befindet sich ein breites Band Kieselkalkkreide. In der Kreideregion befindet sich die Antonshöhe, auf der in der Spätsteinzeit Radiolarit für Feuersteinschneiden abgebaut wurde. Nördlich der Kaltenleutgebner Straße am Talrand befinden sich Steinbrüche, die Kreide, Mergel, Sandstein usw. für das Baugewerbe liefern. Im Norden liegen die sanften Hügel der Flyschzone (Sandstein-Wienerwald). Während der Bildung der Alpen wurden mehrere Schichten von Stein, Sandstein, Mergel und Kreidegel deformiert. Die Laab und Kahlenberg "Decke" sind Überreste eines Meeres, das sich in der Kreidezeit und im frühen Tertiär vom Alpenrand bis zu den Karpaten erstreckte. Im Endstadium der Bildung der Alpen während des Miozäns sank der Meeresboden, was zur Bildung des Wiener Beckens führte. Heute liegt dieses Gebiet hauptsächlich östlich des Waldrandes. Kies, Sand und Sandstein dominieren diesen Park des Landkreises. In Atzgersdorf wurde über Jahrhunderte der "Atzgersdorfer Kalkstein" abgebaut, aus dem Sarmatium hergestellt wurde. In der Region Liesing bildeten sich während des Miozäns und des Pliozäns Ablagerungen von Tegel.

Berge und Flüsse

Die höchsten Erhebungen befinden sich im westlichen Teil des Bezirks, der Eichkogel mit 428 Metern am südwestlichen Rand, der den höchsten Punkt des Bezirks markiert. Nördlich der Reichen Liesing sind der Wilde Berg und die Antonshöhe die höchsten Punkte. Im Osten werden die Hügel immer tiefer. Während Kroissberg (327 m), Kadoltsberg und Neuberg die letzten Gebiete des ehemals weitläufigen Weinbaugebiets darstellen, befindet sich die Wotrubakirche auf dem Sankt-Georgen-Berg dazwischen. Im Norden grenzt Liesing an den Rosenhügel (in Hietzing) und den Wienerberg (in Favoriten).

Der wichtigste Wasserlauf in Liesing war schon immer der Liesingbach. Die "Reiche Liesing" fließt von Westen her durch Kalksburg, wo sich Gütenbach anschließt, der einen Teil des Lainzer Tiergartens entwässert. Unterhalb von Kalksburg mündet der Kalksburger Graben in die U-Bahn Reiche Liesing, bevor er in die "Dürre Liesing" mündet, um die "Liesing" zu bilden. Die Kanalisation der Liesing wurde kürzlich teilweise in eine natürliche Form zurückversetzt. Im nördlichen Teil des Landkreises befinden sich entlang der Liesing die Teiche Alte Ziegelteiche, Figurenteich und Steinsee (die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind). Südlich von Siebenhirten liegt der Schellensee, der auch für die Öffentlichkeit gesperrt ist.

Bezirksteile

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Liesing

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