Seefeld in Tirol

Politischer Bezirk Innsbruck Land, Tirol, Österreich

Land:
Bundesland:
Gemeinde:
Seefeld in Tirol
Bevölkerung:
3 015

Über Seefeld in Tirol

Seefeld in Tirol ist ein altes Bauerndorf im Bezirk Innsbruck-Land im österreichischen Bundesland Tirol mit 3.312 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013). Das Dorf liegt ca. 17 km nordwestlich von Innsbruck auf einem Plateau zwischen dem Wettersteingebirge und dem Karwendel an einer seit dem Mittelalter wichtigen historischen Straße von Mittenwald nach Innsbruck. Es wurde 1022 erstmals urkundlich erwähnt und ist seit dem 14. Jahrhundert ein Wallfahrtsort, der nicht nur vom Besuch zahlreicher Pilger profitiert, sondern auch von seinen Stapelrechten als Handelsstation zwischen Augsburg und Venedig. Auch seit dem 14. Jahrhundert wird in der Region Tiroler Schieferöl gefördert. Seefeld war schon vor 1900 ein beliebter Ferienort und zählt seit den 1930er Jahren zu den bekanntesten Wintersportorten Österreichs. Die Gemeinde, in der bereits mehrere Olympische Winterspiele stattfanden, ist das Heimatdorf von Anton Seelos, dem Erfinder der Paralleldrehung.

Mit mehr als einer Million Übernachtungen pro Jahr ist es eines der beliebtesten Urlaubsziele in Tirol, vor allem zum Skifahren im Winter, aber auch für Wanderferien im Sommer.

Geographie

Nachbargemeinden

Im Nordwesten grenzt Seefeld an Leutasch (Weidach), im Nordosten an Scharnitz (Gießenbach). Die östliche Gemeindegrenze mit Zirl verläuft entlang der Arête von Seefelder Joch und Seefelder Spitze. Im Süden liegt Reith (Dorf Auland) und im Westen Telfs (Dorf Mösern).

Entfernungen

Topographie

Das Dorf liegt auf dem nach Süden ausgerichteten Seefelder Plateau nördlich des Inn an der Wasserscheide zwischen Inn- und Isarbecken. Das Plateau (zu dem auch die Dörfer Leutasch, Reith, Scharnitz und Mösern gehören) ist im Westen vom Wettersteingebirge und im Osten vom Karwendelgebirge umgeben. es fällt in einem steilen Gefälle ins Inntal nach Süden ab. Im Norden führt das Hochtal durch das Dorf Scharnitz in Richtung der Grenze zu Deutschland bei Mittenwald.

Seefeld hat zwei Hauptgebirgsregionen (zum Wandern oder Skifahren): eine ist die runde Anhöhe, der Gschwandtkopf (1.495 m); Der andere liegt an den Hängen der Berge im Osten und heißt nach dem großen Bergrestaurant Rosshütte auf halber Höhe. Diese Berge dominieren das Seefelder Plateau; von links / nord nach rechts / süd sind es das seefelder joch, die seefelder spitze (2.215 m), der härmelekopf (2.224 m) und die reither spitze (2.374 m). Bemerkenswerte andere Sehenswürdigkeiten sind das Seekirchl, eine kleine Zwiebelturmkirche, und der Pfarrhügel, ein Ausläufer des Gschwandtkopfes, der in die Innenstadt mündet und einen kleinen attraktiven Hügel bildet. Es gibt auch einen beliebten Badesee namens Wildsee.

Seen und Bäche

Auf der Ostseite des Seefelder Jochs entspringen die Nebenflüsse des Haglbachs, der westlich durch das Hermannstal fließt. Auf dem Plateau biegt er nach Süden ab, um an der Gemeindegrenze entlang zu laufen und den Wildsee zu speisen. Der Wildsee ist durch Sedimentablagerungen aus dem Haglbach bedroht. Zukünftig ist geplant, ein Reservoir östlich der Innsbrucker Straße zu graben, um diese Sedimente zu sammeln. Der Wildsee, heute Seebach, fließt in nördlicher Richtung durch Seefeld und sammelt kurz nach dem Ortskern das Wasser des Raabachs. Dieser Abschnitt wurde 1762 von Peter Anich Mühlbach genannt.

Der Raabach entspringt im Südosten in der Nähe des Mösern Mähder und wurde einst beschlagnahmt, um einen Stausee zu bilden, der der Kirche von Seekirchl ihren Namen gab. Unterhalb des Schlossbergs, in der Nähe des Seebachs, befindet sich eine radonhaltige Quelle , die 1900 unter dem Namen Franz-Josef-Quelle erstmals im Verzeichnis der kaiserlich-königlichen Heilbäder erwähnt wurde Bundesland Tirol und Vorarlberg (Verzeichnis der Kurorte und Bäder der KK Statthalterei für Tirol und Vorarlberg) und bis 1984 als Heilquelle genutzt. Sein Radongehalt von

117 Becquerel pro Liter sind eher niedrig (der Grenzwert für Trinkwasser liegt bei 1.000 Bq / l).

Der Klammbach entspringt an der Wildmoosalm unterhalb des Wildmoossees und verläuft nordwestlich des Ortes jenseits des Geigenbühels an der Triendlsäge vorbei (dort befindet sich ein 450 m³ fassender Stausee, der ein Kleinwasserkraftwerk mit einer Leistung von 45 kW versorgt [ 7]) und verschmilzt mit dem Seebach durch den Lehenwald vor der Bodenalm zum Drahnbach. Letzterer fließt in Richtung Scharnitz und mündet in den Isar-Nebenfluss Gießenbach.

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Seefeld_in_Tirol

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