Schönau im Mühlkreis

Politischer Bezirk Freistadt, Oberösterreich, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Schönau im Mühlkreis
Bevölkerung:
1 885

Über Schönau im Mühlkreis

Schönau im Mühlkreis ist eine Gemeinde im Bezirk Freistadt in Oberösterreich. Ab Januar 2013 hat das Dorf 1899 Einwohner.

Geographie

Schönau im Mühlkreis liegt auf 635 m Seehöhe im oberösterreichischen Mühlviertel. Die Gemeinde erstreckt sich von Norden nach Süden über 9,7 km und von Osten nach Westen über 8,5 km und umfasst eine Gesamtfläche von 38,6 km². Wälder bedecken 17,4% der Gemeinde, während 19,7% davon für die Landwirtschaft genutzt werden. Schönau ist eine relativ große Gemeinde und wird im Norden vom Fluss Waldaist und im Süden vom Fluss Naarn begrenzt.

Bezirke

Nachbargemeinden

Geschichte

Schönau wurde vom Haus von Perg und Machland gegründet und ist erstmals um 1230 urkundlich erwähnt. Die Pfarrkirche, deren Schutzpatron Jakobus, Sohn des Zebedäus (Jakobus der Ältere), ist seit 1230 ebenfalls erstmals urkundlich erwähnt Während des Mittelalters war die Stadt ein Haltepunkt für Pilger aus Polen auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostella in Spanien.

Der Dreißigjährige Krieg und die zweite türkische Belagerung von Wien blieben Schönau erspart, das relativ unberührt blieb. 1536 kaufte der evangelische Hilleprant Jörger das Schloss Prandegg von Regensburg. Die Familie Jörger machte Schönau zum Stützpunkt der neuen Religion, aber mit der Gegenreformation Mitte des 16. Jahrhunderts wurde Schönau wieder mehrheitlich katholisch. Von 1660 bis 1730 war die Stadt Schauplatz mehrerer Hexenprozesse. Bis 1848 war die Gemeinde Teil anderer umliegender Einheiten, einschließlich der Domänen Prandegg, Schloss Zellhof, Schwertberg und Ruttenstein.

Nach administrativen Veränderungen im Jahr 1848 wurde Schönau eine eigene Selbstverwaltungsgemeinschaft. Seit 1918 gehört das Dorf zum österreichischen Staat. Das Dorf gab 1920 seine eigene Notgeldwährung frei, um die wirtschaftliche Notlage der Region nach dem Ende des Ersten Weltkriegs zu verringern.

Am Tag nach dem Anschluss am 12. März 1938 (in dem Deutschland Österreich an das Deutsche Reich annektierte) wurde Schönau in den Reichsgau Oberdonau (Gau Oberdonau) eingegliedert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 lag die Stadt in der sowjetischen Besatzungszone. Bis Ende 2002 gehörte die Stadt zum Gerichtsbezirk Unterweißenbach, seit dem 1. Januar 2003 gehört sie zum Gerichtsbezirk Pregarten.

Population

Entwicklung und Struktur

Bis 1869 lebten 1667 Menschen im Dorf. Bis 1971 schwankte die Bevölkerung ungefähr um diesen Punkt und änderte sich nicht viel. 1991 zählte die Gemeinde 1823 Einwohner. Laut Volkszählung von 2001 befanden sich jedoch nur 1818 Personen im Dorf, was einem Rückgang von 0,3% entspricht. Am 1. Januar 2008 zählte die Gemeinde 1885 Einwohner, die höchste Einwohnerzahl in der Geschichte der Stadt. Die Bevölkerung erlebte auch nach dem Neubau eine positive Veränderung. Durch die ständige Verbesserung der Straßen ist Schönau von Linz aus immer leichter zu erreichen: In einer halben Stunde ist der Nordeingang der Stadt zu erreichen.

Nach der Volkszählung von 2001 betrug der Anteil der Einwohner, die 60 Jahre oder älter waren, 18,3%. 20,6% der Einwohner waren jünger als 15 Jahre. Der Anteil der weiblichen Bevölkerung betrug 49,8%.

Von den 1443 Einwohnern Schönaus, die 2001 über 15 Jahre alt waren, haben 1,9% die Universität, die Fachhochschule oder ein Studium an einer Akademie abgeschlossen. Weitere 5,4% hatten eine Matura (das österreichische Äquivalent zum Abitur) absolviert, während 46% eine Lehre oder eine berufsbildende mittlere Schule besucht hatten. Weitere 46,6% aller in Schönau lebenden Personen hatten nur das nach dem österreichischen Schulpflichtgesetz vorgeschriebene Mindestniveau erreicht.

Herkunft und Sprache

Der in Schönau und in ganz Österreich gesprochene deutsche Dialekt ist der mittelbayerische Dialekt der größeren bayerischen Sprache. Ab 2001 gaben 99,7% der Einwohner Schönaus die deutsche Sprache als Muttersprache an. Weitere 0,1% sprachen hauptsächlich Tschechisch, eine Handvoll weitere sprechen noch andere Sprachen.

Der Anteil der Schönauer aus dem Ausland (Stand 2001) lag mit 0,9% weit unter dem oberösterreichischen Durchschnitt. Rund 0,1% der Schönauer kommen aus Bosnien-Herzegowina, 0,4% aus Deutschland, der Rest aus anderen Nationen. Insgesamt waren im Jahr 2001 etwa 0,8% der Einwohner Schönaus in anderen Ländern geboren.

Politik

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6nau_im_M%C3%BChlkreis

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