Ried im Innkreis

Politischer Bezirk Ried im Innkreis, Oberösterreich, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Ried im Innkreis
Bevölkerung:
11 576

Über Ried im Innkreis

Ried im Innkreis ist eine Stadt im österreichischen Bundesland Oberösterreich, etwa 70 km westlich von Linz und 60 km nördlich von Salzburg. Es ist die Hauptstadt des Landkreises Ried im Innkreis und das Verwaltungszentrum des Innviertels.

Geographie

Ried liegt in einer Senke des Alpenvorlandes nördlich des Hausruckwaldes. Der Name der Stadt leitet sich vom mittelhochdeutschen "Riet" (auch: Rieth, Reet, Rohr und dergleichen) ab, das das Schilf bezeichnet, das an den Ufern der Sümpfe wächst. Ried im Innkreis liegt 433 m über dem Meeresspiegel. Es misst 3,2 km von Norden nach Süden und 3,6 km von Osten nach Westen und ist 6,7 km² groß.

Klima

Stadtstruktur

Ried besteht aus einem Stadtkern, der aus mehreren räumlich getrennten Plätzen (z. B. Hauptplatz, Stelzhamerplatz, Kirchenplatz, Roßmarkt, Marktplatz und Hoher Markt) sowie einigen anderen Stadtteilen besteht. Die meisten von ihnen haben eine lange eigene Geschichte. Andere wurden als neue Entwicklungsgebiete konzipiert und erhielten dann ihren eigenen Namen, haben aber oft keine eindeutigen Grenzen. Insbesondere gehören diese Gebiete zum Stadtkern:

Bad Ried

Hopfenberg

Kapuzinerberg

Kleinried

Kreuzbergsiedlung

Lughofergründe

Riedberg

Schloßberg

St. Anna

Stöcklgras

Wegleiten

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an Ried. Sie sind im Uhrzeigersinn aufgelistet und beginnen im Süden:

Neuhofen im Innkreis, Mehrnbach, Aurolzmünster, Tumeltsham und Hohenzell.

Population

Geschichte

Mittelalter

Ried wurde erstmals am 13. November 1136 als Schloss des bayerischen Herrschers mit Sitz des Adelshauses von Ried erwähnt. Bereits 1180 wurden die Bürger von Ried erstmals urkundlich erwähnt, was auf eine Siedlung in der Nähe der Burg hindeutet.

Die Legende besagt, dass Dietmar der Anhanger - ein Müllersohn - 1191 die Marktgemeinde Ried von Friedrich I. (Barbarossa) als Lehen erhielt. Angeblich hat Dietmar die Moral der Truppen während des Kreuzzugs gesteigert: Als der Feind die Flagge der Armee in Iconium gestürzt hatte, zog Dietmar seinen Stiefel aus und legte ihn auf eine Lanze; Unter diesem Zeichen nahmen die Kreuzfahrer neuen Mut und schafften es, die Stadt zu erobern. Der Bauernstiefel dieser Legende ist heute Teil des Stadtwappens.

Die Linie der Herren von Ried endete um 1200 und die bayerischen Herzöge übernahmen das Gebiet. Ried lag nur eineinhalb Stunden zu Fuß von der österreichischen Grenze am Geiersberg entfernt, und diese Umgebung erwies sich für die Marktgemeinde Ried immer wieder als katastrophal.

1266 wurde die Veste Ried von Ottokar II erobert. Přemysl, und es wurde wieder am 24. September 1364 von Rudolf IV erobert. der Stifter und zerstört.

Der 1379 ausgehandelte Erste Vertrag von Ried stoppte diese Grenzkonflikte vorerst. Ried erhielt 1435 ein eigenes Wappen von Herzog Heinrich XVI. Von Bayern.

Moderne Zeiten

Während der Reformation belegen mehrere Berichte über kirchliche Besuche den Einfluss der Reformation. Doch bis 1580 war die Gegenreformation abgeschlossen, die viele zur Auswanderung veranlasste. Während des Deutschen Bauernkrieges war Ried Asyl und Hauptquartier des bayerischen Kriegskommissars.

1649 erreichte eine Pestepidemie die Stadt und forderte 236 Todesopfer.

Im Spanischen Erbfolgekrieg (1701–1714) und im Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–1745) tauchten die Grenzkonflikte zwischen Österreich und Bayern wieder auf. Nach dem Bayerischen Erbfolgekrieg wurde das Innviertel - einschließlich Ried - im Vertrag von Teschen 1779 an Österreich abgetreten. Während der Napoleonischen Kriege wurde es 1810 vorübergehend nach Bayern zurückgebracht. Napoleon übernachtete zweimal in Ried und entkam knapp einem Attentat am 2. Mai 1809.

Mit dem Vertrag von Ried wechselte Bayern am 8. Oktober 1813 die Seite und trat der Sechsten Koalition gegen Napoleon bei. Nach dem Münchner Vertrag von 1816 wurde Ried schließlich Österreicher.

Als damals größte Marktgemeinde Österreichs erhielt Ried 1857 von Kaiser Franz Joseph I. von Österreich das Stadtrecht. Das 1867 erstmals stattfindende Gewerbliche Ausstellungsfest bildete die Grundlage für Rieds spätere Position als Zentrum für Ausstellungen und Messen.

Zeitgeschichte

Am 12. März 1938 - dem Tag der Annexion Österreichs durch Nazideutschland - marschierten Einheiten der deutschen Wehrmacht in Ried ein; Hitler durchquerte die Stadt auf seinem Weg nach Linz. Am Ende des Zweiten Weltkriegs am 3. Mai 1945 marschierten amerikanische Truppen ein und die Stadt wurde Teil des amerikanischen Besatzungsgebiets im besetzten Österreich. Die amerikanische Militärverwaltung errichtete ein Lager für Angehörige des deutschen Militärs, die als Kriegsgefangene inhaftiert waren. Neben dem Kriegsgefangenenlager wurde auch ein Displaced Persons Camp errichtet. Dieses Lager wurde von einem Mitglied der UNRRA geführt und hatte die Nummer 701A.

Politik

Gemeinderat

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Ried_im_Innkreis

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