Steiermark

Österreich

Land:
Bundesland:
Steiermark
Bevölkerung:
1 185 175

Über Steiermark

Die Steiermark ist ein Bundesland im Südosten Österreichs. Es ist flächenmäßig das zweitgrößte (nach Niederösterreich) der neun österreichischen Bundesländer mit einer Fläche von 16.401 km2. Es grenzt an Slowenien (Statistische Region Kärnten, Statistische Region Drau und Mura) sowie an die österreichischen Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg, Burgenland und Kärnten. Die Hauptstadt ist Graz mit 276.526 Einwohnern zu Beginn des Jahres 2015.

Etymologie

Der Marsch der Steiermark verdankt seinen Namen dem ursprünglichen Sitz der regierenden Otakar-Dynastie: Steyr im heutigen Oberösterreich. Im Deutschen heißt das Gebiet noch "Steiermark", während im Englischen der lateinische Name "Steiermark" verwendet wird. Die alte Verbindung zwischen Steyr und der Steiermark zeigt sich auch in ihren fast identischen Wappen, einem weißen Panther auf grünem Grund.

Geographie

Der von einem Österreicher verwendete Begriff "Obersteiermark" bezieht sich auf die nördlichen und nordwestlichen Landesteile (Bezirke Liezen, Murau, Judenburg, Knittelfeld, Leoben, Bruck an der Mur und Mürzzuschlag). Der Begriff "Weststeiermark" wird für die Bezirke westlich von Graz (Voitsberg, Deutschlandsberg, westlicher Teil des Bezirks Leibnitz) verwendet; Die Bezirke östlich von Graz (Weiz, Hartberg, Feldbach, Fürstenfeld und Radkersburg) werden als "Oststeiermark" bezeichnet. Der westliche und der östliche Teil des Landkreises Graz-Umgebung können Teile der West- bzw. der Oststeiermark sein oder auch nicht. Die südlichen Teile des Herzogtums Steiermark, die seit 1918 zu Jugoslawien und später zu Slowenien gehörten (mit Ausnahme des Zweiten Weltkriegs), wurden als "Untersteiermark" (slowenisch: Štajerska).

Geschichte

In der frühen Römerzeit wurde die Steiermark von keltischen Stämmen bewohnt. Nach der Eroberung durch die Römer gehörte der östliche Teil der heutigen Steiermark zu Pannonien, während der westliche Teil zu Noricum gehörte. Während der Invasionen der Barbaren wurde es von den Westgoten, den Hunnen, den Ostgoten, den Rugii und den Langobarden erobert oder durchquert. Slawen, die zuerst unter der Herrschaft der Awaren standen, ließen sich in den Tälern dieses Landes nieder (um 600 und mehr). Gleichzeitig begannen die Bayern (unter fränkischer Herrschaft), ihr Gebiet nach Süden und Osten auszudehnen und nahmen die slawische Bevölkerung auf.

1180 trennte sich die Steiermark vom Herzogtum Kärnten und wurde ein eigenes Herzogtum; 1192 wurde der österreichische Herzog Leopold V. auch Herzog der Steiermark. Später bildete die Steiermark den zentralen Teil von Innerösterreich.

Unter Erzherzog Johann von Österreich entwickelte sich die Steiermark zwischen 1809 und 1859 kulturell und wirtschaftlich.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es 1918 in einen nördlichen Abschnitt (den heutigen österreichischen Staat) und einen südlichen Abschnitt (die Untersteiermark) unterteilt, der zum größten Teil von ethnischen Slowenen bewohnt und an Jugoslawien angeschlossen wurde Teil von Slowenien.

Wirtschaft

Wie überall in der entwickelten Welt hat sich auch in der Steiermark eine Verlagerung vom verarbeitenden Gewerbe zum Dienstleistungssektor vollzogen. Dies hat negative Folgen für die Industrieregionen der Obersteiermark, die in den letzten Jahren einen stetigen Bevölkerungsrückgang erlitten haben.

Die Steiermark verzeichnete im Jahr 2004 mit 3,8% das stärkste Wirtschaftswachstum in Österreich - hauptsächlich aufgrund des Grazer Raums, der in diesem Jahr ein starkes Wirtschaftswachstum verzeichnete und seitdem wirtschaftlich und bevölkerungsmäßig weiter gewachsen ist.

In der Steiermark sind mehr als 150 Clean-Technology-Unternehmen ansässig, von denen ein Dutzend weltweit führend auf ihrem Gebiet ist. Der Umsatz der steirischen Cleantech-Unternehmen beläuft sich auf 2,7 Milliarden Euro. Dies entspricht 8 Prozent des Bruttoregionalprodukts (GRP) und ist eine der höchsten Konzentrationen führender Unternehmen für saubere Technologien in Europa. Die Unternehmen weisen eine durchschnittliche (reale) Wachstumsrate von 22 Prozent pro Jahr auf und liegen damit weit über dem weltweiten Wachstum des Cleantech-Marktes von 18 Prozent pro Jahr. Allein im Jahr 2008 wurden in der Region rund 2.000 zusätzliche grüne Arbeitsplätze geschaffen.

Verwaltungsgliederung

Der Staat ist in 13 Bezirke unterteilt, von denen einer eine Statutarstadt ist.

Statutarische Stadt

Graz

Andere Bezirke

Bruck-Mürzzuschlag

Deutschlandsberg

Graz-Umgebung

Hartberg-Fürstenfeld

Leibnitz

Leoben

Liezen (mit dem Ortsteil Gröbming)

Murau

Murtal

Südoststeiermark

Voitsberg

Weiz

Politik

Der Staat war seit 1945 eine Hochburg der Österreichischen Volkspartei (ÖVP). Graz ist jedoch eine Hochburg der KPÖ. Der Landeshauptmann war in der Regel ÖVP-Mitglied.

Neuwahlen

Quelle: Wikipedia
Weiterlesen: en.wikipedia.org/wiki/Styria

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