Potzneusiedl

Politischer Bezirk Neusiedl am See, Burgenland, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Potzneusiedl
Bevölkerung:
488

Über Potzneusiedl

Potzneusiedl (ungarisch: Lajtafalu, kroatisch: Lajtica) ist das kleinste Dorf im Bezirk Neusiedl am See im Burgenland in Österreich.

Geographie

Potzneusiedl ist das kleinste Dorf des Landkreises Neusiedl am nördlichen Rand der Parndorfer Ebene am südlichen Ufer der Leitha.

Geschichte

Das Gebiet dieses Dorfes ist seit der fernen Vergangenheit besiedelt. Zahlreiche archäologische Funde aus der jüngeren Steinzeit. Bronzezeit und Römerzeit zeugen davon. Gräber und Überreste römischer Besiedlung repräsentieren vor allem diese in Hülle und Fülle. Der ostfränkische König Ludwig II. Der Deutsche schenkte dem Bistum Passau bereits 833 das Gebiet des Dorfes Lithana.

Der Name Pozkneuselde, der dem heutigen ähnlich ist, tauchte erst in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf - die Dörfer Potzneusiedl und Podersdorf wurden von den Grafen von Poth gegründet. Die Silben "Potz-" und "Pod-" in den Namen dieser Dörfer erinnern uns an ihre Gründer.

Der türkische Überfall von 1529 verursachte großen Schaden und musste in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von Kroaten wieder besiedelt werden. Das Dorf befand sich im Besitz des Guts Harrach in Bruck an der Leitha. Spätere Besitzer waren die Familien Bender und Batthyány, die das Dorf im 19. Jahrhundert in ihr Kittsee-Gut einbanden. Es war auch die Zeit, als in Potzneusiedl das Barockschloss und die Tabakfabrik gebaut wurden. Obwohl sich die lokale Infrastruktur im Laufe des 20. Jahrhunderts verbesserte, entwickelten sich die industriellen Traditionen nicht weiter.

Potzneusiedl gehörte wie das übrige Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde das Gebiet Westungarns durch die Verträge von St. Germain und Trianon an Österreich abgetreten. Seit 1921 gehört die Stadt zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Potzneusiedl ist seit einiger Zeit bei Gattendorf, jetzt ist es wieder ein eigenständiges Dorf.

Schloss

Der Bau des heutigen Schlosses begann im Jahr 1798 und wurde 1808 abgeschlossen. Ein Teil der Mauern des Schlosses ruht auf gotischen Grundmauern. Es ist ein dreiflügeliges Gebäude mit einem reizvollen Park, der es umgibt.

Bis 1956 war die Burg die Residenz der Familie Batthyány (Luise Bathany ist auf der östlichen Seite des Friedhofs der Burg beigesetzt). Während dieser Zeit war das Schloss als Zentrum für großartige Partys und gesellschaftliche Veranstaltungen bekannt.

Ab 1966 wurde es als Zentrum für Kunst und Antiquitäten wiederbelebt. 1970 wurde in der Burg das erste Ikonenmuseum Österreichs gegründet. Es wurde kontinuierlich renoviert. Seit 1993 spielt das Potzneusiedler Theatersommer im Schloss. Seit 2001 ist es Sitz des rumänisch-österreichischen Kulturinstituts.

Kirche St. Marco

Das wichtigste Sakraldenkmal des Ortes ist die auf mittelalterlichen Fundamenten erbaute römisch-katholische Kirche St. Marco, die im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde. In seinem Inneren kann man die Hauptaltäre mit dem Gemälde von St. Marco, Statuen von Sts bewundern. Peter und Paul und der Rokoko-Seitenaltar von St. Sebastian.

Galerie

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Potzneusiedl

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