Mödling

Politischer Bezirk Mödling, Niederösterreich, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Mödling
Bevölkerung:
20 638

Über Mödling

Mödling ist die Hauptstadt des gleichnamigen österreichischen Bezirks und liegt ca. 14 km südlich von Wien.

Mödling liegt im Industriegebiet Niederösterreichs. Durch die Stadt fließt der Mödlingbach, der im Wienerwald entspringt. Bei Achau mündet es in die Schwechat. Wald nimmt einen großen Teil der Gemeinde ein, Teil der Föhrenberge.

Unmittelbar südlich von Wien und innerhalb des Bezirks Mödling befindet sich eines der größten Einkaufszentren Europas: die Shopping City Süd (SCS).

Geographie

An den Hängen des Wienerwaldes werden Trauben angebaut; Das Gebiet heißt Thermenregion, wo man viel Heurigen findet (der Wein des letzten Jahres).

Wiener Neudorf im Osten und Maria Enzersdorf im Norden gehen direkt in Mödling über. Südlich von Mödling liegt Gumpoldskirchen, getrennt vom Eichkogel mit seiner ganz besonderen Flora. Im Westen führt eine schmale Straße durch Vorderbrühl, ein eigenständiges Dorf, nach Hinterbrühl. Dieses enge Tal heißt Klausen, darüber die Überreste des Mödlinger Schlosses, das einst der damaligen Herrscherfamilie Babenberger gehörte. Auf der anderen Seite des Klausen befindet sich der Kalenderberg mit der Burg von Liechtenstein auf der anderen Seite. Der Beginn des Klausen ist vom großen Backstein-Aquädukt der Ersten Wiener Hochquellenwasserleitung geprägt. An den steilen, felsigen Talseiten des Naturparks Föhrenberge wachsen die typischen Wienerwald-Schwarzföhren (die österreichische Form der Schwarzkiefer, Pinus nigra).

Geschichte

Die Siedlung stammt aus der Jungsteinzeit. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Name der Stadt von Medilihha zu Medelikch, Medling und schließlich Mödling. Diese Namen gehen auf die alt-slawische Bedeutung von "langsam fließendem Wasser" zurück. Heute gibt es eine malerische Altstadt mit einer Fußgängerzone. Die Stadt war die Residenz eines Zweiges der Familie Babenberger, wodurch sie den Spitznamen Babenbergerstadt erhielt.

Auf dem Kalenderberg wurden Spuren der ersten Siedlungen der Hallstattkultur aus der Jungsteinzeit gefunden. In der Nähe des heutigen Bahnhofs wurden römische Münzen und eine römische Grabstätte gefunden.

Nach dem Sieg Karls des Großen im Jahr 803 gegen die Awaren wurde das Gebiet um Mödling von bayerischen Siedlern besiedelt. Im Bereich der "Goldenen Stiege" (ganz in der Nähe der heutigen Altstadt) wurden ca. 500 Avar-Gräber gefunden.

Das erste uralte Dokument, in dem "MEDILIHHA ULTRA MONTEM COMMIGENIUM" erwähnt wird, datiert vom 8. September 903, als zwei Bischöfe (der damaligen römisch-katholischen Kirche) Land tauschten. 907 scheint die Siedlung jedoch wieder zerstört worden zu sein. Nach der Schlacht auf dem "Lechfeld" begann die Siedlung im heutigen Mödling erneut.

Danach beherbergte Mödling einige Zeit einen Verwandten des damaligen Herrscherhauses Babenberg. Daher die Ruine ihrer Burg. 1177 wurde Heinrich der Ältere, Sohn von Heinrich II. Jasomirgott, in einem Gebiet von Liesing bis Piesting und Bruck an der Leitha Vermieter. Sie können dies in alten Dokumenten lesen, die im nahe gelegenen Kloster Heiligenkreuz aufbewahrt werden. Kunst und Kultur beherrschten zu Heinrichs Zeiten das Schloss Mödling; der berühmte minnesänger walther von der vogelweide war mehr als einmal dort. Die Spitalkirche und das heutige St. Othmar wurden im 15. Jahrhundert erbaut, das Karnerhaus im 12. Jahrhundert.

Schon zu dieser Zeit baute Mödling Trauben an; Es war nach Langenlois die größte Weinbaugemeinde Niederösterreichs.

Herzog Albrecht II. Gewährte Mödling 1343 die Rechte eines "Marktes".

1529 verwüsteten die Osmanen Mödling zum ersten Mal. 1679 starben viele Bürger an den Folgen des Schwarzen Todes. Als die Osmanen 1683 wiederkamen, wurden fast alle Bürger Mödlings getötet. Die zweite Epidemie des Schwarzen Todes forderte nur 22 Todesopfer, weshalb die Überlebenden das Denkmal der Heiligen Dreifaltigkeit (oder Pestsäule, Freiheitsplatz) errichteten.

Ludwig van Beethoven besuchte zu Beginn des 19. Jahrhunderts häufig seine Lieblingskneipe, die Three Ravens, in Mödling.

Arnold Schönberg lebte zwischen 1918 und 1925 in Mödling und erfand dort seine Zwölftontechnik der Komposition.

Am 18. November 1875 wurde Mödling zur "Stadt" erklärt.

Mödling war von 1883 bis 1932 Ausgangspunkt der Mödling- und Hinterbrühl-Straßenbahn, der ersten elektrischen Eisenbahn Österreichs und der weltweit ersten langlebigen Straßenbahn mit Oberleitungen.

Nach dem Anschluss an das nationalsozialistische Deutschland wurde Mödling 1938 in den neu gebildeten 24. Wiener Gemeindebezirk eingegliedert. 1954 wurde es wieder ein Teil von Niederösterreich.

Population

Politik

Gemeinderatsmitglieder:

Mitglieder der Stadtregierung (2016)

Der Verkehr

Mödling fungiert als Verkehrsknotenpunkt für seine unmittelbare Umgebung. Buslinien verbinden die Stadt und die Südbahn mit dem Umland. Die Südbahn verbindet Mödling mit Wien, aber auch andere lokale Zentren wie Wiener Neustadt mit S-Bahnen.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6dling

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