Gemeindebezirk Margareten

Wien Stadt, Wien, Österreich

Land:
Bundesland:
Kreis:
Gemeinde:
Gemeindebezirk Margareten
Bevölkerung:
53 101

Über Gemeindebezirk Margareten

Margareten ist der fünfte Wiener Gemeindebezirk (5. Bezirk, Margareten). Es liegt in der Nähe der Wiener Altstadt und wurde 1850 als Bezirk gegründet, die Grenzen änderten sich jedoch später. Margareten ist ein städtisches Wohngebiet mit über 25.000 Einwohnern pro km², einem der am dichtesten besiedelten Bezirke in Wien.

Beschreibung

Der Bezirk Margareten wurde aus sechs Vororten gebildet. Die ehemalige Stadt Margareten selbst entwickelte sich aus einem gleichnamigen Gut und wurde später zu einer Burg ausgebaut. Es wurde in beiden türkischen Belagerungen von Wien zerstört, aber jedes Mal wieder aufgebaut. In der Nähe lag Nikolsdorf, das zwischen 1555 und 1568 systematisch angelegt und nach dem Kloster St. Nikolai benannt wurde. Matzleinsdorf entstand 1130 und war Eigentum der Familie Babenberger. Der Name Laurenzergrund stammt aus einer Gegend in Matzleindorf mit der Laurenzer Rinne. Nach der Schließung des Klosters durch Kaiser Joseph II. Wurde es eine eigenständige Stadt.

Reinprechtsdorf war im Mittelalter ein verlassenes Dorf, aber der Name blieb als Wegpunkt erhalten. 1730 wurden in der Gegend erneut Wohnhäuser gebaut. In der Nähe wurde ein Jagdschloss gebaut, nach dem der Hundsturm benannt ist. Das Jagdschloss wurde später durch eine Festung ersetzt, die 1885 abgerissen wurde.

Diese sechs Gebiete wurden zusammen mit einigen anderen am 5. März 1850 in den vierten Landkreis Wieden eingemeindet. Nach einer langen Debatte über die unterschiedlichen sozialen Verhältnisse der Bevölkerung wurde 1861 der fünfte Bezirk abgetrennt. 1873 verlor der Bezirk sein südliches Gebiet an den weitaus größeren 10. Bezirk Favoriten. Seitdem ist der ehemals ländliche Bezirk ein dicht besiedeltes Stadtgebiet mit vielen Arbeitern und schließlich großen Wohnhäusern.

Geographie

Ort

Margareten liegt im Südwesten von Wien und wird im Norden vom Fluss Wien, im Westen und Süden vom Gürtelgürtel begrenzt. Die Wien ist auch die Grenze zum Bezirk Mariahilf, während der Gürtel die Grenze der Bezirke Favoriten und Meidling ist. Die östliche Bezirksgrenze mit Wieden verläuft im Gegensatz zu den anderen inneren Bezirken eher quer als längs. Damit folgt die Kreisgrenze den Straßen: Kettenbrückengasse, Margaretenstraße, Kleine Neugasse, Mittersteig, Ziegelofengasse, Blechturmgasse bis zum Gürtelgürtel. Margareten ist der einzige Bezirk innerhalb des Wiener Gürtels, der nicht innerhalb der innerstädtischen Grenzen liegt. Das Gemeindegebiet ist Teil der Katastralgemeinde Margareten, die ein Hektar des Territoriums des Nachbarbezirks Mariahilf besitzt. Der tiefste Punkt in Margareten ist fast 174 Meter im Wiental. Im Süden (am Wienerberg) steigt das Land leicht an. Margareten hat keine scharfen Höhen oder Berge: Der gesamte Höhenunterschied beträgt ungefähr 30 Meter.

Bodennutzung

Die bebaute Fläche von Margareten beträgt 63,8% (wienweit 33,32%), wobei rund 82% auf Wohngebiete entfallen. Die Verkehrsfläche nimmt mit 31,7% den zweithöchsten Anteil der Bezirksfläche ein (für den Wiener Stadtverkehr sind es nur 13,75%). Die Grünflächen bedecken nur 4,54% der Bezirksfläche (bei Wien: 48,26%), während 91,54% für Parks genutzt werden. Höfe, Einzelbäume, Baumgruppen und Grünpflanzen machen neben den rund 80 Dachgärten den prozentual größten Anteil an Grünflächen aus. Nur drei weitere Stadtteile (Neubau, Mariahilf und Josefstadt) weisen noch weniger Grünflächen auf als Margareten, das seit 2000 den Grünflächenanteil verdoppelt hat. Oberflächliche Gewässer, Wälder, kleine Gärten oder landwirtschaftliche Flächen fehlen in Margareten.

Flüsse und Quellen

Im Siebenbrunnengebiet von Oberreinprechtsdorf entspringen viele Quellen. 1562 erhielt der kaiserliche Hof schließlich eine eigene erste Wasserversorgung durch die Siebenbrunner Hofwasserleitung, die von Kaiser Ferdinand I. in Auftrag gegeben und gebaut wurde. Das Wasser wurde in sieben Brunnen gesammelt und durch gusseiserne Rohre zu einem Stausee unter dem Augustiner geleitet Bastion in Wien, von wo es in die Hofburg geleitet wurde. Durch den Margaretenbrunnen am Margaretenplatz erlaubte der Kaiser ab 1829 den Bürgern, die Hofwasserleitung zu benutzen. Heute werden die sieben Brunnen durch den Siebenbrunnen am Siebenbrunnenplatz gezeigt.

Geologie

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Margareten

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