Laßnitzhöhe

Politischer Bezirk Graz-Umgebung, Steiermark, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Laßnitzhöhe
Bevölkerung:
2 623

Über Laßnitzhöhe

Laßnitzhöhe ist eine Gemeinde mit 2.718 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Bezirk Graz-Umgebung in der Steiermark. Laßnitz bedeutet Bach im Wald und bezieht sich auf den lokalen Fluss Laßnitz.

Geographie

Allgemeines und Lage

Die 10 km östlich von Graz gelegene Laßnitzhöhe ist eine Siedlung auf dem langgestreckten Hügel Schemmerlrücken. Die Gemeinde erstreckt sich über 4 km in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung und umfasst eine Fläche von 14,85 Quadratkilometern.

Seit Oktober 1929 ist Laßnitzhöhe als Luftkurort anerkannt und wurde 1984 zu einem Luftkurort ernannt.

Gemeindestruktur

Die Gemeinde setzt sich aus den Ortsteilen Autal, Krachelberg, Moggau, Rastbühel, Wöbling und Oberlaßnitz zusammen.

Klima

Im Bereich der Wasserscheide zwischen Mur und Raab liegt der allmähliche Übergang zwischen mittel- und osteuropäischem Klima. Die Stadt genießt milde, sonnige Winter und kühlere Sommer. Warme Südwinde sind überwiegend im Sommer und erlauben Aufenthalte im Freien bis spät in die Nacht. Die durchschnittliche Jahrestemperatur ist um 2 ° C höher als für die Höhe üblich.

Nachbargemeinden

Geschichte

Name

"Laßnitz" stammt aus dem Slawischen (ursprünglich zum Beispiel "Lieznica", "Luosniza") und bedeutet "Bach im Wald". In der Sprachwissenschaft wird Laßnitz (ab 890: Luonzniza) auch "* loNč'nica" "Wiesenbach" (ab 1345: Lesniz, Laßnitz in Murau oder ab 1080 im Paltental) besprochen Laznich) * laz'nica Gereutbach. oder "Rodebach". Ein Hinweis auf den Verlauf des Baches auf einer Lichtungsfläche beinhaltet auch die Ableitung von "* laz / 6nica" zu "lazъ" "Rodender, bereuter, heller Fleck im Wald".

Frühe Geschichte

Das Gebiet um die Laßnitzhöhe war einst Teil des Weströmischen Reiches, nach dessen Zusammenbruch 476 n. Chr. Zog sich die römische Provinzbevölkerung weitgehend zurück.

Mittelalter

Während ein Großteil der Oststeiermark bereits in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts mit Dörfern und Siedlungen angereichert wurde, erfolgte die Besiedlung im Bereich der Laßnitzhöhe erst in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts.

Im 16. Jahrhundert wurden große Teile des heutigen Gemeindegebietes durch den badischen Vertrag oder durch Erbschaft in den Deutschen Orden eingegliedert. Der Orden blieb bis zum Jahre 1848 Vermieter des damaligen Wöbling-Territoriums.

Moderne Zeiten

Nach der Revolution von 1848 kam es in Österreich zu einer Modernisierung der Verwaltung. Bezirks- und Gemeindeverwaltungen wurden eingeführt. Dies führte 1951 dazu, kleinere Gemeinden in der größeren Gemeinde Laßnitzhöhe zusammenzufassen.

Eisenbahn

Mitte der 1850er Jahre wurde in Graz ein "Konsortium" gegründet, um das Werk und den Bau der damaligen "Eisenbahnlokomotive", der heutigen Steirischen Ostbahn, zwischen Graz und Győr (damals Raab) zu ermöglichen.

Drei Arbeitspläne wurden berücksichtigt:

1 Graz - Gleisdorf - Ilz - Fürstenfeld - ungarische Grenze

2 Graz - Autal - Nestelbach - Gleisdorf - Studenzen - Feldbach - Fehring - ungarische Grenze

3 Graz - Schemerlberg - Laßnitztal - Gleisdorf - Feldbach - Fehring - ungarische Grenze.

Ursprünglich wurde beschlossen, mit Option 2 fortzufahren, doch Landwirte und Landbesitzer in der Nähe von Nestelbach argumentierten unter anderem, dass "die Lokomotiven ihre Felder verbrennen würden", und erlangten eine Änderung zu Option 3. Am 1. Mai 1873 wurde die die Linie.

Geschichte als Kurort

Aufgrund der leichten Erreichbarkeit entschied sich der Grazer Dr. Huber, ein Gästehaus und mehrere Villen in Laßnitzhöhe zu errichten, um die Gäste im Sommer zu erholen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erwarb eine Genossenschaft die Gebäude und baute sie 1901 zu den damals modernsten Krankenhäusern der Steiermark um. Hauptpriorität war die Behandlung von "Nervenkrankheiten aller Art" wie Lähmungen und Krämpfen sowie Schmerzen wie Migräne und Ischias.

Nach den Weltkriegen war es für die Kurbehandlung schwierig, das "goldene Zeitalter" vor 1914 wiederzugewinnen. Viele Gäste aus den ehemaligen Gebieten der Monarchie fielen ab und so blieben in den Hauptgästen aus Wien und Graz. Nach umfangreichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen wurde das Krankenhaus von 1991 bis 2003 als Sanatorium geführt. Nach einer kürzlichen Renovierung ist das ehemalige Krankenhaus, heute die "Privatklinik Laßnitzhöhe", eines der modernsten Krankenhäuser Österreichs. Neben der inneren Medizin und der Dermatologie stehen in der neurologischen und orthopädischen Rehabilitation die Versorgungsschwerpunkte im Vordergrund.

Kürzlich

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/La%C3%9Fnitzh%C3%B6he

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