Reißeck

Politischer Bezirk Spittal an der Drau, Kärnten, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Reißeck
Bevölkerung:
2 433

Über Reißeck

Reißeck ist eine Gemeinde im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten, Österreich.

Geographie

Reißeck liegt im Tal der Möll, einem Nebenfluss der Drau, etwa 20 Kilometer nordwestlich der Bezirkshauptstadt Spittal an der Drau. Die heutige 1973 gegründete Gemeinde besteht aus den vier Katastergemeinden Kolbnitz, Zandlach, Penk und Teuchl. Es wurde nach dem Reißeck-Massiv (2.965 m) im Norden benannt, das zur Ankogelgruppe der Hohen Tauern gehört. Südlich des Mölltals erhebt sich die Kreuzeckgruppe.

In gleichem Abstand zwischen den Skigebieten Ankogel / Mölltaler Gletscher und Millstätter See erwarten Sie in Kolbnitz ein Raftingcenter, ein Reitzentrum, Tennisplätze, ein kleines Skigebiet und ein Schwimmbad. Zwei Standseilbahnen fahren von der Mölltalsohle ab: Die erste führt den Reißeck hinauf auf 2236 m Höhe zu Wanderwegen und einem Hotel; Die zweite führt zur Bergbahnstation des Berges. Kreuzeck auf 1211 m, Ausgangspunkt für mehrere Alpinwanderungen auf 2498 m. Der Betrieb der Reißeck-Höhenbahn auf dem Reißeck-Plateau, einer der höchstgelegenen Schmalspurbahnen Europas, wurde eingestellt im Jahr 2014.

Reißeck hat Anschluss an die Tauernbahn, die von Spittal an der Drau über den Tauernbahntunnel nach Schwarzach im Pongau an den Bahnhöfen Kolbnitz und Penk führt. Es ist auch über die parallele Autobahn Mölltal Straße (B106) von Lurnfeld in der Drau bis nach Obervellach und Winklern zu erreichen.

Kolbnitz

Die Hohen Tauern sind ein traditionelles Bergbaugebiet, hauptsächlich für Gold, Silber und Eisen. Ursprünglich im Besitz der Bischöfe von Freising, wurde der Hauptort Kolbnitz 1124 erstmals als Cholomunze erwähnt. Kurz darauf gingen die Güter an die Grafen von Görz (Dynastie Meinhardiner) über, die auf der Burg Falkenstein residierten. Um 1460 wurden sie schließlich vom österreichischen Haus der Habsburger im Herzogtum Kärnten beschlagnahmt.

Im Zuge einer Verwaltungsreform von 1973 wurde Kolbnitz an der Tauernbahn mit dem benachbarten Penk und Mühldorf zur Gemeinde Reißeck verschmolzen. 1992 trennte sich Mühldorf wieder und wurde eine eigenständige Gemeinde.

Danielsberg

Ein mit einer Tasse markierter Stein, der auf dem kegelförmigen 966 m hohen Danielsberg nordwestlich von Kolbnitz gefunden wurde, bezeichnet eine Siedlung seit den Tagen der Steinzeit. Weitere archäologische Artefakte in der Nähe des Wasserbrunnens auf dem Gipfel des markanten Gipfels weisen auf die Existenz eines keltischen heiligen Hains und eines römischen Tempels hin, der Herkules geweiht ist. Eine frühchristliche Kapelle, die dem Propheten Daniel geweiht war, wurde wahrscheinlich um 313 an dieser Stelle errichtet.

Nachdem Bischof Modestus das Gebiet im 8. Jahrhundert erneut christianisiert hatte, wurde auf dem Gipfel im Jahr 1127 eine neue St.-Georgs-Kirche errichtet. Sie wurde erstmals 1292 als monte sancti Danielis erwähnt Schwiegervater Graf Albert IV. von Tirol gegen den Kärntner Herzog Bernhard von Spanheim. Die Kirche wurde 1515 vergrößert und 1750 mit einem Kirchturm versehen. Unter der Kirche befindet sich der Herkuleshof, heute ein 1908 erbautes Hotel.

Wasserkraft

Reißeck verfügt über zwei Wasserkraftwerke (Kraftwerk Kolbnitz und Kraftwerk Rottau), die vom Verbundkraftwerk betrieben werden. Das Wasser wird in mehreren Stauseen im Reißeck (verbunden mit dem Kölnbrein-Staudamm im oberen Maltatal) und im Kreuzeck-Gebirge gesammelt und durch fünf Schächte mit einem maximalen Höhenunterschied von ca. 1772 m (Kraftwerk Kolbnitz) zur Anlage geleitet. bzw. Vier (Kraftwerk Rottau) Pelton-Räder mit einer maximalen elektrischen Leistung von jeweils 138 bis 220 Megawatt liefern eine jährliche Stromproduktion von insgesamt 1013 Mio. Kilowattstunden.

Politik

Sitze in der Gemeindeversammlung (Gemeinderat) ab den Kommunalwahlen 2015:

Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ): 10

Freie Liste Reißeck (Independent): 7

Österreichische Freiheitspartei (FPÖ): 2

Partnerstädte - Partnerstädte

Reißeck ist Partner von:

Königsbronn, Deutschland

Thalmässing, Deutschland

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Rei%C3%9Feck

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