Hengsberg

Politischer Bezirk Leibnitz, Steiermark, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Hengsberg
Bevölkerung:
1 410

Über Hengsberg

Hengsberg ist eine Gemeinde im Bezirk Leibnitz in der Steiermark im Südosten Österreichs.

Geographie

Hengsberg liegt im Süden von Graz am Fuße des Buchkogels im Landkreis Leibnitz in der Steiermark. Die Katasterverteilungen sind Flüssing, Hengsberg, Kehlsdorf, Komberg, Kühberg, Leitersdorf, Matzelsdorf, Schönberg an der Laßnitz und Schrötten an der Laßnitz.

Geschichte

Der erste historische Eintrag stammt aus dem Jahr 892 (Hengistburg / Hengistfeldon), was soviel wie "Schloss Hengist" bedeutet.

Hengsberg gilt als wahrscheinlichster Standort der alten Hengistburg. Die Hengistburg war das Zentrum der sogenannten Kärntner Mark des frühen Mittelalters. Dies war gleichzeitig das Herz der heutigen Steiermark. Die genaue Lokalisierung der Hengistburg ist nach wie vor eine der Hauptfragen der frühen steirischen Geschichte. Die Burg wurde im Jahre 1053 von Ungarn zerstört. Weitere mögliche Standorte sind Graz, St. Margarethen bei Lebring, der Burgberg von Wildon sowie St. Lorenzen am Hengsberg. Aber es gibt einige wichtige Argumente, die "castrum Heingist" in Hengsberg ansiedelte.

Im Jahr 1045 schenkte König Heinrich III. Dem Erzbischof Balduin die königliche Domäne Leitersdorf an der Laßnitz, die sich in der Markgrafschaft Gottfrieds und im Wald Sausal befindet situm). Die Abschaffung des herrschaftlichen Systems erfolgte 1848. Damals trat die Gemeinde als autonome Körperschaft auf. Dies war im Jahre 1850. Nach der Annexion Österreichs im Jahre 1938 war die Gemeinde Teil der "Reichsgau Steiermark". Von 1945 bis 1955 blieb es Teil der von der britischen Armee in Österreich besetzten Zone.

Religionen

Hengsberg war seit etwa der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts eine ursprüngliche Gemeinde, dann seit etwa dem 13. Jahrhundert eine Muttergemeinde mit den Gemeinden Wundschuh, Wildon, Preding, Lang und St. Margaret. Das Gemeindegebiet Hengsberg umfasst nun alle Ortsteile der Gemeinde Hengsberg sowie die Ortsteile Lichendorf der Gemeinde Weitendorf und Lamberg der Gemeinde Zwaring-Pöls.

Nach der Errichtung des evangelischen Friedhofs und dem Bau eines Totenhauses mit Glockenturm erfolgte am 5. Juni 1933 die Errichtung der evangelischen Kapelle Christus-Kirchleins und deren Einweihung.

Demografie

Die Veränderung der Bevölkerung in Hengsberg im Laufe der Jahre ist in der folgenden Grafik und in der Tabelle rechts dargestellt.

Politik

Der Gemeinderat besteht aus 13 Mitgliedern, drei politischen Parteien und einem unabhängigen Mitglied. Die vertretenen Parteien sind: (i) Österreichische Volkspartei (ÖVP), (ii) Österreichische Sozialdemokratische Partei (SPÖ) und (iii) Österreichische Freiheitspartei (FPÖ). Mitglieder der ÖVP sind: Franz Beuchler, Anna Eisenberger, Gerlinde Holzmann, Günther Ninaus, Franz Kraschitz, Franz Lienhart und Franz Zöhrer. Die Mitglieder der SPÖ sind: Johann Onzek, Richard Schneider, Josef Fröhlich. Mitglieder der FPÖ sind: Josef Kötz, Johann Stangl. Das unabhängige Mitglied ist Horst Dokter.

Der Gemeinderat besteht aus drei Mitgliedern: (i) dem Bürgermeister, (ii) dem Vizebürgermeister und (iii) dem Schatzmeister.

Nach der Absetzung des langjährigen Bürgermeisters Robert Baumann wurde Johann Mayer (ÖVP) von der Österreichischen Volkspartei am 15. Februar 2007 vom Gemeinderat gewählt. Vizebürgermeister ist Leonhard Bernhard (ÖVP), Schatzmeister ist Josef Greistorfer (SPÖ)

Sport

USV Hengsberg: In Hengsberg gibt es einen offiziellen Fußballverein. Es wurde 1968 vom ehemaligen Präsidenten Hans Oswald und Sektionsleiter Anton Thomann gegründet. Weitere Informationen erhalten Sie beim USV Hengsberg.

Literatur

Über Hengsberg und die Hengistburg gibt es mehrere historische Veröffentlichungen, hauptsächlich in deutscher Sprache. Die wichtigsten sind oben genannt.

Ofner, Paul: Hengistfeldon - Hengistburg - Hengsberg. Besitzgeschichtliche, burgenkundliche, siedlungsgeschichtliche, fluranalytische und andere Untersuchungen über den Kern des Hengist Mitte des 19. Jahrhunderts. Hrsg. von der Gemeinde Hengsberg. Graz: dbv-Verlag 1982.

Picl, Othmar: Stehen die Hengistburg in St. Margarethen bei Lebring? In: 950 Jahre St. Margarethen bei Lebring. Hrsg. vom Röm.-kath. Pfarramt St. Margarethen bei Lebring. S. Margarethen bei Lebring 1991. S. 19–27.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Hengsberg

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