Gloggnitz

Politischer Bezirk Neunkirchen, Niederösterreich, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Gloggnitz
Bevölkerung:
5 981

Über Gloggnitz

Gloggnitz ist eine Bergstadt im niederösterreichischen Bezirk Neunkirchen.

Gloggnitz liegt im südwestlichen Teil des Wiener Beckens in Niederösterreich. Es ist umgeben von den höchsten Bergen Niederösterreichs, dem Rax (2007 m) und dem Schneeberg (2076 m). Die Stadt ist auch ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt: Gloggnitz liegt an der Südbahn (der wichtigen Eisenbahnstrecke zwischen Wien und Triest in Italien) und der Autobahn S6.

Gloggnitz ist bekannt dafür, zwei der bedeutendsten Bundespräsidenten Österreichs hervorzubringen. Bundespräsident Dr. Michael Hainisch (1858 - 1940) und der Staatskanzler und spätere Bundespräsident Dr. Karl Renner (1870 - 1950) waren beide Gloggnitzer. Dr. Karl Renner verbrachte 42 Jahre seines Lebens in Gloggnitz (bis zu seinem Tod 1950). Anlässlich seines 100. Geburtstags wurde auf dem Dr. Karl Renner Platz ein Denkmal errichtet. Ein Museum in seiner ehemaligen Residenz erinnert ebenfalls an das Leben des hoch angesehenen ehemaligen Gloggnitzer.

Sehenswürdigkeiten und Denkmäler

Gloggnitz Provostry

Gloggnitz Provostry ist ein ehemaliges mittelalterliches (gotisches) katholisches Kloster und ein später säkularisierter (barocker) Gebäudekomplex, einschließlich der alten katholischen Pfarrkirche von Gloggnitz. Es war auch die Heimat der überregional renommierten Ausstellung "Niederösterreichische Landesausstellung 1992".

Christus die Königskirche

Dies ist die neue katholische Pfarrkirche, die vom weltberühmten österreichischen Architekten Prof. Clemens Holzmeister entworfen wurde. Es wurde 1962 fertiggestellt.

St.-Othmar-Kapelle

Dies ist eines der ältesten Gebäude in Gloggnitz. Das geschätzte Aufbaudatum liegt zwischen 1001 und 1102 n. Chr. Dieses Datum hängt von verschiedenen historischen Schätzungen ab. Es liegt im Stadtzentrum (Hauptplatz).

Das Aue Herrenhaus

Das Herrenhaus ist ein barockes Herrenhaus und der Geburtsort von Dr. Michael Hainisch, dem ersten Bundespräsidenten der Ersten Republik Österreich. Leider ist das Gebäude jetzt in Trümmern.

Schloss Stuppach

Schloss Stuppach ist der Ort, an dem möglicherweise eine Kammermusikversion von Mozarts Requiem von einem Ensemble unter der Leitung von Graf Franz von Walsegg-Stuppach, dem Sponsor des heute weltberühmten Requiem, uraufgeführt wurde. Der Palast wurde 1996 restauriert.

Das Renner Museum

Dies war das ehemalige Wohnhaus von Karl Renner, dem ersten Bundespräsidenten der Zweiten Republik Österreich.

Wirtschaft und Industrie

In den letzten 30 Jahren hat sich in allen Wirtschaftszweigen der Gloggnitzer Wirtschaft ein tiefgreifender Wandel vollzogen. In dieser Zeit entwickelte sich Gloggnitz von einem örtlichen Handelszentrum und Eisenbahnknotenpunkt zu einer wirtschaftlich aktiven Stadt. Heute kann Gloggnitz auf mehrere international tätige Unternehmen mit Hunderten von Mitarbeitern stolz sein.

Geschichte

Der Ortsname "Gloggnitz" leitet sich vom slawischen Wort "Klokati" ab, was "Blase" oder "Murmeln" bedeutet, und wurde erstmals 1094 erwähnt. "Clocniza" oder "Glocniza" bedeutet "Murmelnder Fluss".

Mönche aus dem bayerischen Kloster Formbach errichteten eine Einsiedelei in der Nähe der Schwarza. Dies führte zur Gründung einer Provosterie für Gloggnitz. Im 15. Jahrhundert waren die Mönche und Anwohner aktive Bauern, Handwerker und Winzer. Spätere Klimaveränderungen machten die Bedingungen für die Weinherstellung ungünstiger und in der Folge unrentabel.

Über 900 Jahre (bis ins 19. Jahrhundert) war das wirtschaftliche und soziale Leben von Gloggnitz und seiner Umgebung stark von den klösterlichen Gutsherren geprägt und geprägt. Die günstige Lage der Stadt an der strategischen Ausfallstraße von Niederösterreich nach Italien begünstigte die Kolonialisierung und das kleine Dorf Gloggnitz wuchs. Gloggnitz hat auch die Auszeichnung erhalten, einen eigenen Markt zu haben.

1660 besuchte Kaiser Leopold I. Gloggnitz. Als der französische Eroberer Napoleon Bonaparte 1809 über den Semmering nach Süden reiste, übernachtete er auch kurz in Gloggnitz. Am 17. August 1841 eröffnete Kaiser Ferdinand I. die neue Semmeringstraße. Zu den weiteren Besuchen berühmter Persönlichkeiten in Gloggnitz zählen: Kaiser Franz Joseph I. (1850 und 1854), Kronprinz Rudolf und seine Frau Prinzessin Gisela (1862).

Tourismus

Der Bau der Semmeringbahn förderte weitere Fortschritte. Am 5. Mai 1842 kam der erste Zug der Südbahn in Gloggnitz an. In den ersten Jahren öffnete die Eisenbahn den WienerInnen die Bergwelt. Tausende von Touristen besuchten Gloggnitz und wanderten um die so genannten "Heimatberge" Wiens, den Rax und den Schneeberg. 1854 wurde die Bahnstrecke über den Semmering eingerichtet.

Die Zahl der Gloggnitzer Häuser und Bürger nahm zwischen 1796 und 1836 stetig zu. Vor der Ankunft der Eisenbahn wuchs die Stadt um 11% in Gebäuden und um 14% in der Bevölkerung. Zwischen 1836 und 1876 stieg die Neubaurate auf 142% und die lokale Bevölkerung wuchs um 284%.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Gloggnitz

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