Lesachtal

Politischer Bezirk Hermagor, Kärnten, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Lesachtal
Bevölkerung:
1 472

Über Lesachtal

Lesachtal (slowenisch: Lesna dolina) ist eine Gemeinde im Bezirk Hermagor im österreichischen Bundesland Kärnten. Es umfasst den westlichen Teil des gleichnamigen Tals, das von der oberen Gail gebildet wird und erstreckt sich von der Kärntner Grenze zu Osttirol bis nach Kötschach-Mauthen im Osten.

Geographie

Das Lesachtal liegt im Südwesten Kärntens. Im angrenzenden Osttirol heißt die oberste Fortsetzung des Gaillaufs Tilliachtal. Das untere östliche Drittel des Lesachtals rund um Sankt Jakob gehört zur benachbarten Gemeinde Kötschach-Mauthen.

Das enge Tal grenzt im Norden an die Lienzer Dolomiten der Gailtaler Alpen und an die Karnischen Alpen. Hohe Warte (italienisch: Coglians) im Süden, die Grenze zu Italien. Die meisten Siedlungen und Wege befinden sich an den Nordhängen über 300 m über der Gail.

Die Gemeinde Lesachtal (19,62 km², 1.665 Einwohner) umfasst die Katastergemeinden Kornat, Liesing, Maria Luggau und Sankt Lorenzen im Lesachtal.

Nachbargemeinden

Sprache

Die im Lesachtal gesprochene Sprache ist sprachlich bemerkenswert, denn der südbayerische Dialekt ist nicht Kärntnerisch, sondern Osttirolerisch mit leichten Abweichungen. Slowenische Elemente haben sich auch in der lokalen Umgangssprache erhalten.

Geschichte

Das Lesachtal (abgeleitet von slawisch: Les, "Wald") wurde um 600 n.Chr. Von Slawen bewohnt. Im 8. Jahrhundert war es eines der ersten Täler im Fürstentum Karantanien, das germanisiert wurde, nachdem Prinz Boruth um 740 die Oberherrschaft von Herzog Odilo von Bayern anerkannt hatte.

Im Jahr 1380 wurde das Landgericht Lesach an die Herrschaft Pittersberg übertragen, die nach einer nahe gelegenen Felsenburg benannt war, die damals ein Verwaltungssitz der osttiroler Meinhardiner Grafen von Görz war. Nachdem ihr Zweig in männlicher Linie ausgestorben war, vermachte die letzte Gräfin Margarete 1363 die Herrschaft den amtierenden Fürsten des Hauses Habsburg. Später fiel sie an die Kärntner Grafen von Ortenburg.

Mit der Gründung der österreichischen Gemeinden (Ortsgemeinden) im Jahr 1850 wurden die drei Gemeinden Luggau, Sankt Lorenzen und Liesing konstituiert. Die Katastralgemeinden Kornach und Strajach schlossen sich mit der Gemeinde Mauthen zusammen, wurden jedoch 1182 als Gemeinde Unterlesach selbständig. Zehn Jahre später wurden auch die beiden Ortsteile Birnbaum und Sankt Jakob selbständige Gemeinden. Durch die Kärntner Gemeindereform 1973 fusionierte die östliche Lesacher Gemeinde Sankt Jakob mit Kötschach-Mauthen, während die vier westlichen Gemeinden zur heutigen Gemeinde Lesachtal fusionierten.

Während des Ersten Weltkrieges befand sich die italienische Front zwischen der österreichisch-ungarischen Armee und der königlichen italienischen Armee auf dem Kamm der Karnischen Alpen. Viele alte Stellungen und Befestigungen zeugen von dem aufreibenden Bergkrieg von 1915 bis 1918.

Population

Der Volkszählung von 2001 zufolge hat die Gemeinde Lesachtal 1.560 Einwohner, von denen 98,4% österreichische und 1,3% deutsche Staatsangehörige sind. Die Bevölkerungszahl ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen.

Laut der Volkszählung von 2001 sind 98,4% der Bevölkerung römisch-katholisch und 1,2% protestantisch.

Politik

Sitze in der Gemeindeversammlung (Gemeinderat) ab den Kommunalwahlen 2009:

Österreichische Volkspartei (ÖVP): 7

Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ): 5

Österreichische Freiheitspartei (FPÖ): 2

UBL (unabhängig): 1

Bemerkenswerte Leute

Matthias von Lexer (1830–92), Lexikograf

Galerie

Bauernhäuser in Klebas

Lügen

Ulrich und Martin Kirche, Lesachtal

Volksmusikschule in Liesing

St. Anna-Kirche in Obergail

Heiliger Radegund

Josefskirche in Tscheltsch

Tuffbad

Vierzehn-Helfer-Kapelle in Wiesen

Kapelle in Xaveriberg

Dreifaltigkeitskapelle in Frohn

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Lesachtal

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