Schärding

Politischer Bezirk Schärding, Oberösterreich, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Schärding
Bevölkerung:
5 005

Über Schärding

Schärding (help · info) ist eine Stadt im nordösterreichischen Bundesland Oberösterreich, der Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks und ein wichtiger Hafen am Inn. Historisch gesehen war es im Besitz der Familie Wittelsbach, was sich in der Architektur der Stadt widerspiegelt.

Zum 1. Januar 2014 hatte es eine Bevölkerung von 4.874.

Geschichte und Funktionen

Die Stadt war bis 1779 im Besitz der bayerischen Familie Wittelsbach. Der Eyewitness Travel Austria Guide beschreibt das Beste an Schärding: den zentralen Platz, an dessen nördlichem Ende sich die Silberzeile mit Satteldachhäusern befindet. Weitere Merkmale sind die große Kirche St. George. Das Schloss ist verschwunden, aber in seinem Eingang befindet sich ein lokales Museum mit religiösen Skulpturen und solchen von Johann Peter Schwanthaler.

Geographie

Die Stadt liegt auf einer Höhe von 313 Metern im Innviertel. Es misst 4,1 km von Nord nach Süd, 1,9 km von West nach Ost. Die Gesamtfläche beträgt 4,08 km². 2,4 Prozent der Fläche sind bewaldet, 31,7 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.

Der Inn bildet die Grenze zum benachbarten deutschen Bundesland Bayern. Direkt gegenüber der Stadt auf der bayerischen Seite des Flusses liegt Neuhaus am Inn, das über zwei Brücken erreichbar ist.

Geschichte

Das Gebiet um die heutige Stadt ist seit der Jungsteinzeit besiedelt. 15 v. Chr. Rückten die Römer in das Donau- und Innviertel vor und Schärding, ein Teil der römischen Provinz Noricum, wurde von Kelten besiedelt. Um 488 zog König Odoaker seine Truppen nach Süden ab. Die westgermanischen Bayern zogen etwa 30 Jahre später die Donau hinauf und besetzten das Gebiet zwischen Wienerwald und Lech. Ortsnamen, die mit -ing, -ham und -heim enden, weisen deutlich auf den Wechsel der Hände hin. Der Name der Bezirkshauptstadt Scardinga leitet sich von dem Namen ab, den ein Mann namens Skardo und seine Familie der Siedlung gegeben hatten.

Als Passauer Höflingsbude wurde Schärding 806 erstmals urkundlich als Passauer Höflingsbude erwähnt. Es ist seit dem 10. Jahrhundert das Zentrum des Landkreises der Grafen von Formbach-Neuburg. Der Burgfelsen in unmittelbarer Nähe des Inn wurde frühzeitig als günstige geografische Lage genutzt, um eine Anlage zu pflanzen. Ab 1160 wurde es von den Grafen von Andechs regiert, ab 1248 von der Wittelsbacher Dynastie.

Durch die Lage am Inn wurde Schärding zu einem Handelszentrum, insbesondere für Salz, Holz, Erze, Wein, Seide, Glas, Getreide, Textilien und Vieh. Die Stadt erhielt Ende des 13. Jahrhunderts Marktrechte. Nach vielen Besitzerwechseln im 14. Jahrhundert, zum Beispiel am 20. Januar 1316 (an den Wittelsbach), ging es am 24. September 1364 an Rudolf IV. Des Hauses Habsburg. 1369 beendete der Frieden von Schärding den Streit zwischen Österreich und Bayern an Tirol, der an die Habsburger fiel, die die Stadt zurück an Bayern verpfändeten.

Von 1429 bis 1436 wurden die Stadtbefestigungen von Herzog Ludwig dem Gebarteten erbaut. In dieser Zeit entstanden unter anderem das äußere Burgtor, der Wassergraben, das Linzer und das Passauer Tor sowie das Wassertor. Während des Dreißigjährigen Krieges, insbesondere in den Jahren 1628, 1634, 1645, 1647 und 1651, wütete die Pest in der Stadt.

Im April 1939, als Bürgermeister Hans Ominger, Kreisamtsleiter Johann Pachman und andere Nationalsozialisten ein Jägertreffen im Aschenbrenner Gasthaus veranstalteten, wurde ein Porträt von Hermann Göring mit frischem Grün geschmückt. Die Männer feierten die Eingliederung des benachbarten deutsch besiedelten Sudetenlandes der Tschechoslowakei in deutsche Jagdgebiete.

Population

Gemeindestruktur

Die Gemeinde umfasst die folgenden fünf Ortschaften (Stand 31. Oktober 2011 in Klammern).

Allerheiligen (870)

Brunnwies (199)

Kreuzberg (236)

Innenstadt Schärding (567)

Schärding suburbs (3004)

Population

Religion

Die Einwohner sind überwiegend römisch-katholisch und machen 83,5 Prozent der gesamten Stadtbevölkerung aus. Die zweitgrößte Religionsgemeinschaft sind Muslime mit 5,0 Prozent der Bevölkerung. Lutheraner machen 2,8 Prozent aus, während; 5,6 Prozent haben keine religiöse Zugehörigkeit.

In der Populärkultur

Der Asteroid 178243 Schaerding wurde zu seinen Ehren von seinem Entdecker Richard Gierlinger benannt, der Schärding seine Heimatstadt nennt.

Galerie

St. Georgs Kirche

Schärding am Inn

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4rding

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