Melk

Politischer Bezirk Melk, Niederösterreich, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Melk
Bevölkerung:
5 268

Über Melk

Melk (ältere Schreibweise: Mölk; Mittelbayern: Möck) ist eine Stadt in Österreich im Bundesland Niederösterreich, in der Nähe des Wachautals entlang der Donau. Melk hat 5.257 Einwohner (Stand 2012). Es ist am besten als der Ort eines massiven barocken Benediktinerklosters mit dem Namen Stift Melk bekannt.

Die Stadt wird erstmals 831 als Medilica in einer Schenkung Ludwigs des Deutschen erwähnt; Der Name stammt von einem slawischen Wort für „Grenze“. Das Gebiet um Melk wurde Leopold I., dem Markgrafen von Österreich, im Jahr 976 als Puffer zwischen den Magyaren im Osten und Bayern im Westen gegeben. 996 wurde erstmals ein Gebiet mit dem Namen Ostarrîchi erwähnt, aus dem das Wort Österreich stammt. In der Klostertäuschung befand sich eine Babenberger Burg, bis die Stätte 1089 von Leopold II. An Benediktinermönche aus dem nahe gelegenen Lambach übergeben wurde. Melk erhielt 1227 die Marktrechte und wurde 1898 zur Gemeinde. Auf kleinstem Raum präsentiert sich Melk Viel architektonische Vielfalt aus vielen Jahrhunderten.

Bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten

Ausgangspunkt der Tour ist das Forsthaus, in dem das Stadtarchiv und die Touristeninformation untergebracht sind. Neben dem Forsthaus trifft die Zaglauergasse auf die Wiener Straße. Die Zaglauergasse ist einseitig durch Reste der alten Stadtmauer begrenzt. An dieser Kreuzung befand sich bis 1874 das Wiener Tor. Neben dem Linzer Tor auf der anderen Seite der Stadt war es im Laufe der Jahrhunderte einer der beiden Eingänge nach Melk.

Nach einigen Metern öffnet sich die Wiener Straße zum liebevoll restaurierten Rathausplatz, der seinen Namen vom 1575 erbauten Rathaus erhielt. Die Fassade des Rathauses wurde vor 150 Jahren neu gestaltet und die aufwändige Eingangstür aus Holz und Kupfer ist das herausragendste Merkmal des Rathauses.

Links davon befindet sich das ehemalige Lebzelterhaus aus dem Jahr 1657, das heute eine Apotheke ist. Rechts ist ein weltliches Gebäude aus dem Mittelalter. Der Kolomanbrunnen, ein Geschenk der Abtei an die Stadt, befindet sich in der Mitte des Rathausplatzes. Auf der Spitze des Brunnens ist die Statue des Heiligen Koloman zu sehen.

Der alte Brötchenladen mit seinen winzigen Türmen ist etwa 400 Jahre alt und noch mit dem originalen Schindeldach überdacht. Hinter dem alten Brötchenladen befindet sich die älteste Gasse Melks, die Sterngasse, die einst die Hauptstraße der Stadt war. Die interessanten Wandmalereien auf den Häusern zeigen, was sie einmal waren. Einige andere Häuser haben faszinierende Innenhöfe.

Das versteckte Haus am Stein ist das älteste Gebäude Melks aus dem 15. Jahrhundert. Die Fassade ist von einer geschützten alten Rebe bedeckt. Am Donauarm erkennt man Teile der ehemaligen Stadtmauer und den Runden Turm. Über die Nibelungenlände und vorbei am Salzhof gelangt der Besucher zum Schiffsmeisterhaus mit seinen Hochwassermarken an der Fassade. Die Donau erreichte 1501 15,8 Meter über dem üblichen Wasserspiegel.

Das Haus auf dem Stein wurde weniger als 50 Jahre nach dieser Hochwasserkatastrophe erbaut. Es wurde vom österreichischen Maler Walter Prinzl als Atelier genutzt. Das Gegenstück zum Wiener Tor, das Linzer Tor, befand sich am Ende der Linzer Straße. Es gibt kein Tor mehr, aber historische Illustrationen finden Sie im Stadtarchiv. An der Ecke des Stadtgrabens befindet sich der Wehrturm, in dem Teile noch im Originalzustand sind.

Die Alte Post befindet sich am Ende des 1792 erbauten Wassergrabens. Die Fassade ist mit einem schönen Relief verziert, das am Ende der Barockzeit geschaffen wurde. Die Alte Post wird heute als Kongresszentrum genutzt. Das Kirchengericht wird von der gotischen Pfarrkirche dominiert. In der spätgotischen Zeit entworfen und in die Nordfassade eingebettet, ist die Kalvarienberggruppe eine bedeutende Skulptur. Bevor die Hauptstraße an den Rathausplatz anschließt, erinnert eine Tafel an den großen österreichischen Komponisten Anton Bruckner.

Etwa 5 Kilometer südlich der Stadt befindet sich das renommierte Renaissanceschloss Schallaburg.

Während des Zweiten Weltkriegs befand sich hier ein Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen.

Heute ist das ehemalige Krematorium ein Museum, während der Rest des Lagers Teil der heutigen Birago-Kaserne der österreichischen Armee war.

1950 fand in Melk die erste offizielle österreichische Frauenschachmeisterschaft statt, deren Siegerin Salome Reischer war.

Menschen

Gertrude von Babenberg, Herzogin von Böhmen

Maximilian Stadler

Siehe auch

Landkreis Melk

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Melk

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