Kufstein

Politischer Bezirk Kufstein, Tirol, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Kufstein
Bevölkerung:
16 359

Über Kufstein

Kufstein ist eine Stadt im österreichischen Bundesland Tirol, dem Verwaltungssitz des Bezirkes Kufstein. Mit rund 18.400 Einwohnern ist sie nach der Landeshauptstadt Innsbruck die zweitgrößte Tiroler Stadt. Das größte Wahrzeichen ist die im 13. Jahrhundert erstmals erwähnte Festung Kufstein.

Geographie

Es liegt im Tiroler Unterland am Inn, am Zusammenfluss von Weißache und Kaiserbach, nahe der Grenze zu Bayern. Das Gemeindegebiet erstreckt sich entlang des Unterinntals zwischen den Brandenberger Alpen im Nordwesten und dem Kaisergebirge im Südosten. Das abgelegene Kaisertal war bis vor kurzem das letzte besiedelte Tal Österreichs ohne Verkehrsanbindung, bevor 2006 eine Tunnelstraße von Kufstein zum benachbarten Ebbs gebaut wurde. Nördlich der Stadt verlässt der Inn die nördlichen Kalkalpen und mündet in die bayerischen Alpen Vorland. Das Stadtgebiet umfasst mehrere kleine Seen wie Pfrillsee, Längsee und Hechtsee; Egelsee und Maistaller Lacke sind Naturschutzgebiete.

Die kommunale Gliederung umfasst die Katastergemeinden Kufstein, Mosbach und Thierberg; Die Stadt selbst ist in fünf Stadtteile unterteilt (Zentrum, Sparchen, Weissach, Endach und Zell).

Klima

Population

Wirtschaft

Der Glashersteller Riedel, der Waffenhersteller Voere und der Textilmattenhersteller Kleen-Tex haben ihren Sitz in Kufstein.

In Kufstein befindet sich auch die Fachhochschule Kufstein, die sich auf die Vermittlung von kaufmännischer Ausbildung spezialisiert hat und ein Zentrum für den internationalen Austausch ist.

Transport

Kufstein hat zwei Ausfahrten entlang der Autobahn A12 von Innsbruck nach Rosenheim.

Der Bahnhof Kufstein, der 1876 eröffnet wurde, gehört zum Abschnitt der Unterinntalbahn der Brennerachse von München nach Verona.

Die Festungsbahn ist eine Standseilbahn, die die Innenstadt mit der Festung Kufstein verbindet.

Geschichte

Archäologische Funde in der Tischofer-Höhle im Kaisertal belegen eine Besiedlung des Gebietes vor mehr als 30.000 Jahren, die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung in Tirol. 15 v. Chr. In das Römische Reich eingegliedert, bildete der Inn die Grenze zwischen den römischen Provinzen Rätien und Noricum.

Eine Kirche in Caofstein wurde erstmals in einer Urkunde von Bischof Arno von Salzburg erwähnt. Zu dieser Zeit war das Untere Inntal Teil des bayerischen Reiches unter dem Agilolfinger Herzog Tassilo III, der von Karl dem Großen abgesetzt und von Präfekt Gerold abgelöst wurde. Die Festung wird erstmals 1205 als Besitz des Bischofs von Regensburg und des Herzogs von Bayern urkundlich erwähnt.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts übertrug der Wittelsbacher Kaiser Ludwig IV., Ebenfalls bayerischer Herzog, den Kufsteinern das Zuständigkeitsrecht. Kufstein ging 1342 an die Grafschaft Tirol, als es ein Hochzeitsgeschenk für Gräfin Margaret von ihrem Ehemann, Kaiser Ludwigs Sohn Ludwig dem Brandenburger, war. Nach Margarets Tod im Jahr 1369 fiel es jedoch an Bayern zurück. Herzog Stephan III. Von Bayern verlieh Kufstein 1393 den Status einer Stadt, da er als Handels- und Anlegestelle am Inn bekannt war. Ab 1415 ließ sein Sohn und Nachfolger Herzog Ludwig VII. Die Festung weitgehend um- und ausbauen.

Der Besitz der strategisch wichtigen Grenzfestung Kufstein blieb umstritten. 1504 nutzte der habsburgische Kaiser Maximilian I. die Gelegenheit des Erbfolgekrieges in der bayerischen Wittelsbacher Dynastie: Seine österreichischen Truppen belagerten die Stadt, und beim Reichstag in Köln beschloss der Kaiser im nächsten Jahr den Reichstag Abtretung der Kufsteiner Gebiete an die Habsburgerländer Tirols. Maximilian ließ den markanten Kaiserturm der Festung errichten, der 1522 fertiggestellt wurde.

Während des Spanischen Erbfolgekrieges wurde die Burg 1703 erneut von bayerischen Truppen unter Kurfürst Maximilian II. Emanuel belagert, die österreichischen Herrschaftsgebiete wurden jedoch im nächsten Jahr durch den Vertrag von Ilbersheim bestätigt. Nach dem Krieg der Dritten Koalition wurde Kufstein im Pressburger Frieden 1805 erneut an das neu gegründete Königreich Bayern verliehen und der Tiroler Aufstand von 1809 von der bayerischen Armee niedergeschlagen. Schließlich ging es 1813/14 an das österreichische Reich über.

Im 19. Jahrhundert wurde die Festung Kufstein zur Bastille für politische Gefangene, wie zum Beispiel den ungarischen Gesetzlosen Sándor Rózsa, der hier mehrere Jahre verbrachte, bevor er 1868 endgültig begnadigt wurde. Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt wurde durch die Eröffnung der Unterstadt entscheidend gefördert Inntalbahnlinie im Jahre 1858.

In den späten Tagen des Zweiten Weltkriegs litt der historische Stadtkern unter alliierten Bombenangriffen. Nach dem Krieg wurde Kufstein von französischen und US-amerikanischen Truppen besetzt; Es war der Standort eines Displaced Persons Camps der Vereinten Nationen im französischen Sektor.

Sehenswürdigkeiten

Aufgrund ihrer langen Geschichte hat die Stadt Kufstein verschiedene Sehenswürdigkeiten zu bieten:

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Kufstein

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