Hallein

Politischer Bezirk Hallein, Salzburg, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Hallein
Bevölkerung:
19 079

Über Hallein

Hallein ist eine historische Stadt im österreichischen Bundesland Salzburg. Es ist die Hauptstadt des Landkreises Hallein.

Geographie

Die Stadt liegt im Tennengau südlich der Stadt Salzburg und erstreckt sich entlang der Salzach im Schatten des Untersbergmassivs nahe der Grenze zu Deutschland im Westen. Hallein ist mit rund 20.300 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes Salzburg. Das Gemeindegebiet umfasst die Katastergemeinden Adnet II, Au, Burgfried, Dürrnberg, Gamp, Gries, Hallein selbst, Oberalm II und Taxach.

Hallein ist mit der S-Bahn von Salzburg aus erreichbar. Es hat auch Anschluss an die A 10 Tauernautobahn (Europastraße E55) von Salzburg nach Villach.

Geschichte

Das seit langem für das Salzbergwerk Hallein auf dem Dürrnberg-Plateau bekannte Gebiet wurde vor 4000 Jahren besiedelt. Es war eine keltische Gemeinde ab 600 v. Chr., Bis die Römer 15 v. Chr. Ihr Noricum-Königreich übernahmen.

Mitte des 8. Jahrhunderts verlieh Herzog Tassilo III. Von Bayern die Güter an das Bistum Salzburg; ab 987 befanden sie sich in der Abtei St. Peter. Die Gewinnung von Salz wurde für den wirtschaftlichen Wohlstand des Erzbistums Salzburg im Wettbewerb mit der Salzgewinnung im bayerischen Reichenhall von entscheidender Bedeutung.

Der Salzabbau am Standort wurde erstmals 1198 urkundlich erwähnt. Der Name Hallein ist seit dem frühen 13. Jahrhundert dokumentiert; es ist einer von vielen Hallnamen im süddeutschen Sprachraum, die möglicherweise etwas mit Salz zu tun haben und für die keltische, germanische und andere Ursprünge diskutiert wurden.

Ab dem 15. Jahrhundert war das Bierbrauen in Hallein üblich. 1489 erwarb Fürstbischof Leonhard von Keutschach 1489 eine große Brauerei, woraufhin der Verkauf von Hofbräu-Kaltenhausen-Bieren eine weitere Haupteinnahmequelle für das Salzburger Erzbistum wurde. Ende des 17. Jahrhunderts ließ Fürstbischof Kuenburg die protestantischen Bergleute ausweisen, woraufhin mehrere hundert nach Walcheren und Zeeland-Flandern in die niederländische Republik auswanderten. Mit dem ehemaligen Fürstbistum wurde Hallein 1816 Teil des österreichischen Reiches. Die Brauerei Kaltenhausen wurde von Erzherzogin Maria Leopoldine von Österreich-Este gekauft und entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem der größten Salzburger Betriebe.

In Hallein befand sich im Zweiten Weltkrieg ein Arbeitslageranbau zum KZ Dachau. Nach dem Krieg befand sich hier ein permanentes Displaced Persons Camp (Beth Israel). Mitte 1947 eröffnete ORT in zwei der Baracken eine Schule, in der mehr als 200 Studenten in Schneiderei, Schneiderei, Elektro- und Funktechnik, Backen, Kosmetikerausbildung und Polsterung unterrichtet wurden. Später bot ORT auch Englischkurse an. Mit der Schließung weiterer DP-Lager wurde Hallein 1948 die österreichische Sammelstelle für jüdische Emigranten nach Kanada und in die USA. Die Insassen gründeten sogar eine Fußballmannschaft namens Hakoah Hallein, die von Heinrich Schönfeld trainiert wurde. Das Lager wurde 1954 geschlossen.

Kultur

Hallein beherbergt zwei Museen von historischem und musikalischem Interesse. Das Keltenmuseum zeigt Artefakte und Erzählungen, die die frühen Hallstatt- und La Tene-Keltenkulturen sowie die Entwicklung des Salzabbaus in der Region im Mittelalter und der Renaissance beschreiben. Das Stille Nacht Museum bietet Informationen zum Komponieren eines der bekanntesten Weihnachtslieder des 19. Jahrhunderts. Es dokumentiert das Leben und die Zeiten des Komponisten Franz Xaver Gruber. Das Museum beherbergt die Gitarre, die ursprünglich vom Texter Joseph Mohr verwendet wurde, und mehrere signierte Exemplare der Noten.

Politik

Sitze in der Gemeindeversammlung (Gemeinderat) ab 2019:

Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ): 9

Österreichische Volkspartei (ÖVP): 9

Österreichische Freiheitspartei (FPÖ): 3

Die Grünen: 3

NEOS - Das Neue Österreich und das Liberale Forum: 1

Bemerkenswerte Leute

Clemens Holzmeister, Architekt, (1886-1983)

Herbert Fux, Schauspieler und Politiker, (1927-2007)

Judith Wiesner, Tennisspielerin, geboren 1966 in Hallein

Johann Georg Mohr (bis 1656 Radstadt - 1726 Hallein), Barockbildhauer, "Hall One Master"

Franz Xaver Gruber (1787–1863), Komponist der Stille Nacht, Heilige Nacht

August Schenk (1815–1891), Botaniker

Manfred Baumann (* 1956 in Hallein), Journalist, Autor, Komiker und ORF-Redakteur

Thomas Stangassinger (* 1965 in Hallein), ehemaliger Skifahrer

Herbert Ilsanker (* 1967 in Hallein), ehemaliger Fußballspieler

Michael Wildner (* 1970 Hallein), ehemaliger Mittelstreckenläufer

Sanel Kuljić (* 1977 in Salzburg), Kindheit in Hallein, Fußballspieler

Stefan Ilsanker (* 1989 in Hallein), Fußballspieler

Anna Veith (geb. Fenninger, geb. 1989 in Hallein), alpine Skirennfahrerin

Siehe auch

Dürrnberg

Bayerisch-österreichischer Salzvertrag

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Hallein

X