Maria Wörth

Politischer Bezirk Klagenfurt Land, Kärnten, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Maria Wörth
Bevölkerung:
1 397

Über Maria Wörth

Maria Wörth (slowenisch: Otok) ist eine Gemeinde im Bezirk Klagenfurt-Land im österreichischen Bundesland Kärnten. Das Zentrum der Kurstadt liegt auf einer Halbinsel am Südufer des Wörthersees. Im Osten grenzt das Gemeindegebiet an die Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt. Die Gemeinde besteht aus den beiden Katastralgemeinden Maria Wörth und Reifnitz (Ribnica).

Geschichte

Eine erste Marienkirche wurde um 875 während der Christianisierung im ehemaligen Karantanien unter der Leitung der in der Abtei Innichen ansässigen Bischöfe von Freising errichtet. Es wurde erstmals in einer Urkunde von 894 als Maria Werd erwähnt - weil der Ort zu dieser Zeit eine Insel war. (Der althochdeutsche Begriff Wörth oder Werder bezeichnet wie der slowenische Otok ein Stück Land, das von Wasser umgeben ist.) Die Kirche diente der Übersetzung der Reliquien der Heiligen Primus und Felician und spielte eine wichtige Rolle innerhalb der christlichen Mission in der Herzogtum Kärnten.

Um 1150 gründete Bischof Otto von Freising hier ein Kanonenkolleg und ließ die kleine Winterkirche neben der Stiftskirche errichten. Beide Kirchen wurden 1399 durch einen Brand zerstört und anschließend im heutigen spätgotischen Stil wieder aufgebaut. Die Freising-Fürstbischöfe verloren nach und nach ihren Einfluss in Kärnten, und um 1500 wurde das Kolleg endgültig ein Anbau der Abtei Millstatt, der ab 1598 von Jesuiten geführt wurde.

Mit der Niederschlagung der Gesellschaft Jesu im Jahr 1773 wurde das Stift Millstatt aufgelöst und Maria Wörth 1809 an die wiedererrichtete Bendektinische Paulskirche im Lavanttal übergeben. Erst 1903 wurde die heutige Gemeinde auf dem Gebiet des benachbarten Schiefling gegründet und Keutschach.

Sehenswürdigkeiten

Maria Wörth ist ein Zentrum des österreichischen und europäischen Sommertourismus mit 330.000 Ankünften (obwohl diese Zahlen seit den 1950er Jahren stark zurückgegangen sind). Die heutige Pfarrkirche der Heiligen Primus und Felician befindet sich auf dem höchsten Punkt der Halbinsel, darunter die benachbarte Winterkirche. Es ist ein bedeutender Wallfahrtsort und aufgrund seiner romantischen Umgebung eine beliebte Hochzeitskirche. Eine weitere touristische Attraktion ist der nahegelegene Pyramidenkogel, ein 851 Meter hoher Berg mit einer 54 Meter hohen Aussichtsplattform, der Pyramidenkogelturm.

1901 baute der Komponist Gustav Mahler in der Nähe des Weilers Maiernigg am Seeufer im Osten der Gemeinde eine Villa, in der er bereits eine "Komponierhütte" benutzte, in der die meisten seiner zwischen 1900 und 1907 verfassten Werke entstanden, darunter seine Symphonien Nr. 5-8. Die Hütte ist jetzt als kleines Museum geöffnet. Durch seine Freundschaft mit Alma Mahler, der Witwe des Komponisten, komponierte Alban Berg auch in Maiernigg, das von vielen der Wiener Künstlerelite besucht wurde.

Bemerkenswerte Leute

Adolf Heinrich Bercht (1875 - 1940) war vom 13. Juli 1926 bis zum 31. Mai 1931 Inhaber des Schlosses Reifnitz und Bürgermeister der Landeshauptstadt Kärnten, Klagenfurt. Er ist im Bercht-Familiengrab in Maria Wörth beigesetzt.

Partnerstädte

Freising, Deutschland

Codroipo, Italien

Aretxabaleta, Baskenland, Spanien

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Maria_W%C3%B6rth

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