Gemeindebezirk Mariahilf

Wien Stadt, Wien, Österreich

Land:
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Kreis:
Gemeinde:
Gemeindebezirk Mariahilf
Bevölkerung:
29 769

Über Gemeindebezirk Mariahilf

Mariahilf (deutsch: (hören)) ist der 6. Wiener Gemeindebezirk (deutsch: 6. Bezirk). Es liegt in der Nähe des Zentrums von Wien und wurde 1850 als Bezirk gegründet. Mariahilf ist ein dicht besiedeltes Stadtgebiet mit vielen Wohngebäuden.

Es hat eine Bevölkerung von 31.621 (Stand 01.01.2016) auf einer Fläche von 1,48 Quadratkilometern.

Ort

Mariahilf liegt südwestlich der Wiener Innenstadt (1. Bezirk). Die Mariahilfer Straße, Wiens wichtigste Einkaufsstraße, grenzt im Norden an Neubau, im Süden an das Wiener Flusstal, im Westen an den Gürtel.

Es besteht aus den fünf Stadtteilen (historische Vorstädte): Mariahilf, Gumpendorf, Windmühle, Magdalenengrund und Laimgrube.

Geschichte

Die ersten Siedlungen rund um die Römerstraßen der Region entstanden um das Jahr 1000. 1428 wird der Name Im Schöff erstmals erwähnt, doch dieser Name ging verloren, als die Kopie eines Sakralgemäldes aus Passau in einer Kapelle der Stadt Passau installiert wurde Friedhof, der als Mariahilf ("Marys Hilfe") bekannt wurde.

Eine intensivere Besiedlung begann erst nach der zweiten türkischen Belagerung von Wien im Jahr 1683. Das Gebiet war von einiger Bedeutung, da die Straße zum Schloss Schönbrunn durch dieses führte.

Gumpendorf wurde 1130 erstmals erwähnt und entwickelte sich aus einem römischen Wachturm. Es unterlag verschiedenen Feudalherren und wurde 1798 an die Stadt Wien verkauft.

Der Magdalenengrund hieß ursprünglich Im Saugraben an der Wien auf der Gstätten und bestand nur aus Weinbergen. 1698 wurden einige Grundstücke zum Bau freigegeben.

Die Laimgrube ist wahrscheinlich der älteste Teil von Mariahilf. Es wurde 1291 zum ersten Mal erwähnt, existiert aber bereits seit dem 11. Jahrhundert. Sein Name leitet sich vom Lehmboden ab, aus dem Ziegel hergestellt wurden.

Die Windmühle entstand aus einem feudalen Besitz, der von verschiedenen Mönchsorden genutzt wurde. Im Jahr 1529 wurde es während der ersten türkischen Belagerung zerstört. Kaiser Ferdinand I. ließ das Eigentum an Johann Francolin übertragen, unter der Bedingung, dass er dort Windmühlen bauen sollte. Er ließ jedoch nur eine Mühle bauen.

Am 6. März 1850 wurden die fünf Vorstädte Gumpendorf, Mariahilf, Windmühle, Magdalenengrund und Laimgrube als Fünfter Bezirk, Mariahilf, Teil Wiens. Als Wieden 1861 in zwei Bezirke aufgeteilt wurde, wurde es der 6. Bezirk. 1862 wurden einige Gebiete nördlich der Mariahilfer Straße an den 7. Bezirk (Neubau) abgetreten.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Mariahilf zu einem wichtigen Geschäftsviertel Wiens. Die Mariahilfer Straße war eine bedeutende Einkaufsstraße. Die großen Kaufhäuser befanden sich jedoch jenseits der Bezirksgrenze im 7. Bezirk. Das Mariahilfer Gebiet beeinflusste die Straßen vor allem für kleine und mittlere Unternehmen.

Das Dampfkraftwerk Kaunitzgasse war zwischen 1890 und 1907 eines der ersten Elektrizitätswerke in Wien. Nach dem Erwerb des ursprünglich privat betriebenen Kraftwerks durch die Stadt Wien wurde es stillgelegt und zu einem Umspannwerk umgebaut.

"Erinnern für die Zukunft" ist ein Gedenkprojekt für die vielen Bewohner des Stadtteils Mariahilf, die in den Jahren 1938-1945 von der NS-Diktatur ermordet wurden.

Mariahilf ist die Heimat vieler schwuler und lesbischer Einwohner Wiens und umfasst neben dem Gemeindezentrum Rosa Lila Villa eine beträchtliche Anzahl von Bars, Clubs, Restaurants und Geschäften, die die Gemeinde beliefern.

In den 90er Jahren kam es zu zwei geringfügigen Änderungen an den Bezirksgrenzen: 1995 im Grenzgebiet zum 15. Bezirk und 1996 auf dem Europaplatz vor dem Westbahnhof, wo der 6., 7. und 7. Bezirk lagen 15. Bezirk treffen. Beide Grenzänderungen betrafen hauptsächlich die Verkehrsstrukturen. Die Bezirkszugehörigkeit der Wohngebiete hat sich nicht geändert.

Population

Bevölkerungsentwicklung

Der Bezirk Mariahilf war bereits nach seiner Gründung im Jahr 1850 sehr dicht besiedelt. Im Jahr 1869 hatte der Landkreis 67.642 Einwohner, eine Zahl, die nie übertroffen wurde. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs ging die Bevölkerung nur geringfügig zurück und blieb weitgehend stabil. Nach Beginn des Ersten Weltkriegs nahm die Bevölkerung fast kontinuierlich ab. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Wohnraum, verbunden mit Wohnungszusammenschlüssen, ist die Bevölkerung von Mariahilf. Seit der letzten Volkszählung im Jahr 2001 hatte sich die Bevölkerung bis 2006 weitgehend stabilisiert und stieg leicht auf 29.523 Personen.

Bevölkerungsstruktur

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Mariahilf

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