Rauris

Politischer Bezirk Zell am See, Salzburg, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Rauris
Bevölkerung:
3 073

Über Rauris

Rauris ist eine Gemeinde im österreichischen Bundesland Salzburg im Pinzgau. In Rauris leben ca. 3.150 Einwohner.

Geographie

Die Marktgemeinde Rauris liegt im Pinzgau im Bundesland Salzburg an der Rauriser Ache am Fuße der Sonnblickgruppe im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern. Rauris ist das größte Gemeindegebiet des Landes Salzburg.

Bucheben, Fröstlberg, Grub, Hundsdorf, Marktrevier, Rauris, Seidlwinkl, Unterland, Vorstanddorf, Vorstandrevier, Wörth und Wörtherberg liegen alle im Gemeindegebiet von Rauris.

Geschichte

Überblick über die historische Entwicklung

Das Tal von Rauris ist eines der wenigen Täler in den Tauern, das ständig besiedelt ist. Archäologische Funde belegen, dass diese Pässe von alten Menschen in der Nähe der Rauriser Tauern (Hochtor) genutzt wurden. Auf der Maschlalm wurde ein vergoldeter Halsring gefunden, der aus der Zeit von La Tène um 400 v. In der Mitte von Rauris wurden sechs Silbermünzen gefunden, von denen drei den Kopf Philipps II. Von Mazedonien zeigen, der 360 bis 336 v. Chr. Regierte. auf dem Balkan.

Weitere Funde sind eine kleine Herkules-Statue aus der Römerzeit, ein Bronzeschwert von 1300 v. Chr., Das älter ist als ein Skarabäus, der um 1200 v. Chr. Aus der Zeit von Ramses II. Entdeckt wurde.

Die Siedlung

Das Tal wurde zuerst im Süden besiedelt. Dies begann mit der Gründung von Schwaigen im 12. Jahrhundert. Der heutige Ort Rauris wurde früher nach dem Gaisbach benannt. Sie wurde 1120 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name "Rurise" tauchte erstmals 1122 auf, als Bischof Heinrich von Freising seinem Bruder Graf Friedrich von Peilstein zwei Meter übergab und das ganze Tal markierte.

Rauris als Rastplatz

Bis 1230 war Wörth ein wichtiger Rastplatz für Menschen und Fahrzeuge, die südwärts über die Tauern (Seidlwinkl) zum Bergbaugebiet in (Hüttwinkl) gingen.

Das Tal von Seidlwinkl war das östliche Tor zu den Tauern (Hochtor), mit dem Vorteil, dass es länger geöffnet sein konnte. Die Bedeutung des Tals führte zum Bau des ursprünglichen Rauriser Tauernhauses, das vorbeiziehenden Handwerkern Schutz und Wärme bot. Ähnlich wie die bestehenden Passhäuser in anderen Tälern. Das Rauriser Tauernhaus erhielt 1491 das Recht, Getränke zu verkaufen.

Bau der Kirche in Rauris

1203 errichtete der begeisterte Chrysant von Einöd eine Kapelle zu Ehren des heiligen Michael. 1339 wurde der Wiederaufbau der Kirche beantragt und in nur 15 Jahren abgeschlossen. In Urkunden aus dem Jahr 1411 wurde festgestellt, dass die Kirche erneut rekonstruiert wurde. Es gibt jedoch erst seit 1858 eine geweihte und selbständige Pfarrei in Rauris. Die Pfarrkirche in Rauris heißt Kirche St. Martin und St. Jakob.

Gold schürfen

Das Tal erlangte durch den Goldabbau Vorsehung und Wohlstand. Von 1377 bis 1802 hatte Rauris einen selbständigen Land- und Berghof. Der Bergbau erreichte vom 15. bis 16. Jahrhundert seinen Höhepunkt. Noch heute zeugen die Häuser der Minenarbeiter mit Bugtoren und Erkerfenstern vom Wohlstand dieser Zeit. Um 1500 hatte das Tal mehr als 3.000 Einwohner.

Bau der Wetterstation

Der Gold-Betreiber Ignaz Rojacher, der im 19. Jahrhundert lebte, baute die Wetterstation am Sonnblick (3.105 m) 1886 als weltweit erste und damals am höchsten gelegene meteorologische Beobachtungsstation.

Die Seilbahn, die die Wetterstation auf Sonnblick versorgte, wurde 1954 fertiggestellt. Bis dahin musste alles Notwendige vom Tal zum Gipfel transportiert werden.

Das 20. Jahrhundert

Nachdem der Goldabbau im Raurisertal zu Beginn des 20. Jahrhunderts fast vollständig zum Erliegen gekommen war, wurde versucht, die Industrie wiederzubeleben.

Zu Beginn der Gespräche in der Gemeinde Rauris wurden jedoch Vorschläge zur Wiederbelebung der Branche abgelehnt, da befürchtet wurde, dass dies die Umwelt und die Tourismusaussichten der Region beeinträchtigen könnte.

Die Stadt

1478 wurde der Name "Marktgemeinde" als Titel für Rauris verwendet. Dies wurde 1884 von Kaiser Franz Josef und erneut 1928 in jüngerer Zeit bestätigt.

1732 mussten 166 Protestanten während der evangelischen Vertreibung das Raurisertal verlassen.

Politik

Seit dem 8. November 1989 ist Robert Reiter von der Österreichischen Volkspartei Bürgermeister von Rauris.

Wirtschaft und Infrastruktur

Rauris ist ein beliebtes Touristenziel mit über 420.000 Übernachtungen pro Jahr.

Rauris Hochalmbahnen

In Rauris befindet sich ein Skigebiet, das nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt liegt. Das Resort bietet bis zu 32 Kilometer und zehn Lifte, darunter zwei Gondeln und einen Sessellift.

Bemerkenswerte Leute

Ulrike Maier, zweifache Super-G-Ski-Weltmeisterin

Ignaz Rojacher, Minenbetreiber

Reinhard Schwabenitzky, Regisseur

Klima

Der Untertyp der Köppen-Klimaklassifikation für dieses Klima ist "Dfb" (Warm Summer Continental Climate).

Siehe auch

Salzburgerland

Salzburg

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Rauris

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