Kötschach-Mauthen

Politischer Bezirk Hermagor, Kärnten, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Kötschach-Mauthen
Bevölkerung:
3 530

Über Kötschach-Mauthen

Kötschach-Mauthen (slowenisch: Koča-Muta) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Hermagor in Kärnten in Österreich.

Geographie

Die Gemeinde liegt 34 km westlich von Hermagor am Übergang des oberen Gailtals ins Lesachtal, zwischen den Gailtaler und Karnischen Alpen. Es liegt an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt: Im Norden führt die Autobahn bis zum Gailberg-Sattel und der Marktgemeinde Oberdrauburg, im Süden bis zum Plöckenpass an der Kärntner Grenze zur Karnischen Region Friaul.

Gemeindevereinbarung

Kötschach-Mauthen ist in die vier Gemeinden Kötschach (Koče), Mauthen (Muta), Strajach (Srejah) und Würmlach (Bumlje) unterteilt. Es umfasst 31 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl nach der Volkszählung von 2001):

Population

Laut der Volkszählung von 2001 hat Kötschach-Mauthen 3.613 Einwohner. 95,0% der Einwohner sind österreichische, 1,2% deutsche und 0,9% türkische Staatsbürger. 89,1% der Bevölkerung sind römisch-katholisch, 6,6% protestantisch und 1,3% muslimisch. 1,8% der Bevölkerung sind ohne religiöses Bekenntnis.

Geschichte

Das Gebiet im Gailtal war bereits um 200 v. Chr. Besiedelt. Eine venezianische Felsinschrift aus dieser Zeit existiert noch heute in Würmlach. Über den Plöckenpass führte eine Römerstraße in die Provinz Noricum, wo über dem heutigen Mauthen ein Herrenhaus namens Loncium stand (Maut).

Im Mittelalter erlebte die abgelegene Region des Herzogtums Kärnten durch den Abbau von Eisenerz, Gold, Silber und Blei ein wirtschaftliches Wachstum. Die meisten heutigen Städte wurden bereits im Mittelalter erwähnt: Mauthen 1276, Höfling 1300, Kötschach 1308, Podlanig 1374, Würmlach 1374 und St. Jakob 1376. Im 16. Jahrhundert folgten Laas 1510, Mandorf 1521 und Gentschach 1590. Mauthen war der Sitz eines Landgerichts. Im 15. Jahrhundert wurde das Gebiet von den Grafen von Ortenburg gehalten, die einen Ofen errichten ließen, dem mehrere Eisenhütten folgten.

Während des Ersten Weltkriegs war der Bergkamm der Karnischen Alpen im Süden Teil der italienischen Front. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Kärntner Volksabstimmung erhielt die Stadt 1930 das Marktrecht. 1958 wurden Kötschach und Mauthen zur Gemeinde Kötschach-Mauthen verschmolzen. In einer Verwaltungsreform von 1973 wurden weitläufige Gebiete im oberen Gailtal und im Oberen Gailtal geschlossen Unteres Lesachtal wurde zur Gemeinde hinzugefügt.

Sehenswürdigkeiten

Die 1399 erstmals erwähnte spätgotische Pfarrkirche Unserer Lieben Frau (umgangssprachlich Gailtaler Dom) in Kötschach wurde von 1518 bis 1527 nach Plänen von Bartholomäus Viertaler umfassend umgebaut

St. Marcus Kirche in Mauthen, erstmals 1466 erwähnt

Ersten Weltkrieg Museum 1915-18

Burgruine Weidenburg, erstmals 1225 erwähnt, später im Besitz der Meinhardiner Grafen von Görz und ihrer Nachkommen aus dem Graben von Stein, 1571 von Georg Khevenhüller erworben; Die Familie Khevenhüller ließ um 1615 unter den Ruinen eine neue Burg errichten

Burgruine Pittersberg, erstmals 1252 erwähnt, im Besitz der Grafen von Görz

Spätgotisches Mandorfschloss, 1521 erstmals urkundlich erwähnt von Ortenburger Ministerkollegen

Wirtschaft und Infrastruktur

Kötschach-Mauthen ist eine zentrale Gemeinde im oberen Gailtal und zugleich ein Tor zum Lesachtal. Die Holzverarbeitung, die Herstellung von Wärmetauschern, der Tourismus im Allgemeinen und die Gastronomie im Besonderen sind wichtige Wirtschaftsfaktoren der Region. Kötschach-Mauthen ist als Wellness- und Luftkurort bekannt. Die Stadt verfügt über ein modernes Frei- und Hallenbad ("Aquarena"), das sowohl im Oberen Gailtal als auch im Lesachtal das größte ist.

Das Nationale Krankenhaus im nahe gelegenen Laas besteht aus einer medizinischen Abteilung sowie einer Abteilung für chronische Patienten.

In Würmlach teilen sich die Rohrleitungen AWP, die nach Schwechat bei Wien führen, und TAL, die nach Karlsruhe in Deutschland führen. Seit 2005 wird Gas von Würmlachs Biogasanlage nach Kötschach in das Blockheizkraftwerk gepumpt.

Politik

Seit den Kommunalwahlen 2009 besteht die Gemeindeversammlung (Gemeinderat) aus

Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ): 12 Mandate

Österreichische Volkspartei (ÖVP): 5

Österreichische Freiheitspartei (FPÖ): 4

Liste Thurner (Independent): 2

Bemerkenswerte Leute

Josef Klaus (1910–2001), Politiker, Bundeskanzler von 1964 bis 1970

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6tschach-Mauthen

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