Jenbach

Politischer Bezirk Schwaz, Tirol, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Jenbach
Bevölkerung:
6 859

Über Jenbach

Jenbach ist eine Gemeinde im Bezirk Schwaz im österreichischen Bundesland Tirol.

Etymologie

Viele Einwohner von Jenbach glauben, dass der Name "Jenbach" von "Jenseits des Baches" abgeleitet ist, was "Jenseits des Baches" bedeutet. Frühere Versionen des Namens, zum Beispiel "Umbach", legen jedoch nahe, dass er auch von "Um" abgeleitet sein könnte den Bach ", was" Rund um den Bach "bedeutet. Dies steht im Einklang mit Jenbachs Geschichte als Dorf rund um den Kasbach.

Die Einwohner von Jenbach heißen "Jenbacher".

Im bayerischen Dialekt spricht man "Jenbach" als "Jembåch".

Geographie

Nachbargemeinden

Buch bei Jenbach, Eben am Achensee, Stans, Wiesing.

Geschichte

Die frühesten Wohnhäuser in Jenbach stammen aus dem Ende der frühen Bronzezeit und der frühen La Tène-Kultur. Jenbach wurde erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1269 offiziell als "Ymbach" bezeichnet. Ab 1410 bauten die Fugger Öfen, um das in den Minen bei Schwaz abgebaute Silber- und Kupfererz zu verarbeiten. Nachdem diese Erze abgebaut waren, übernahm die Verarbeitung von Eisenerz. Bis 1865 blieb diese frühe industrielle Infrastruktur privat, doch danach übernahm der Staat das Eigentum. 1870 wurde die Fabrik an die Salzburg-Tiroler-Montangesellschaft weiterverkauft. 1881 kauften Julius & Theodor Reitlinger die Fabrik von der Firma und modernisierten sie.

Das Unternehmen blieb bis 1938 im Besitz der Familie, als der Sohn von Julius Reitlinger, Friedrich Reitlinger, 1938 aufgrund des Anschlusses von Deutschland und Österreich Selbstmord beging. Danach wurde es vom Staat übernommen und später an weiter verkauft Ernst Heinkel im Rahmen des Arisierungsprogramms. Nach 1945 wurde das Unternehmen nicht an seine früheren Eigentümer zurückgegeben, sondern blieb unter öffentlicher Verwaltung.

Im Februar 1945 wurden während der Operation Clarion 31 Tonnen Bomben auf den Bahnhof geworfen, um den Transport von Kriegsmaterial durch die Reichsbahn zu verhindern. Dies war notwendig für die bevorstehende Invasion in Deutschland und Österreich.

Bei dem Luftangriff auf Jenbach wurden 35 Häuser zerstört und 8 Menschen getötet.

Während des Krieges produzierten die Heinkel-Werke in Lizenz die von der Hellmuth Walter KG entworfenen Flüssigkeitsraketenmotoren für die Me 163B Komet, das erste einsatzbereite raketengetriebene Kampfflugzeug. und andere Teile für die V-2 SRBM-Raketen, die in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs in südlichen englischen Städten abgefeuert wurden.

Im April und Mai zogen sich Reste von SS-Einheiten, darunter der Hauptstab des SS-Reichsführers Heinrich Himmler, von den von Charles de Gaulle kommandierten, schnell vorrückenden französischen Einheiten nach Tirol zurück, in dem die NS-Propaganda eine "Festung" dargestellt hatte die Alpen". SS-Kommandeure ermutigten ihre Soldaten, "bis zur letzten Kugel" zu kämpfen, vermieden jedoch weitgehend direkte Konfrontationen. Am 2. Mai zogen sie sich nach Bayern zurück und hinterließen eine Menge Waffen am Achensee. Bürgermeister Somweber und ein Leutnant des österreichischen Widerstands, Nentwich, verhandelten mit der SS, um sich zurückzuziehen, und mit den Verbündeten, um Luftangriffe auf Jenbach zu beenden.

Heute ist die GE Jenbacher AG das weltweit führende Unternehmen in der Produktion von Gasmotoren.

Population

Wirtschaft

Jenbach ist aufgrund der dort ansässigen Unternehmen ein wirtschaftlich bedeutender Ort:

GE Jenbacher, Siko Solar, TIWAG, Katzenberger, Gubert und Holz Binder.

Im 20. Jahrhundert produzierten die Jenbacher Werke (Vorgänger der heutigen GE Jenbacher) Waggons, Lokomotiven, Motoren und andere Güter.

Der Kasbach dient als Energiequelle für mehrere kleinere Wasserpflanzen.

Jenbach hat auch eine Fachhochschule für Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen.

Transport

Der Bahnhof von Jenbach besteht aus drei verschiedenen Bahnen:

Die ÖBB (Österreichische Bundesbahnen)

Die Achenseebahn - Europas älteste Zahnradbahn mit dem noch dampfbetriebenen Riggenbach-System

Die Zillertalbahn (Spur 760mm)

Jenbach ist aufgrund seiner infrastrukturellen Bedeutung der einzige Standort in Österreich, an dem sich Bahnen mit drei verschiedenen Spurweiten treffen.

Klima

Der Untertyp der Köppen-Klimaklassifikation für dieses Klima ist "Dfb" (Warm Summer Continental Climate).

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Jenbach

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