Gemeindebezirk Ottakring

Wien Stadt, Wien, Österreich

Land:
Bundesland:
Kreis:
Gemeinde:
Gemeindebezirk Ottakring
Bevölkerung:
96 377

Über Gemeindebezirk Ottakring

Ottakring (deutsche Aussprache: (hören)) ist der 16. Bezirk in der Stadt Wien, Österreich (deutsch: 16. Bezirk, Ottakring). Es liegt westlich der zentralen Bezirke, nördlich von Penzing und südlich von Hernals. Ottakring hat einige dicht besiedelte städtische Gebiete mit vielen Wohngebäuden. Es entstand 1892 aus den kreisfreien Dörfern Ottakring und Neulerchenfeld.

Geographie

Der Bezirk Ottakring liegt im Westen Wiens zwischen dem Gürtel und den Hügeln des Wienerwaldes. Der Bezirk Hernals grenzt im Norden an Josefstadt und Neubau im Osten und Rudolfsheim-Fünfhaus und Penzing im Süden. Die höchsten Punkte des Landkreises sind der Gallitzinberg (449 m), auch Wilheminenberg genannt, da sich an seinem Hang ein Schloss Wilheminenberg befindet.

Die Gebäude unterscheiden sich erheblich im Stil. Die Arbeiterklasse ließ sich in den Industrien und Fabriken in der Nähe des Gürtels nieder, was zu einem dichten Schachbrettmuster von Wohnhäusern führte. Etwas weiter oben befindet sich eine Ansammlung von Villen rund um den Friedhof von Ottakring, umgeben von einer Vielzahl von Laubbäumen.

Der Bezirk besteht zu 36,7% aus Grünflächen (davon 22% Wald), zu 45,4% aus Gebäuden und zu 17,9% aus Verkehrsmitteln. Die Thaliastraße ist die belebteste und wirtschaftlich bedeutendste Straße im Stadtteil. Insgesamt werden 1,23% der Landfläche landwirtschaftlich genutzt. Die einst bedeutenden Weinberge sind größtenteils verschwunden. Gärten finden sich vor allem rund um Schloss Wilhelminenberg und in Richtung der Grenze zu Penzing.

Geschichte

Das Dorf Ottakring

Der ursprüngliche Ottakring wurde vor rund 1.000 Jahren von bayerischen Siedlern gegründet, die am Stadthang des Gallitzinbergs eine kleine Waldfläche gerodet haben. (Das genaue Datum ist nicht bekannt, da wie bei den meisten anderen Orten in der Region kein Dokument erhalten ist.) Es befand sich an der Stelle, an der sich heute der Ottakring-Friedhof befindet, und spreizte einen Bach (den Ottakringer-Bach), der inzwischen vollständig verschwunden ist. Teil der Wiener Entwässerungssysteme. Ursprünglich floss der Ottakringer Bach durch die heutigen Straßen Ottakringer Straße, Abelegasse und Thaliastraße; durch die Lerchenfelderstraße und den Minoritenplatz; und in den Donaukanal, einen Arm der Donau. Die "älteste Ottakring" -Siedlung wurde 1683 während der Schlacht um Wien vollständig zerstört. Das Dorf wurde weiter flussabwärts am Ottakringer Bach, näher an Wien, wieder aufgebaut. Dieser Kern, von dem Teile bis in die 1980er Jahre erhalten blieben, wurde im 19. und 20. Jahrhundert als Alt-Ottakring bekannt.

Annexion durch Wien

1888 erklärte Kaiser Franz Joseph I., er wolle Wien mit den umliegenden Dörfern verbinden. Die niederösterreichische Regierung verabschiedete 1890 ein Gesetz, die Eingemeindung der Vororten zu Wien. Am 1. Januar 1892 trat der Beschluss in Kraft. Trotz anfänglichem Widerstand wurden die unabhängigen Dörfer Ottakring und Neulerchenfeld zum 16. Wiener Gemeindebezirk mit 106.861 Einwohnern verschmolzen.

Nach der Annexion erfuhr das Gebiet ein schnelles Wachstum. Bis 1910 lebten 177.687 Menschen in Ottakring. Obwohl die Zahl der Beschäftigungsmöglichkeiten begrenzt war, war die Zahl der Arbeitnehmer äußerst hoch. Dies ermutigte die Industrie, in die Region zu ziehen.

Die Weltkriege und ihre Folgen

Nach dem Ersten Weltkrieg boomte der Wohnungsbau. Zwischen 1922 und 1934 wurden 28 Gemeindebauanlagen mit mehr als 4.517 Wohnungen errichtet. Darunter befanden sich 1.587 Wohnungen des Sandleitenhofs, der bislang größten Wohnanlage in Wien. Der wirtschaftliche Zusammenbruch in den 1930er Jahren brachte dem Distrikt große Probleme mit einer auf über 50% gestiegenen Arbeitslosigkeit. Der kurze österreichische Bürgerkrieg von 1934 brachte große Instabilität und Kämpfe in die Region. Der örtliche Aufstand überwältigte die Armee der ursprünglichen sozialdemokratischen Partei, und die Wohngebäude blieben größtenteils unversehrt. Es kam jedoch zu heftigen Kämpfen um die Arbeiterwohnungen in der Kreitnergasse.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Luftverteidigung von Wien und einigen südöstlichen Teilen des Gebiets des Dritten Reiches vom Gaugefechtsstand Wien am Gallitzinberg aus koordiniert.

Nach dem Krieg gehörte Ottakring zur französisch besetzten Zone von Wien (die in Viertel aufgeteilt und unter den Alliierten aufgeteilt war). Die Bemühungen, das Gebiet wieder aufzubauen, gingen zunächst schleppend voran und schließlich wurden sogar die ältesten Teile des Bezirks endgültig renoviert. Die Franzosen ersetzten die Negerdörfel-Kaserne und setzten den Bau fort.

Jüngster Zeit

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Ottakring

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