Hermagor-Pressegger See

Politischer Bezirk Hermagor, Kärnten, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Hermagor-Pressegger See
Bevölkerung:
7 162

Über Hermagor-Pressegger See

Hermagor-Pressegger See (slowenisch: Šmohor-Preseško jezero) ist eine Stadt im österreichischen Bundesland Kärnten. Es ist das Verwaltungszentrum des Bezirks Hermagor. Die Stadt ist nach dem Heiligen Hermagoras, dem ersten Bischof von Aquileia, benannt.

Geographie

Ort

Hermagor liegt im unteren Gailtal am nördlichen Fuß der Karnischen Alpen, nahe der Grenze zu Italien. Im Süden verbindet ihn der Naßfeldpass mit der italienischen Gemeinde Pontebba. Im Norden führt die Straße über das Gitschtal in die Gailtaler Alpen, über den Kreuzbergesattel zum Weissensee und weiter hinunter nach Greifenburg in die Drau. Der Bahnhof Hermagor ist eine Haltestelle der Gailtalbahn von Arnoldstein nach Kötschach-Mauthen.

Das Gemeindegebiet umfasst den flachen Pressegger See, einen der wärmsten Seen Österreichs mit ausgedehnten Schilfbänken.

Städtische Anordnung

Der Hermagor-Pressegger See gliedert sich in folgende Katastergemeinden:

Es ist weiter in die folgenden Siedlungen unterteilt:

Achleiten (4),

Aigen (4),

Bergl (24),

Braunitzen (12) (Boronica),

Brugg (31) (Moste),

Burgstall (9),

Danz (26),

Dellach (94) (Dole),

Ei (178) (Brdo),

Eierwald (10),

Förolach (162),

Fritzendorf (58) (Limarče),

Görtschach (173),

Götzing (22) (Gocina),

Grafenau (0) (Kazla),

Grünburg (70),

Guggenberg (34),

Hermagor (1,527) (Šmohor),

Jenig (178) (Jenik),

Kameritsch (80) (Kamerče),

Khünburg (247),

Kleinbergl (30),

Kraß (14),

Kraschach (57) (Krošani),

Kreuth ob Möschach (19) (Rut (e)),

Kreuth ob Mellweg (60) (Rut (e)),

Kreuth ob Rattendorf (76) (Rute (e)),

Kühweg (202),

Kühwegboden (156),

Latschach (86) (Loče),

Liesch (7),

Möderndorf (223) (Modrinja vas / ves),

Mellach (49) (Mele),

Mellweg (45) (Melviče, Maloviše),

Micheldorf (167) (Velika vas / ves),

Mitschig (79) (Mičiče),

Nampolach (27) (Napole),

Neudorf (271),

Neuprießenegg (36),

Obermöschach (38),

Obervellach (243),

Paßriach (143) (Pažirje),

Podlanig (51) (Podlanig),

Postran (123) (Postran),

Potschach (61) (Potoče),

Presseggen (222) (Preseka),

Presseggersee (130),

Radnig (203),

Radnigforst (0),

Rattendorf (343) (Radnja vas),

Schinzengraben (26),

Schlanitzen (41) (Zelenica),

Schmidt (1),

Siebenbrünn (2),

Sonnenalpe Naßfeld (27) (Mokrine),

Sonnleitn (17),

Süßenberg (20) (Planja),

Toschehof (0) (Tesinje),

Tröpolach (535) (Dobropolje, Dropolje),

Untermöschach (48),

Untervellach (229),

Watschig (129) (Vočiče),

Wittenig (50),

Zuchen (3) (Suha).

Geschichte

Archäologische Funde belegen, dass das historische Eisenerzabbaugebiet bereits um 1800-1200 v. Chr. Besiedelt war. Es war später Teil des keltischen Königreichs Noricum, das 15 v. Chr. In das Römische Reich eingegliedert wurde.

Die Pfarrei des Heiligen Hermagoras im Herzogtum Kärnten wurde erstmals 1169 urkundlich erwähnt, wahrscheinlich als Stiftung der Patriarchen von Aquileia. Aufgrund seiner strategischen Lage florierte es schnell, erhielt 1288 die Marktrechte und wurde zur Hauptsiedlung des Gailtals.

1779 entdeckte der Botaniker Franz Xaver von Wulfen Wulfenia carinthiaca an den Hängen des Gartnerkofels. Hermagor wurde 1868 Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks und beherbergte eine kaiserlich-königliche Landwehrgarnison. Die Gailtalbahnlinie wurde ab 1894 gebaut, sie wurde 1915 zu militärischen Zwecken an der italienischen Front des Ersten Weltkriegs ausgebaut.

Hermagor erhielt am 10. Oktober 1930 anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Kärntner Volksabstimmung Stadtrechte. Die heutige Gemeinde Hermagor-Pressegger See wurde im Zuge einer Verwaltungsreform 1973 durch den Zusammenschluss mehrerer ehemals selbständiger Gemeinden gegründet.

Population

Sehenswürdigkeiten

Schloss Möderndorf mit dem Gailtalmuseum

Wirtschaft

Die Wirtschaft von Hermagor hängt heute stark vom Tourismus ab, insbesondere vom Skifahren rund um den Naßfeldpass, dem größten Skigebiet Kärntens. Der Pressegger See und die umliegenden Berge sind auch ein traditioneller Sommerurlaubsort und ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer.

Politik

Sitze in der Gemeindeversammlung (Stadtrat) ab den Kommunalwahlen 2015:

Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ): 11

Österreichische Volkspartei (ÖVP): 9

Österreichische Freiheitspartei (FPÖ): 4

Karl Tillian - Pro Hermagor (Unabhängig): 2

Die Grünen: 1

Internationale Beziehungen

Hermagor ist Partner von:

Pontebba, Italien (seit 1998)

Bemerkenswerte Leute

Matija Majar (1809–1892), katholischer Priester und kärntnerisch-slowenischer politischer Aktivist

Roland Assinger (* 1973), Skifahrer

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Hermagor-Pressegger_See

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