Lackenbach

Politischer Bezirk Oberpullendorf, Burgenland, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Lackenbach
Bevölkerung:
1 110

Über Lackenbach

Lackenbach (ungarisch: Lakompak, kroatisch: Lakimpuh, mittelbayerisch: Lacknboch) ist eine österreichische Gemeinde im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland.

Geographie

Lackenbach liegt im Landkreis Oberpullendorf im Mittelburgenland und ist in keine Ortsteile unterteilt.

Geschichte

Zwischen 1548 und 1552 wurde Lackenbach als Festung ausgebaut. Nach 1670-71 ließen sich hier viele Wiener Juden nieder. Ab dem 18. Jahrhundert gehörte Lackenbach zu Fürst Esterházys Siebengemeinden, wo die Juden eine eigene autonome Verwaltung hatten.

Die Stadt gehörte wie das übrige Burgenland bis 1920/21 zum Königreich Ungarn. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde das westliche Grenzgebiet Ungarns durch die Verträge von St. Germain und Trianon an Österreich vergeben. Seit 1921 gehört die Stadt zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

1940 wurde auf dem Gemeindegebiet auf einem ehemaligen Gut der Esterházys ein "Zigeuner-Anhaltelager" eingerichtet. Die Insassen, hauptsächlich Roma aus dem Burgenland, mussten Zwangsarbeit verrichten und wurden ab 1943 teilweise nach Auschwitz-Birkenau deportiert, wo sie ermordet wurden. Ende März 1945 flohen die Lagerverwalter vor der herannahenden Roten Armee, so dass es nie zu Evakuierungsmärschen kam.

Politik

Lackenbachs Bürgermeister ist Ing. Dr. Heinrich Dorner von der SPÖ und sein Vizebürgermeister ist Gerhard Wukovits von der ÖVP. Der Vorstandsvorsitzende ist Christian Janitsch.

Die Mandatszuweisungen im Gemeinderat (19 Sitze) lauten SPÖ 11, ÖVP 8, FPÖ 0, Grüne 0 und andere Listen 0.

Bemerkenswerte Bewohner

Julius Deutsch, hier geborener österreichischer Politiker

Rudolf Sarközi, Roma-Gemeindeleiter, geboren im KZ Lackenbach

Hier lebte und starb der in Bayern geborene Rabbiner Shalom Ullmann

Galerie

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Lackenbach

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