Gumpoldskirchen

Politischer Bezirk Mödling, Niederösterreich, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Gumpoldskirchen
Bevölkerung:
3 365

Über Gumpoldskirchen

Gumpoldskirchen ist eine Stadt im Bezirk Mödling im österreichischen Bundesland Niederösterreich. Gumpoldskirchen grenzt an die Gemeinden Mödling, Guntramsdorf, Gaaden, Pfaffstätten und Traiskirchen. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von den Wohnungen im Wiener Becken bis zu den Waldgebieten des Anninger im Wienerwald. Gumpoldskirchen ist sehr bekannt für seinen Wein und seine "Heurigen", da er viele Wiener Touristen in seine Weinberge lockt. Gumpoldskirchen leitet seinen Namen von Gumpold von Passau ab.

Klima

Gumpoldskirchen hat ein mildes, kontinentales Klima, das auf die Nähe zur Kurlinie in Österreich zurückzuführen ist. Der nahe Wienerwald direkt im Westen beeinflusst auch das Klima. Für das Zentralinstitut für Meteorologie und Geodynamik gibt es 250 Wetterstationen, in denen Gumpoldskirchen zu Hause ist.

Geschichte

Die Steinzeitmenschen besiedelten die Gegend vor etwa 6500 Jahren. Die Römer ließen sich dann in der Gegend nieder und es wurde festgestellt, dass eine wichtige Straße für den Transport durch die heutige Stadt führte. Bereits in der Vorgeschichte bauten frühere Zivilisationen an den Hängen des Eichkogels Wein an.

Bereits im 14. Jahrhundert war Gumpoldskirchen Markt- und Gerichtsstandort.

Gumpoldskirchen wurde wie so viele seiner Nachbarfürstentümer zweimal von der ersten und zweiten türkischen Belagerung verwüstet.

Ende des 18. Jahrhunderts begann sich Gumpoldskirchen zu industrialisieren. Es hatte viele Fabriken und trug wesentlich zur raschen Industrialisierung des österreichisch-ungarischen Reiches bei.

Nach dem Anschluss von 1938 wurde Gumpoldskirchen Teil des von den Nationalsozialisten geschaffenen Großraums Wien. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebiet um Gumpoldskirchen zu einem Schauplatz intensiver Kämpfe zwischen den kommenden sowjetischen Truppen und der verbliebenen 6. SS-Panzerarmee.

Gumpoldskirchen war leider in den Weinglykolskandal von 1985 verwickelt, in dem viele österreichische Winzer aufgefordert wurden, illegale (und potenziell schädliche) Zutaten einzufügen. Der Skandal hat der österreichischen Weinindustrie Schaden zugefügt, um deren Überwindung sie noch heute kämpft.

Population

Sehenswürdigkeiten

Kirche St. Michael

Die Michaeliskirche ist eine gotische Kathedrale in Gumpoldskirchen. Unter der Kirche wurde eine kürzlich entdeckte Krypta gefunden.

Burg des Deutschen Ordens

Diese Burg wurde 1241 zum ersten Mal vom Deutschen Orden genutzt und diente für die nächsten paar hundert Jahre als Festung. Das Schloss wurde 1931 wieder aufgebaut und nach dem Anschluss in ein Forschungsinstitut für Weingüter umgewandelt. Das Schloss wurde in den späten Jahren des Zweiten Weltkriegs beschädigt und 1946 an die Kirche zurückgegeben. In den Jahren 1998 und 1999 wurde das Schloss renoviert und dient heute als beliebtes Gästehaus.

Der Pranger

Der Pranger steht direkt vor dem Rathaus. Es ist ein großer Stein aus dem Jahr 1563, auf dem Inschriften gemeißelt sind. Der Pranger war ein Symbol für die Marktrechte der Stadt. Es wurde auch verwendet, um Gesetzesbrecher zu bestrafen, die dann an den Stein gekettet und manchmal sogar gefoltert und getötet wurden.

Rathaus

Das alte Rathaus wurde in der Renaissance errichtet und war ursprünglich ein Gerichtsgebäude. Die Säulenhalle ist noch heute im zweiten Stock zu sehen. Das Rathaus hat noch alte Gefängniszellen, die jedoch heute als Lager genutzt werden.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Gumpoldskirchen

X