Matrei am Brenner

Politischer Bezirk Innsbruck Land, Tirol, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Matrei am Brenner
Bevölkerung:
938

Über Matrei am Brenner

Matrei am Brenner ist eine kleine Gemeinde im südlichen Teil des Bezirks Innsbruck-Land und liegt ca. 17 km südlich von Innsbruck. Matrei war schon immer ein wichtiger Handelsplatz. Das Dorf hat 902 Einwohner, auf 992 m. über dem Meeresspiegel und der Sill fließt durch.

Geographie

Bei Mühlbachl zweigt die Straße nach Norden ab, einer folgt dem Tal entlang des Flusses nach Innsbruck, der andere am Ostufer, mit einer etwas kurvenreicheren Strecke durch Patsch, Lans und Ampass, kommt nach Hall in Tirol. Der erste war der Weg, den die germanischen Herrscher des Heiligen Römischen Reiches zur Krönung über den Scharnitzpass nach Rom zurücklegten

Geschichte

Der Ort war in der späten Bronzezeit (1200 v. Chr.) Besiedelt, wie die in der Gegend entdeckten Überreste und Zeichen der Hallstatt-Kultur belegen. 1964 wurden bei der Arbeit im Gasthof Heisenstecken 100 Urnen gefunden. Die Römer errichteten um 200 v. Chr. Einen Rastplatz entlang der Straße als "locus Matreium", wie in der Tabula Peutingeriana erwähnt. 995 trug das Dorf den Namen "Matereia" und wurde 1251 zum "Gemeindemarkt" erhoben. Die Diözese Brixen richtete 1497 den Marktgerichtshof ein, der bis 1810 aktiv blieb, als er an das Amtsgericht Steinach am Brenner übertragen wurde.

Die architektonische Struktur des "Marktes" bestand aus einer Reihe von Gasthäusern und Werkstätten entlang der Hauptstraße. 1447 gründeten Hans Gunther und seine Frau ein Zivilkrankenhaus mit dem Ziel, den kranken Passagier auf der Durchreise zu heilen. Während des Fünften Koalitionskrieges (1809) nahmen viele Einheimische teil, darunter Josepf Rapp, der damals Berater von Andreas Hofer und Joseph Eisenstecken, dem Kommandeur der Schützen, war.

Matrei verlor mit der Eröffnung der Brennerbahn an Bedeutung, da nicht mehr Verkehr durch das Dorf führte, sondern weiter. Ein Brand im Jahr 1914 zerstörte die meisten Häuser und während des Zweiten Weltkriegs, aufgrund der strategischen Eisenbahnlinie, war Matrei einer der Orte in Tirol, die stark bombardiert wurden, der am 22. März 1945 48 Opfer forderte. Nach dem Krieg wurde Matrei auf die gleiche Weise und unter Verwendung der alten Bautechniken des Geländes wieder aufgebaut.

Population

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Ist die Pfarrkirche "Unserer Lieben Frau" gewidmet. Es wurde 1311 im romanischen Stil erbaut und 1754 mit Fresken von Joseph Adam Mölk barockisiert. Im Inneren ist ein wundersames Bild von "Unserem Lieben Herrgott in Schmerzen" erhalten. Die im Jahr 1995 restaurierte Pfarrkirche ist Sitz des Dekanats und befindet sich in der Gemeinde Pfons an der Sill.

Kirche des Heiligen Geistes

Die Heiliggeistkirche, auch "Spitalskirche" genannt, befindet sich im südlichen Teil von Matrei an der Hauptstraße; wurde 1646 erbaut und mehrmals umgebaut, zuletzt im Jahr 2000.

Johanneskirche - Taufkirche

Die Kirche ist das Baptisterium der Pfarrei und wurde 1284 urkundlich erwähnt. Später wurde sie durch Niklas Thuring im Jahr 1509 zu einem Juwel der Spätgotik.

Schrein Maria Waldrast

"Maria Waldrast" ist ein Heiligtum in einem Seitental auf 1638 Metern Höhe unter dem Waldraster Jöchl. Am 19. April 1409 stimmte der Fürstbischof von Brixen Ulrich II. (Ulrich aus Wien) dem Bau der 1429 fertig gestellten und 1465 geweihten Kirche zu. Das Heiligtum ist Teil des Klosters der Diener Mariens.

Die Entstehung des Heiligtums wird in Band 1 (Nr. 349) der Deutschen Sagen von Jacob und Wilhelm Grimm beschrieben: 1392 ließ ein Engel in einem Lärchenbaum eine hölzerne Marienstatue auftauchen, die Mutter Christi Waldrast auf dem Serlesberg. Die Statue wurde zum ersten Mal von einem Paar Hirtenjungen bemerkt, die im Tal unten auf sie aufmerksam machten. Danach wurde sie vom Baum entfernt und in das Dorf Matrei gebracht. Ein Holzfäller, der in der Nähe wohnte, wurde angewiesen, zu Ehren Mariens eine Kapelle zu bauen, um die Statue zu schützen, und zwar mit einer Stimme, die im Schlaf zu ihm kam. Der Holzfäller widerstand, aber nach drei Nächten setzte sich die Stimme durch. Während er schlief, wurde dem Holzfäller erneut der gewünschte Ort der Kapelle gezeigt, und er sollte fromme Anwohner um Geld bitten. Nachdem der Holzfäller seinem Pfarrer seine Erfahrungen erklärt hatte, wurde er an den Bischof von Brixen verwiesen. Vor dem Tag des heiligen Pankratius im Jahr 1409 erteilte der Bischof die Erlaubnis zum Bau der Kapelle.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Matrei_am_Brenner

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