Gemeindebezirk Simmering

Wien Stadt, Wien, Österreich

Land:
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Gemeinde:
Gemeindebezirk Simmering
Bevölkerung:
91 606

Über Gemeindebezirk Simmering

Simmering (deutsche Aussprache: (anhören)) ist der 11. Bezirk von Wien, Österreich (deutsch: 11. Bezirk, Simmering). Es grenzt an die Donau und wurde 1892 als Bezirk gegründet. In Simmering gibt es mehrere Kirchen, einige Museen, Schulen, alte Schlösser und vier Friedhöfe. Einer davon ist der Wiener Zentralfriedhof, einer der größten Friedhöfe Europas.

Geschichte

Die ersten Hinweise auf die Siedlung Simmering stammen aus dem Jahr 1028. Eine Brauerei wurde 1605 erbaut und brachte dem Gebiet seit mehr als 300 Jahren weiterhin Einnahmen ein. Simmering blieb klein bis 1860, als die Rinnböckhäuser-Siedlung gebaut wurde, die zu der Zeit die zweitgrößte in Wien war und zu einem raschen Wachstum in der Region führte.

Kaiserebersdorf (früher bekannt als Ebersdorf) war eines der ursprünglichen Dörfer des Landkreises und besaß die Residenz der Ebendorfer Dynastie. Kaiser Maximilian II. Jagte häufig in der Gegend und baute die Residenz zum Jagdschloss Schloss Neugebäude um.

Am 1. Januar 1892 wurden Simmering, Kaiserebersdorf und einige sehr kleine Teile von Kledering, Schwechat und Albern als 11. Bezirk in Wien eingemeindet.

Die ersten Hinweise auf die Kleinstadt Albern stammen aus dem Jahr 1162. Die Stadt war im Laufe ihrer Geschichte klein. Wegen Überschwemmungen von der Donau musste es zweimal verlegt und neu angesiedelt werden. Am 15. Oktober 1938 wurde die Stadt in den ehemaligen 23. Bezirk von Schwechat verlegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es in den 2. Bezirk Leopoldstadt verlegt, damit seine Raffinerien zum sowjetisch besetzten Stadtteil Wien gehörten. 1955 wurde es im österreichischen Staatsvertrag Teil von Simmering.

Wappen

Das Wappen des 11. Bezirks besteht aus drei Teilen, die jeweils eines der ehemaligen Dörfer darstellen, die zum Bezirk zusammengefasst wurden. Das silberne "S" auf blauem Grund steht für das ehemalige Dorf Simmering. Das golden hinterlegte Aufzucht-Einhorn steht für Kaiserebersdorf und stammt aus dem Wappen des Herrn von Hintperg-Ebersdorf, der die Siedlung gründete. Der dritte Teil zeigt das Wahrzeichen des ehemaligen Dorfes Albern. Die gekreuzten Fische auf rotem Grund erinnern an die für die Alberner wichtige Fischertradition.

Geographie

Der Bezirk liegt im südlichen Teil von Wien. Es grenzt im Osten an Donau und Donaukanal und im Westen an die Ostbahn. Von allen Stadtteilen ist Simmering der höchstgelegene Stadtteil.

Transport

Simmering war schon immer auf wichtigen Verkehrswegen nach Süden und Osten. Dazu gehören die folgenden:

Simmering wurde vom Wiener Neustädter Kanal durchquert, der rund um Simmering nicht mehr genutzt wurde.

Durch Simmering verlaufen viele Eisenbahnlinien, wie die Ostbahn, die Aspanger Eisenbahn und viele Industrielinien.

In Albern befindet sich ein Hafen für Getreide an der Donau.

Die Hauptstraße in Simmering geht auf eine Römerstraße zurück.

Die Autobahn A4 zum Flughafen Wien und weiter nach Ungarn beginnt in Simmering.

Politik

Simmering war bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Hochburg der Sozialdemokraten. Bei der Bezirksabstimmung von 1919 gewannen die Sozialdemokraten 21 Positionen in der Bezirksregierung, wobei die Christlich-Soziale Partei mit nur 7 Sitzen die zweitgrößte und die Tschechische Liste mit 2 Sitzen die zweitgrößte Stimme erhielt.

Die Sozialdemokraten von Simmering und dem Rest des sogenannten "Roten Wien" drängten darauf, in ganz Wien Wohnsiedlungen zu errichten, und 1934 wurden in Simmering 19 Gemeindebauten errichtet.

Der Aufstieg des Nationalsozialismus in Wien wurde bei der Wahl von Simmering kaum anerkannt, da die Partei 1932 nur 7,2% der Stimmen erhielt, was das schlechteste Ergebnis in der ganzen Stadt war. Auch nach 1945 dominierte die SPÖ die Stimmen. Mitte der 1990er Jahre fiel die SPÖ von 59% auf 48% der Stimmen und verlor ihre Mehrheit, wobei die FPÖ 31% der Stimmen erhielt. Der Trend kehrte sich 2001 um und die SPÖ erhielt 59,22% der Stimmen zurück, die FPÖ 21,37%, die ÖVP 9,82%, die Grünen 6,77% und das Liberale Forum nur knapp 2,02% Die Wahl. Im Jahr 2005 verbesserte die SPÖ ihr Ergebnis leicht auf 60,7%, bevor sie bei den folgenden Wahlen im Jahr 2010 mit einem Verlust von 11% die absolute Mehrheit verlor und mit 49,2% der Stimmen abschloss. Die ÖVP und die Grünen verloren ebenfalls Wähler, während die FPÖ ihren Stimmenanteil auf 34,2% fast verdoppelte. Im Jahr 2015 verlor die SPÖ die relative Mehrheit an die FPÖ. Simmering ist der erste Wiener Bezirk mit einem FPÖ-Bezirksleiter.

Infrastruktur

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Simmering_%28Vienna%29

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