Gemeindebezirk Währing

Wien Stadt, Wien, Österreich

Land:
Bundesland:
Kreis:
Gemeinde:
Gemeindebezirk Währing
Bevölkerung:
48 147

Über Gemeindebezirk Währing

Währing ist der 18. Wiener Gemeindebezirk und liegt im Nordwesten Wiens am Rande des Wienerwalds. Es entstand 1892 aus der Vereinigung der älteren Vororte Währing, Weinhaus, Gersthof, Pötzleinsdorf, Neustift am Walde und Salmannsdorf. 1938 wurden Neustift am Walde und Salmannsdorf dem benachbarten 19. Bezirk (Döbling) angegliedert. Aufgrund mehrerer wohlhabender Stadtteile (z. B. Cottageviertel) ist Währing heute neben Döbling und Hietzing als eines der gehobenen Bezirke Wiens bekannt.

Geographie

Ort

Währing umfasst 6,28 km2 im Nordwesten Wiens an den Hängen des Wienerwalds zwischen Gürtel und Höhenstraße. Der Bezirk steigt von den steilen Ufern des (jetzt kanalisierten und umschlossenen) Währinger Baches auf beiden Seiten an. Es grenzt im Norden an den 19. Bezirk (Döbling), im Osten an den 9. Bezirk (Alsergrund) und im Süden und Westen an den 17. Bezirk (Hernals).

Geologie

Währing liegt zwischen zwei Kämmen im Norden und Süden. Die Hügel von Schafsberg und Michaelerberg gehören zum Wienerwald und bilden einen Teil der Grenze des Wiener Beckens. Die Hügel in Währing bestehen aus vielschichtigem Sandstein, der sich mit Lehm abwechselt, mit Ausnahme der Hochebenen von Pötzleinsdorf und Türkenschanze, die aus Sand bestehen. Im unteren Teil des Landkreises findet man Ablagerungen des Steintegels; In höheren Lagen meist harter Sand, Felsen und Felsbrocken. Auf der Straße wurde beim Bau eines Kanals Schafberggasse-Kalkstein freigelegt: Aufgrund der ehemaligen Lage des Tethys-Ozeans sind unter dem Stadtteil verschiedene Überreste von Meereslebewesen zu finden. Zahlreiche Sandsteinbrüche in der Umgebung lieferten jahrhundertelang Baumaterial.

Hügel

Währing ist zwischen zwei langgestreckten Graten eingeschlossen, die sich von Nordwesten nach Süden erstrecken und das Tal des Währinger Baches bilden. Das Schafbergmassiv liegt im Süden und erstreckt sich vom weitgehend waldbedeckten Schafberg (390 m) über den Kleinen Schafberg (305 m), Mitterberg und Ganserlberg bis zum Gürtel. Im Norden wird der Bezirk von Ausläufern des Michaelerbergs (387 m) begrenzt, der an der westlichen Grenze zum 17. Bezirk liegt und fast vollständig bewaldet ist. Seine Ausläufer erstrecken sich durch die Pötzleinsdorfer Höhe und die Windmühlhöhe nach Südosten bis zum Hochplateau der Türkenschanze. Die Ladenburghöhe, die im Süden an den Pötzleinsdorfer Schlosspark grenzt, liegt zwischen den beiden Kämmen und verläuft parallel und nordöstlich des Schafbergs.

Wasserläufe

Im 19. Jahrhundert war der Landkreis noch vom Währinger Bach geprägt, der im Pötzleinsdorfer Schlosspark entspringt. Ursprünglich befand sich dieser Bach in einem tiefen Tal entlang der Straßen Pötzleinsdorfer Straße, Gersthofer Straße, Gentzgasse und Währinger Straße und mündete im 9. Bezirk in die Als. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war es vollständig in einen Abfluss umgewandelt worden. Der letzte offen fließende Teil des Flusssystems ist ein Abschnitt des Dürwaring-Flusses in der Nähe von Schafbergbad südlich der Ladenburghöhe.

Nachbarschaften

Der Landkreis wurde 1892 aus sechs zuvor eigenständigen Außenbezirken gebildet, von denen 1938 Salmannsdorf und Neustift am Walde an den benachbarten 19. Bezirk angegliedert wurden. Gersthof und Pötzleinsdorf.

Eine alternative Unterteilung des Bezirks ergibt sich aus den für die amtliche Statistik verwendeten Zensusgebieten. Für Währing sind dies Währinger Hütte, Gentzgasse, Kreuzgasse, Gersthof und Pötzleinsdorf (wobei Gersthof und Pötzleinsdorf auf dieser Liste unterschiedliche Grenzen zu ihren jeweiligen historischen Vororten haben).

Bodennutzung

Währing umfasst 53,6% der bebauten Gebiete (gegenüber 33,2% in Wien), wovon 92,83% Wohngebiete sind. Grünflächen nehmen 30,2% des Bezirks ein: Waldflächen 14,4%, Parkflächen 7,9%, Wiesen 3,0%, Kleingärten 2,9%, Sportplätze 1,3% und Landwirtschaft (Weinberge) 0,6%. An dritter Stelle folgen Verkehrsflächen, die 16,2% der gesamten Landfläche ausmachen.

Geschichte

Toponymie

Die erste Erwähnung von Währing erfolgt in Urkunden aus der Zeit um 1170 als Warich. Der Name könnte plausibel von slawischen (var für eine warme Quelle) oder germanischen (werich für ein Stück Land, das ein Bauer für einen Tag arbeiten kann) Ursprüngen stammen. Es könnte auch aus Werigandus stammen, dem ersten Abt der Abtei Michaelbeuern. Der Name könnte auch auf slawische Landerwerbungen zurückgehen: Döbling von Toplica, warmer Strom, und Währing von Varica, dunkler Strom.

Population

Bei der Volkszählung 2008 betrug die Bevölkerungszahl in Währing 47.861 nach 87.658 im Jahr 1910. Das Durchschnittsalter liegt leicht über dem von Wien insgesamt. Im Jahr 2001 betrug der Anteil der über 60-Jährigen in Währing etwa 25% gegenüber 22,2% in der gesamten Stadt.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4hring

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