Malta

Politischer Bezirk Spittal an der Drau, Kärnten, Österreich

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Malta

Über Malta

Malta ist eine Gemeinde im Bezirk Spittal an der Drau im österreichischen Bundesland Kärnten.

Geographie

Das mit 262 Quadratkilometern zweitgrößte Gemeindegebiet Kärntens erstreckt sich über den größten Teil des Maltatals von der Ankogelgruppe der Hohen Tauern im Nordwesten bis in die Stadt Gmünd an der Lieser. ein Nebenfluss der Drau. Im Südwesten grenzt es an die Gemeinde Reißeck, während der Alpenkamm mit den Gipfeln Ankogel und Hochalmspitze die Nordgrenze zum österreichischen Bundesland Salzburg bildet. Es umfasst die Katastralgemeinden von Dornbach, Malta und Maltaberg.

Früher ein landwirtschaftliches Gebiet, ist die lokale Wirtschaft heute mit rund 120.000 Übernachtungen pro Jahr weitgehend vom Tourismus abhängig. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen ein ehemaliges Provosthaus (das in ein Freilichtmuseum umgewandelt wurde) und der Fallbach-Klettersteig, ein Klettersteig entlang des Fallbach-Wasserfalls. 1987 wurde der Nationalpark Hohe Tauern bis zur Ankogelgruppe erweitert und heute sind rund 85,7 Quadratkilometer des Gemeindegebiets Teil des Nationalparkgebiets.

Geschichte

Bereits in vorrömischer Zeit besiedelt, wurde Malta erstmals zwischen 957 und 992 unter dem Namen locus Malontina urkundlich erwähnt. Im 11. Jahrhundert wurde an den Nordhängen des Maltatals die Burg Ödenfest errichtet, die von den Ministerialbischöfen der Brixner Bischöfe gehalten wurde. Es wurde im frühen 14. Jahrhundert verwüstet, als sich die Malteser Grafen gegen die Meinhardiner Herzöge von Kärnten auflehnten.

Eine erste Kirche unterhalb der Burg wurde zwischen 1006 und 1039 erwähnt. Die gotische Pfarrkirche Maria Hilf Assumptio wurde zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert in verschiedenen Bauabschnitten errichtet. Es hat einen römischen Grabstein in der Wand, Gemälde aus dem 15. Jahrhundert in den Gewölben und Fresken aus dem 14. Jahrhundert an den Wänden des Chores. In der Nachbarschaft befindet sich die Wasserschloss Dornbach (ursprünglich gotisch, jedoch im 16. Jahrhundert umgebaut); es ist von einem Mauerkreis und einem Wassergraben umgeben. Das Dorf Fischertratten befindet sich in einer protestantischen Kirche, die 1787 auf dem Toleranzpatent errichtet wurde.

Kölnbrein Dam

Die Hochalmstraße führt das steile Maltatal hinauf zum Kölnbrein-Talsperre, einem Teil des maltesischen Wasserkraftwerks des Verbundkraftwerks. Tunnel führen das Wasser zu den Kraftwerken im Mölltal bei Reißeck auf 1100 m.

Der Damm sammelt eine große Menge Wasser aus den umliegenden Bergen und durch ein System von Wasserversorgungstunneln, die Wasser aus den Flüssen Lieser und Möll bringen. Der zwischen 1971 und 1978 errichtete Mauerwerksdamm mit einer Länge von 626 m erreicht eine Höhe von 200 m und ist damit der höchste in Österreich. Der Stausee erstreckt sich 4,5 km hinter dem Damm und fasst ca. 200 Mio. m³ Wasser.

Angrenzend an den Damm befindet sich ein Restaurant und ein Hotel. Der Stausee dient Wettkampfrudern zum Höhentraining, während der Damm ein beliebter Schauplatz für Bungee-Jumping ist.

Politik

Sitze in der Gemeindeversammlung (Gemeinderat) ab den Kommunalwahlen 2015:

Liste für Malta (Independent): 6

Österreichische Freiheitspartei (FPÖ): 5

Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ): 4

Grüne und Unabhängige: 4

Bemerkenswerte Leute

Eva Kary, genannt Faschaunerin, wurde 1773 gefoltert und hingerichtet

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Malta%2C_Austria

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