Gemeindebezirk Meidling

Wien Stadt, Wien, Österreich

Land:
Bundesland:
Kreis:
Gemeinde:
Gemeindebezirk Meidling
Bevölkerung:
89 172

Über Gemeindebezirk Meidling

Meidling (deutsche Aussprache: (anhören)) ist der 12. Wiener Gemeindebezirk (deutsch: 12. Bezirk, Meidling). Es liegt südwestlich der zentralen Bezirke, südlich des Wienflusses, westlich des Gürtelgürtels und östlich und südöstlich des Schlosses Schönbrunn. Meidling ist ein dicht besiedeltes Stadtgebiet mit vielen Wohngebäuden, aber auch großen Erholungsgebieten und Parks.

Im Sport wird er vom FC Dynamo Meidling vertreten. Der frühere österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz ist in Meidling aufgewachsen und hat dort seinen privaten Wohnsitz.

Geographie

Ort

Der 12. Bezirk liegt im Südwesten von Wien, etwa 5 bis 10 km von der Inneren Stadt entfernt. Es erstreckt sich vom Wiental südlich der Wien in der Region zwischen dem Wienerberg im 10. Bezirk und dem Grünen Berg auf Schloss Schönbrunn im 13. Bezirk.

Bezirksteile

Der ehemalige Vorort, nach dem das "Meidlinger L" des Südwiener Dialekts benannt ist, besteht aus zwei Teilen:

eine stark ausgebaute Arbeiterabteilung, näher an der Innenstadt (Obermeidling, Untermeidling und Gaudenzdorf);

und ein loses Verbindungsgebiet (und Altmannsdorf Hetzendorf) im Südwesten. Letzteres ist ein gemischtes Industrie- und Wohngebiet im Tal der Liesing, in dem sich die Verbundstruktur des 23. Bezirks fortsetzt. Dazwischen liegen die Ausläufer des Berges mit seinen geologisch jungen Wiener Strandterrassen und Ziegelgruben.

Neben den Katastralgemeinden Altmannsdorf, Gaudenzdorf, Hetzendorf und Meidling (Obermeidling und Untermeidling) gibt es im Landkreis Meidlinger auch kleine Gebiete der Katastralgemeinden Atzgersdorf, Inzersdorf und Inzersdorf City.

Eine Aufschlüsselung des Landkreises erfolgt auch in der amtlichen Statistik der Zählbezirken, in der sich die Gemeinde Zählsprengel zusammensetzt. Die elf Zensusbezirke in Meidling sind: Gaudenzdorf, Fuchsenfeld, Meidlinger Friedhof, Wilhelmsdorf, Meidlinger Hauptstraße, Tivoligasse, Gatterhölzl, Oswaldgasse, Am Schöpfwerk, Altmannsdorf und Hetzendorf. Trotz teilweiser Namensähnlichkeit stimmen die Grenzen der Zensusbezirke nicht mit denen der jeweiligen Katastralgemeinde überein.

Bodennutzung

Die erschlossene Fläche von Meidling umfasst 54,3% (33,3% wienweit) der Fläche des Landkreises. Die Fläche selbst verteilt sich auf 69,0% bis 9,7% für Wohngebiete im Vergleich zur Gesamtfläche der Kultur-, Religions- oder Sportstätten (für öffentliche Zwecke). Diese relativ hohe Zahl wird mit einer für ein Wiener Township als sehr gering eingestuften Ackerfläche (4,3% der zu entwickelnden Fläche) verglichen.

Greenspace in Hietzing hat einen Anteil von 18,2%.

Der Anteil der Verkehrsflächen in der Bezirksregion ist mit 27,5% typisch für die Wiener Innenstadt.

Geschichte

Der Wiener Bezirk Meidling wurde 1892 gegründet. Er besteht aus fünf ehemaligen Dörfern: Obermeidling, Untermeidling, Gaudenzdorf, Hetzendorf und Altmannsdorf. Obermeidling und Untermeidling waren ein Dorf namens Meidling, bis sie 1806 geteilt wurden. Altmannsdorf hat immer noch seinen ländlichen Charakter.

Der Ort Altmannsdorf wurde 1314 erstmals erwähnt und hatte lange Zeit ländlichen Charakter. 1190 wurde Hetzendorf erstmals urkundlich erwähnt, woraufhin Henricus von Hetzendorf es als feudales Dorf empfing. Später gelangte es in den Besitz des Klosterneuburger Klosters und des Deutschen Ritterordens. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich das Gelände zu einer Wohnkolonie.

Die Siedlung bei Meidling war seit dem Jahr 1104 unter dem Namen "Mürlingen" urkundlich erwähnt. Ursprünglich gehörte das Gebiet zu einem großen Teil zur Abtei Klosterneuburg. Im Mittelalter wurden in Meidling hauptsächlich Bauernhöfe und Weinberge betrieben.

1755 wurde eine schwefelhaltige Quelle entdeckt, woraufhin das Gebiet und Theresienbad zu einem beliebten Ausflugsziel der Wiener wurden. Ende des 18. Jahrhunderts etablierte sich immer mehr Industrie und veränderte den Charakter des Ortes grundlegend. Dies führte 1806 zur Aufteilung der ohnehin schon großen Gemeinde in Obermeidling (oben) und Untermeidling (unten). In Untermeidling entstand auf dem ehemaligen Ziegelwerkgelände eine eigene Siedlung, die 1846 unter dem Namen Wilhelmsdorf abgetrennt wurde. 1819 war der Vorort Gaudenzdorf entlang des heutigen Wiener Gürtels entstanden, in dem sich aufgrund der Situation in Wien zahlreiche Färber, Gerber und Wascher niederließen.

Am 1. Januar 1892 wurden alle diese Gemeinden zum 12. Wiener Gemeindebezirk Meidling zusammengeschlossen. In der Folge wurde es ein typisches Arbeiterviertel. Im Bereich des Wiener Gürtels entstanden in den 1920er Jahren viele Gemeindegebäude. Die Zonen Hetzendorf und Altmannsdorf blieben zwar ländlich geprägt, aber auch nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden dort erweiterte Wohnanlagen.

Population

Bevölkerungsentwicklung

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Meidling

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